Borussia Dortmund feierte am Dienstag einen Sieg gegen Sporting Lissabon in der Champions League. Dabei waren auch 500 Corona-Helden. © imago images/Noah Wedel
Borussia Dortmund

BVB bedankt sich bei Corona-Helden: „Ein Geschenk verbunden mit Wertschätzung“

Borussia Dortmund bedankt sich bei den Corona-Helden mit einer ganz besonderen Aktion. Ehrenamtliche Helfer sind begeistert und bekommen die Anerkennung, die sie verdienen.

Borussia Dortmund hat sich für die wahren Helden der Corona-Pandemie eine ganz besondere Aktion überlegt. Für die Champions-League-Partie gegen Sporting Lissabon am vergangenen Dienstabend und das noch anstehende Pokalspiel gegen Ingolstadt sowie ein weiteres Spiel hat der BVB jeweils 500 Freikarten an Pflegekräfte und ehrenamtliche Helfer gespendet. Eine tolle Aktion – die auch bei den Corona-Helden ziemlich gut ankam.

Freikarten für Champions-League-Spiel: BVB bedankt sich bei den Corona-Helden

Einer von ihnen ist Jörg Martin. Der 66-jährige Dortmunder ist seit vielen Jahren BVB-Fan und hat auch vor der Pandemie regelmäßig die Heimspiele im Signal Iduna Park besucht. Zusammen mit 83 weiteren Mitarbeitenden der Obdachlosenhilfe Gasthaus genoss er den Sieg in der Königsklasse am vergangenen Dienstagabend und war ziemlich begeistert. „Es war schön für uns. Das war ein Geschenk verbunden mit einer Wertschätzung für unser ehrenamtliches Engagement insbesondere während der Corona-Zeit“, sagte er im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, erklärte aber auch gleich: „Sportlich war das natürlich jetzt nicht so ein Leckerbissen.“

Der BVB mühte sich gegen defensiv recht gut gestaffelte Portugiesen lange Zeit ab, nach vorne ging nicht viel. Neuzugang Donyell Malen traf schließlich kurz vor der Pause zum erlösenden 1:0, das Borussia Dortmund mit einem klassischen Arbeitssieg über die volle Distanz brachte. „Man merkt, wie abhängig der BVB von Erling Haaland ist“, sagte Martin. Der Norweger fehlte verletzt und den Schwarzgelben fehlte vorne seine Wucht – Borussia Dortmund hofft nun auf eine baldige Rückkehr des Stürmers. „Das Spiel ist schon sehr auf ihn zugeschnitten. Umso mehr hat es uns alle gefreut, dass wir trotzdem einen Sieg bejubeln konnten“, sagte Martin.

Obdachlosenhilfe „Gasthaus“ verfolgt BVB-Sieg gegen Lissabon im Stadion

„Wir“ – das waren in diesem Fall Kolleginnen und Kollegen des Gasthauses an der Rheinischen Straße, die sich regelmäßig aufopferungsvoll um zahlreiche wohnungslose Mitmenschen in Dortmund kümmern. „Wir sind sieben Tage die Woche im Einsatz. Das geht ja schon morgens los mit dem Frühstück, nachmittags gibt es Kaffeetrinken und abends Abendessen – und das ist dann nur die reine Versorgung. Hinzu kommen noch Dinge wie Kleiderkammer, Sozialdienst oder die Versorgung im Ärztehaus“, erklärte Jörg Martin, der sichtlich erfreut war, dass der BVB dieses Engagement nun auf diese Art honoriert hat.

Jörg Martin (2.v.l.) mit seinem Kollegen aus dem „Donnerstag-Vormittagsteam“ des Gasthauses beim BVB-Spiel gegen Lissabon. 500 ehrenamtliche Helfer und Pflegekräfte hat Borussia Dortmund zum Champions-League-Spiel eingeladen. © Privat © Privat

„Wir waren so begeistert, dass der BVB uns das ermöglicht hat. Auch alle Platzwünsche wurden erfüllt“, sagte Martin, der zusammen mit seinen Ehrenamtlern das Spiel im Block 54 verfolgte. „Wo ich hingeschaut habe, habe ich nur leuchtende Augen gesehen. Viele waren schon lange nicht mehr im Stadion oder zum Teil noch gar nicht – ein richtig tolles Erlebnis“, sagte er und ergänzte: „Herzliches Dankeschön an den BVB.“

BVB will noch mehr Corona-Helden ins Stadion einladen

Bereits gegen Ingolstadt am 26. Oktober im DFB-Pokal will Borussia Dortmund die Aktion wiederholen – und auch zu einem Bundesliga-Heimspiel, wie der Verein mitteilte. Für BVB-Chef Hans-Joachim Watzke sind diese Aktionen Herzenssachen. „Wir wollen uns bei denen bedanken, die im Kampf gegen das Corona-Virus enorm viel für uns als Gesellschaft geleistet haben.“ BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer ergänzte: „Den wahren Helden im Kampf gegen Corona, gebührt unser aller Dank und größter Respekt.“

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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