"Borussia Commondale": Für ein besseres Leben

Fußball verändert eine Region

Alkohl, Drogen, keine Regeln, ein mieses Leben – mit einem Fußball konnte der Straßensozialarbeiter Muzi Hlatshwayo aus Commondale in Südafrika diesen Teufelskreis durchbrechen. Der 2011 gegründete Förderverein "Borussia Commondale" unterstützt die Arbeit in der über 13.000 Kilometer entfernten Region inzwischen seit fünf Jahren – und will am Ball bleiben.

DORTMUND

, 13.11.2016, 10:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Borussia Commondale": Für ein besseres Leben

Rolf-Arnd Marewski (links) und Peter Seuß bitten um Spenden für die Arbeit in Südafrika.

Denn aus einer „wilden Liga“ sind ein Verein und ein Verband entstanden. Ein anfangs verzweifelter Sozialarbeit erlebt Respekt, Pünktlichkeit und Disziplin. Hinter diesem Erfolg steht auch der aus dem Fan-Projekt bekannte Rolf-Arnd Marewski. 2010 war er im Auftrag des Weltfußballverbandes „Fifa“ in Südafrika, um die Organisatoren der Fußball-WM über Fan-Betreuung zu beraten. Rolf-Arnd Marewski und Muzi Hlatshwayo liefen sich über den Weg. Sie bildeten ein Team.

Ein Team, das den Fußball als Medium für Sozialarbeit nutzen wollte. Um Regeln aufzustellen, um Respekt zu erklären und um gestrauchelten Kindern und Jugend ein besseres Leben mit Perspektiven bieten zu können.

Große Fortschritte erzielt

„Gesagt – getan“. Nach nur fünf Jahren blickt Rolf-Arnd Marewski auf enorm große Fortschritte zurück. Der seit 1988 in Fußball- und Fan-Fragen so erfahrene 59-jährige Sozialarbeiter berichtet fasziniert von den Erfolgen seiner Kollegen in Südafrika, die mit Geld und Sachspenden aus Dortmund Punkte fürs Leben sammeln können. „Unsere Partner in Commondale haben soziale Strukturen geschaffen. Die Jugendlichen haben jetzt etwas anderes im Kopf als Alkohol und Drogen – nämlich den Fußball“, schwärmt Rolf-Arnd Marewski.

Angefangen hatte alles vor über fünf Jahren auf einem unebenen Acker mit Bäumen und Holzpinnen, die als Tore dienten. Dann folgte ein Doppelpass zwischen Dortmund und Commondale. 12 000 Euro spendete ein Dortmunder, um das Projekt anzuschieben. Die Südafrikaner begradigten den Acker. Tore, Eckfahnen und Trikots folgten. Inzwischen engagieren sich 400 Ehrenamtliche für Fußball und Jugend, darunter viele Waisenkinder.

Verein und Verband

Aus dem anfangs kleinen Verein in Commondale ist längst ein Verband erwachsen, der auch an die offizielle südafrikanische Fußball-Association angebunden ist – und in einer von der Immunschwäche Aids geplagten Region viel Einfluss auf junges Leben nehmen kann.

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Die ambitionierten Fußball-Funktionäre vor Ort arbeiten deshalb auch eng mit der lutherisch-evangelischen Kirchengemeinde „Augsburg“ zusammen. Pfarrer Johnny Engelbrecht engagiert sich ebenfalls für Kinder und Jugendliche.

"Es ist faszinierend"

Von Dortmund aus will der Förderverein Borussia Commondale die Ausbildung von noch mehr Schiedsrichtern und Trainern ermöglichen, die Kinder- und Jugendarbeit intensivieren, ein soziales Zentrum schaffen und, ganz aktuell, auf dem Sportplatz ein Funktionsgebäude mit Umkleiden und Duschen für die benachbarte Grundschule errichten. Peter Seuß von Borussia Commondale über die Fortschritte: „Es ist faszinierend, was sich über den Fußball in der Region alles verändert hat.“

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Um den Erfolg fortführen zu können, bittet Borussia Commondale Dortmunder Firmen, Privatpersonen, Fans und Vereine um Spenden für die Fußball-Sozialarbeit in Südafrika. 

 

Spenden und Kontakt
Spenden an dieses Konto: Förderverein Borussia Commondale, IBAN DE94
4405 0199 0241 0225 79- BIC: DORTDE33XXX.

Überweisungen kommen ohne Abzug von Verwaltungskosten in Commondale an und wirken unmittelbar im Projekt.

Der Förderverein zählt 80 Mitglieder und sucht weitere Mitglieder. Der Jahresbeitrag liegt bei 20 Euro.

Kontakt zum Fördervereins-Vorstand: Rolf-Arnd Marewski, Tel. 0170 24 888 29. E-Mail:  info@borussiacommondale.de

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