BVB-Abwehrchef Mats Hummels ist beim 5:1 gegen Köln der heimliche Held

rnBorussia Dortmund

Die BVB-Offensive läuft zu Beginn der Rückrunde auf Hochtouren. Der heimliche Held des 5:1 gegen Köln ist aber Abwehrchef Mats Hummels.

Dortmund

, 26.01.2020, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich habe heute viele gute Sachen gesehen“, resümierte Hummels nach dem 5:1 gegen den 1. FC Köln. Konzentriert und engagiert sei die Mannschaft gewesen, „wir hatten viel Bewegung vorne drin.“ Und natürlich hatte er nicht nur gut zugeschaut, sondern auch entscheidend mitgemacht. Genauer gesagt: Hummels war sogar der Zünder des Dortmunder Feuerwerks. Sein strammer Pass durchs Zentrum leitete die Kombination zum frühen 1:0 ein (1.).

Hummels’ präziser weiter Ball auf Marco Reus über die halbe Kölner Elf hinweg machte dann auch die Bahn frei für das 2:0 nach einer halben Stunde. Schon die vierte Torvorbereitung des früheren Weltmeisters in dieser Spielzeit. Und wäre da nicht die Latte des Kölner Tores im Weg gewesen, so hätte sich Hummels vor diesem starken Assist sogar auch noch in die Torschützenliste eingetragen.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels verbucht Top-Werte

Doch auch ohne eigenen Treffer verbuchte der routinierte Verteidiger gegen Köln Top-Werte. Er gewann 81 Prozent seiner Zweikämpfe und war damit bester Spieler auf dem Platz in dieser Kategorie. Auch in der Luft räumte Hummels konsequent auf, blieb dort in 75 Prozent seiner Duelle Sieger. Wichtig vor allem gegen kopfballstarke Kölner, die bisher mehr als 40 Prozent ihrer Saisontore per Kopf erzielt hatten. Eine weitere wichtige Marke: 87 Prozent seiner Pässe kamen an - und das, obwohl Hummels mit einigen weiten Bällen hohes Risiko ging.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels ist beim 5:1 gegen Köln der heimliche Held

© Deltatre

Acht Mal wagte er per Außenrist das lange Zuspiel, viermal kam es an. Und die Gäste waren mit dieser Taktik sichtlich überfordert. Effzeh-Angreifer Jhon Cordoba hatte schon zu Saisonbeginn geahnt, dass er gegen Hummels keinen Stich bekommen würde. „Er ist neben Reals Sergio Ramos der beste Verteidiger, auf den ich in meiner Karriere bisher getroffen bin. So spielstark, zweikampfstark und dominant“, hatte Cordoba geschwärmt. Zu Recht, wie er jetzt erlebte.

BVB-Defensive zeigt sich deutlich verbessert

Hummels selbst genoss den Sieg, er kam mit einem breiten Grinsen aus der Kabine, die Hände locker in die Taschen der Trainingshose gesteckt und mit ganz viel Lob für seine Kollegen im Gepäck. Der lange Ball als gutes Rezept? „Das ist immer eine Sache von Angebot und Nachfrage“, sagte Hummels und lachte. „Ich gucke gerne nach dem Pass, wir haben gerade eine sehr gute Tiefenbewegung bei unseren drei, vier Offensivspielern vorne. Da bietet sich das an. Es hat auch dieses Mal gepasst, weil Köln hoch stand und gepresst hat.“

„Das ist immer eine Sache von Angebot und Nachfrage.“
Mats Hummels

Entscheidend, so der 31-Jährige, sei „ein Wechselspiel, ein paar Spieler müssen sich auch kurz anbieten, sonst wird es für den Gegner zu einfach“. Und der BVB habe seine Fehlerzahl minimiert, habe sich „weniger leichte Ballverluste erlaubt, bis auf eine kurze Phase vor dem 3:1 haben wir kaum etwas zugelassen“.

Es klang dann irgendwie sogar nach einem väterlichen Dankeschön, als er die „sehr gute Rückwärtsbewegung unserer offensiven Jungs“ herausstellte, die mehr defensive Stabilität als zuvor gebracht habe. Trotz all der Partylaune wollte Hummels aber nicht ohne eine Warnung in die kommenden Partien gehen.

Der BVB muss sich auf stärkere Gegner einstellen

Wenn es auf der Dortmunder Meistermission mit Siegen auch gegen bessere Teams als den 1. FC Köln klappen soll, dann müsse dem Team bewusst sein, dass „solche Phasen wie vor dem 3:1 noch eklatanter bestraft werden. Und wir werden nicht immer 3:0 führen. Im Optimalfall finden solche Phasen natürlich gar nicht statt“. Aber der BVB war gegen Köln zumindest schon mal nah dran am Optimalfall.

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