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BVB-Adventskalender: Wie Borussia Dortmund zu seinem Namen kam

19. Dezember

Borussia Dortmund feiert heute seinen 111. Geburtstag. Wie der BVB gegründet wurde und zu seinem Namen kam, erzählen wir in Teil 19 unseres Adventskalenders.

Dortmund

, 19.12.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Franz Jacobi ist einer der Gründungsväter von Borussia Dortmund. Ihm und den anderen Gründern widmeten die BVB-Fans 2013 eine Choreografie auf der Südtribüne.

Franz Jacobi ist einer der Gründungsväter von Borussia Dortmund. Ihm und den anderen Gründern widmeten die BVB-Fans 2013 eine Choreografie auf der Südtribüne. © imago

Vieles ist in diesem Jahr anders. Fans dürfen nicht ins Stadion, die Weihnachtsmärkte fallen größtenteils aus, doch eines sollte bleiben: Die wachsende Vorfreude aufs Fest. Damit das gelingt, haben wir uns etwas für die BVB-Fans ausgedacht. 24 kleine Geschichten im schwarzgelben Gewand. Heute: Wie Borussia Dortmund zu seinem Namen kam.

Die BVB-Geschichte begann vor der Gründung am 19. Dezember 1909

Am 19. Dezember 1909 wurde Borussia Dortmund offiziell gegründet, doch die Geschichte des BVB begann schon einige Jahre zuvor. Mit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es unter den Mitgliedern der Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ immer beliebter, sich sportlich zu betätigen. Die Jugendorganisation gehörte zur gleichnamigen Gemeinde in der Flurstraße im Dortmunder Nordosten und wurde bereits 1901 gegründet.

Aber Kaplan Hubert Dewald, gleichzeitig Vorsitzender der Jünglingssodalität, war mit dem „rohen“ und „wilden Treiben“ auf dem Fußballplatz überhaupt nicht einverstanden. Deswegen setzte er einfach sonntags eine zusätzliche Andacht parallel zum Geschehen auf dem Platz an, um dem Ganzen ein jähes Ende zu setzen. Zudem verlangte er von den Fußballern ihre Treffen nicht mehr im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ abzuhalten, sondern dafür in das Pius-Gemeindehaus zu kommen.

18 Männer blieben im Wildschütz und gründeten den BVB

Dieser Konflikt war der Grund, warum ein eigenständiger Verein her musste. Am 19. Dezember 1909 trafen sich 50 Mitglieder der Gruppierung wie immer im Wildschütz. Nach einigen Diskussionen blieben 18 Männer übrig, angeführt von Franz Jacobi und seinen beiden Brüdern. Der Rest hatte den Kaplan informiert, der die Gründung noch verhindern wollte. Ihm verwehrte man aber den Zutritt und der neue Verein war geboren.

Ein Name musste natürlich her. Mittlerweile ist überliefert, dass „Borussia“ nicht gewählt wurde, weil es die latinisierte Bezeichnung für Preußen ist. Nationalstolz war also nicht im Spiel. Tatsächlich kam der Name zustande, weil es gegenüber des Wildschütz einst eine Brauerei mit dem Namen Borussia gegeben hatte.

Der Name ist der frühen Form der Werbung zu verdanken

Entgegen der falschen Vermutung, die Männer hätten aus dem Fenster geschaut und die Brauerei gesehen, ist aber eine andere Geschichte die richtige. An einer Wand hing nämlich eine Werbetafel der Borussia-Brauerei. Die gab es zum Zeitpunkt der Gründung jedoch schon längst nicht mehr. Dieser frühen Form der Werbung ist also zu verdanken, dass der BVB heute Borussia heißt.

Die Geschichten für unseren Adventskalender stammen aus dem Buch „Borussia Dortmund für Klugscheißer“ von Sascha Staat, ISBN: 978-3837521665.

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