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BVB-Abwehrchef Hummels von Sancho begeistert - und einem Bayern-Profi

Borussia Dortmund

BVB-Abwehrchef Mats Hummels freut sich über den Verbleib von Jadon Sancho und findet lobende Worte für den Youngster. Auch ein Spieler der Konkurrenz begeistert ihn.

Bad Ragaz

, 10.08.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 4 min

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BVB-Abwehrchef Hummels: "In allen Bereichen etwas besser"

Mats Hummels will mit dem BVB besser abschneiden als in der Vorsaison, daran hält der Verteidiger von Borussia Dortmund fest. Daher freut er sich über den Verbleib von Jadon Sancho. Über Ziele, junge Mitspieler und eine intensivere Vorbereitung der Trainingseinheiten nach 13 Jahren als Profi sprach der 31-Jährige in einer Medienrunde in Bad Ragaz.


BVB-Abwehrchef Mats Hummels sprach über ...


… seine Verletzung: „Es geht echt aufwärts, ich konnte jeden Tag das machen, was ich machen sollte. Ich kann jetzt schon gute Umfänge trainieren, es sollte eigentlich nur eine Frage von Tagen sein, dass ich zumindest Teile des Teamtrainings mitmachen kann.“

… die Nachricht, dass Jadon Sancho bleibt: „Alle bewerten das als sehr positiv. Dass er ein herausragender Fußballer ist, darüber müssen wir ja nicht diskutieren. Er ist immer noch jung, er kann der Spieler sein, der in vielen Spielen den Unterschied machen kann, sein Potenzial ist relativ unbegrenzt. Wenn er das noch ein Jahr oder länger bei uns zeigen möchte, bin ich darüber natürlich sehr glücklich.“


… die Tatsache, dass der Stamm weitgehend zusammenbleibt: „Das ist extrem wichtig, dass man nicht immer im Bereich der Stammelf eine große Fluktuation haben sollte. Wir haben in Achraf Hakimi nur einen Stammspieler, der uns verlassen hat, das gibt uns die große Chance, noch besser zu werden. Das ist zwar nicht selbstverständlich, aber es gibt uns die Möglichkeit, noch einen Schritt zu machen. Und das muss ja das Ziel für die kommende Saison sein.“

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Entscheidung gefallen: Sancho bleibt beim BVB

… den „Jugendwahn“: „Ich hab die neuen Spieler im Training noch nicht erlebt, darauf freue ich mich. Aber es ist immer schön, wenn sich junge Spieler beweisen können und sich zeigen dürfen. Ich sehe das positiv, aber klar, es gibt so eine Tendenz, dass man lieber einen 18-Jährigen nimmt, der in fünf Jahren auf Top-Niveau spielt als einen 28-Jährigen, der es jetzt schon hat. Das ist aber auch eine Fan-Perspektive, in den Vereinen wird das schon relativ normal gesehen, da wird schon auch erwartet, dass du relativ schnell performst.“


… erfahrene Spieler als Führungsfiguren: „In erster Linie musst du mit Leistung vorangehen, wenn man das nicht macht, ist eh alles irrelevant, was du machst. Es geht darum, Kommandos zu geben, Bereitschaft herauszukitzeln, wenn man sieht, dass sie mal nicht so da ist.“


… die Herangehensweise an die neue Saison: „Im besten Fall kriegen wir es so hin, dass wir in jedem Training, in jedem Spiel von Anfang an da sind. Ich glaube, dass wir mit den Spielern, die wir geholt haben seit dem Winter, große Schritte gemacht haben in die richtige Richtung. Ich bin wirklich sehr zuversichtlich, dass wir das besser hinkriegen. Ich glaube, dass uns das schon einige Punkte gekostet hat, dass wir nicht so konstant auf diesem Level waren. Und das war nicht fußballerisch bedingt, sondern wie so vieles im Fußball Kopfsache.“

