Bonner SC schimpft über Spielverlegung gegen BVB II

Farke bleibt gelassen

Sechs Spiele, 16 Punkte, Platz eins in der Tabelle: Der BVB II ist exzellent in die Regionalliga-West-Saison gestartet. Da stört es auch nicht weiter, dass der Trainer des Bonner SC über die Verlegung des Spiels vom kommenden Samstag auf Dienstag, den 20. September, schimpft wie ein Rohrspatz.

DORTMUND

, 31.08.2016, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bonner SC schimpft über Spielverlegung gegen BVB II

BVB-II-Trainer Daniel Farke kann die Kritik aus Bonn nicht verstehen.

Beim neuesten Wort-Ungetüm der Fußballwelt muss Daniel Farke lachen. „‘Deadline Day?‘ Da rennen doch im Fernsehen alle in so gelben Hemden rum, oder? Fast wie bei uns“, sagt der BVB-II-Trainer und schiebt gleich noch einen Witz hinterher: „Ich versuche die ganze Zeit total verzweifelt, meinen Co-Trainer zu verkaufen, es schlägt nur irgendwie niemand zu.“

Edmund Riemer, besagter Co-Trainer, wird den Scherz verkraften können. Er weiß um den Stellenwert, den er bei Farke genießt, und hat – wie alle Protagonisten beim BVB II – derzeit gut lachen. Auch die Kritik aus dem Rheinland nimmt man gelassen. „Dass ein Verein wie Borussia Dortmund ein Spiel gegen einen Aufsteiger aufgrund von vier Nationalmannschafts-Abstellungen verlegt, ist für mich unverständlich. Wie fühlen sich denn die Spieler 12 bis 18 oder 20 im Kader des BVB II?“, polterte Daniel Zillken gegenüber „reviersport“.

Zu viele Abstellungen

Der BVB II hatte aufgrund der Nationalmannschafts-Abstellungen von Lars Dietz, Till Schumacher, David Sauerland (alle U 20 des DFB) sowie Alen Ozbolt (U 21 Sloweniens) und ursprünglich auch Hamadi Al Ghaddioui (Marokko), der dann doch nicht nominiert wurde, um die Verlegung des Spiels gebeten. Staffelleiter Reinhold Spohn hatte zugestimmt. Der Bonner SC befürchtet nun deutlich geringere Zuschauereinnahmen, weil das Spiel nun an einem Dienstagabend (20. September) statt an diesem Samstag stattfindet.

"Wir beschäftigen uns damit nicht weiter." Für ihn sei die Verlegung aus zweierlei Gründen unvermeidbar gewesen. „Erstens möchten wir mit unser besten Elf antreten. Zweitens sind wir das den anderen Mannschaften der Liga allein schon wegen der Chancengleichheit auch schuldig“, sagt der 39-Jährige.

Bandowski wechselt

Ein bisschen „Deadline-Day-Stimmung“ kam am Mittwoch dann übrigens doch auf noch beim BVB II. Jannik Bandowski, zuletzt verliehen an 1860 München und noch immer am Fuß verletzt (Ermüdungsbruch), wird auf den letzten Drücker für rund 300 000 Euro zum VfL Bochum transferiert. Der Rest bleibt. Auch der Co-Trainer. 

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