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… die ersten Eindrücke von Thomas Meunier: „Er ist sehr aufgeschlossen, er integriert sich aktiv, ist ein sehr netter, smarter Typ. Ich habe ihn auf dem Platz ja noch nicht so viel gesehen, aber da fiel sehr oft der Begriff „Maschine“. An ihm werden wir sehr viel Freude haben.“


… die noch lange Vorbereitungszeit und den frühen Trainingslager-Termin: „Für mich ist das sehr gut, da habe ich keinen Stress und Zeitdruck in der Reha. Ansonsten ist die Belastung hoch wie immer, da gibt es keinen großen Unterschied.“


… die Ziele für die kommende Saison: „Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison, das habe ich gesagt, das muss ich auch nicht revidieren. Was es dann wird? Wenn wir mit 98 Punkten Zweiter werden, waren wir auch besser. Ich brauche in der Hinsicht aber keinen Zustand wie zwischen Liverpool und Manchester City. Klar ist: Wir wollen in allen drei Wettbewerben besser abschneiden.“

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… die unterschiedliche Formulierung der Ziele: „Ich habe nicht den Eindruck, dass sich meine und die Ziele von Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc großartig unterscheiden in dem, was wir erreichen wollen. Dass ich es öffentlich sage, hat ja zum Glück wenig Auswirkungen auf das, was wir auf dem Platz machen.“


… die Rückkehr von Fans in die Stadien: „Ich hab eine klare Meinung, ich freue mich unglaublich darauf. Ich habe schon gesagt, wenn wieder 80.000 da sind, wird das Stadion förmlich explodieren. Die andere Seite ist, dass es viel wichtiger ist, dass alles wieder in den geregelten Bahnen läuft. Und da gibt es genügend Leute, die Ahnung haben und das entscheiden können. Aber ich freue mich auf den Tag, wo es wieder vertretbar ist, Fans ins Stadion zu lassen.“


… die Chancen der Bayern in der Champions League: „Ihre Rückrunde war beeindruckend, für mich sind sie einer der Top-Favoriten.“

… die Form von Robert Lewandowski: „Er war schon immer richtig gut. Aktuell ist er für mich der beste Mittelstürmer der Welt. Punkt. Benzema darf auch mitreden, aber Lewy ist aktuell der Beste. Er spielt mit, schießt Tore, arbeitet für die Mannschaft. Mehr kann man nicht erwarten.“


… das Fazit seines ersten BVB-Jahres nach der Rückkehr: „Wir waren gut, aber wir waren nicht gut genug, um richtig zufrieden zu sein, weil ich einfach das Gefühl hatte, wir können noch mehr. Als keine Fans mehr da waren, hat das natürlich schon das Spiel verändert. Zum Beispiel, wenn man im Spitzenspiel keine 80.000 Zuschauer im Rücken hat, die einen nach vorne peitschen. Das war dann schon Pech. Aber wir sind mit der Situation gut umgegangen, haben da nicht gejammert. Und bis die Meisterschaft entschieden war, haben wir einen guten Job gemacht.“


… seine Rolle in der Mannschaft: „Ich habe eh schon Verantwortung übernommen, da wird sich in der neuen Saison nicht viel verändern.“

… den Fußball während der Geisterspiele: „Ich fand das Niveau gut, ich hatte auch das Gefühl, dass es einigen gutgetan hat, dass vielleicht weniger Druck von außen da war. Das war bei einzelnen Spielern, aber auch Mannschaften zu erkennen.“


… die veränderte Herangehensweise an eine Vorbereitung: „Es hat sich da im Laufe der Jahre in der Tat einiges verändert. Früher war ich in der Mittagspause noch Tischtennis spielen, ich war vor allem wach (lacht). Das ist heute anders, wenn ich zwei Einheiten habe. Ich brauche mehr Regeneration zwischen den Einheiten, das ist definitiv der Fall. Früher konntest du noch rumtoben, jetzt brauche ich mehr Erholung. Im Training ist es eigentlich gleich, aber die Vor- und Nachbereitung der Einheiten ist wesentlich zeitintensiver. Ich mache für mich zum Beispiel jeden Tag etwas, vor jedem Training. Ich gehe nie kalt auf den Platz.“

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