BVB bleibt Spitzenreiter der Bundesliga

4:2 in Hannover

Borussia Dortmund hat die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga verteidigt. Der BVB gewann am Samstag mit etwas Glück bei Hannover 96 mit 4:2 (2:1) und holte sich damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel.

HANNOVER

, 12.09.2015, 17:29 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der BVB bleibt nach dem Sieg in Hannover Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

Der BVB bleibt nach dem Sieg in Hannover Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

Dass BVB-Trainer Thomas Tuchel kein Freund der ausgeprägten Rotation ist, das hat sich inzwischen in Dortmund herumgesprochen. Vor dem Spiel in Hannover gab es daher nur eine Frage zu klären: Wer würde den am großen Zeh verletzten Marco Reus ersetzen?

Tuchel entschied sich für Jonas Hofmann, nicht für Neuzugang Adnan Januzaj. "Es war eine enge Entscheidung", erklärte der 42-Jährige vor dem Anpfiff, "aber Jonas steckt länger in unseren Abläufen. Ich will ihm die Gelegenheit geben, eine Duftmarke zu setzen." Das gelang ihm allerdings nur bedingt.

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Bundesliga, 4. Spieltag: Hannover 96 - BVB 2:4 (1:2)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Hannover 96 und Borussia Dortmund.
12.09.2015
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Bilder der Partie Hannover gegen Dortmund.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Wie erwartet, überließen die schwach gestarteten Hannoveraner dem BVB den Ball und weite Teile des Spielfelds. Zeitweise verteidigten die "96er" mit einer Fünferkette, nicht zufällig erinnerte die Partie zuweilen an ein Handballspiel. Von links nach rechts lief der Ball durch die Reihen der Gäste, dann wieder zurück - und so weiter und so fort.

Schüsse aus der zweiten Reihe

Der BVB versuchte durch Flügelwechsel im letzten Drittel das Abwehrbollwerk der Niedersachsen zu knacken. Eine Verlagerung von Julian Weigl führte dann auch zur ersten Chance des Spiels: Marcel Schmelzer köpfte den hohen Pass direkt weiter in die Mitte, dort drückte Pierre-Emerick Aubameyang den Ball ebenfalls per Kopf Richtung Tor - und verfehlte knapp (7.).

Insgesamt aber fehlte es dem BVB etwas an der Inspiration, die das schwarzgelbe Angriffsspiel in den ersten Saisonwochen ausgezeichnet hatte. Oft rannten sich die Borussen fest oder schossen aus der zweiten Reihe. Wirklich gefährlich wurde es für "96"-Schlussmann Ron-Robert Zieler zunächst nicht.

Rückstand aus dem Nichts

Völlig aus dem Nichts schlug es dann auf der Gegenseite ein: Weil Mats Hummels etwas unentschlossen durch den Raum lief, fand Hiroshi Kiyotake die Lücke. Leon Andreasen erlief sich den Steilpass, passte quer auf Artur Sobiech - und dann war es passiert. Es stand 1:0 für Hannover (18.). Da halfen dem BVB auch die 72 Prozent Ballbesitz nicht weiter.

Anders als in der Vorsaison aber ließen sich die Dortmunder durch den Rückschlag nicht vom Weg abbringen. Es blieb ein Spiel auf ein Tor. Der Schiedsrichter allerdings musste mithelfen, damit sich das Übergewicht des BVB auch im Ergebnis widerspiegelte. Nach einem Zweikampf mit Felipe war Hofmann im Strafraum der Gastgeber zu Fall gekommen. Daniel Siebert zögerte nicht, pfiff und zeigte sofort auf den Punkt. Eine glückliche Entscheidung aus Sicht des BVB, der den Ausgleich durch Aubameyangs sicher verwandelten Strafstoß aber gerne mitnahm (34.).

Acht Minuten später wiederholte sich die Szene fast identisch auf der Gegenseite. Diesmal war es Edgar Prib, der nach einem Zweikampf mit Hummels im Sechszehner fiel. Der Pfiff aber blieb zum Entsetzen der Hannoveraner aus (42.). Sie ärgerten sich nicht zu Unrecht.

Kracher von Mkhitaryan

Und es kam noch schlimmer für die Elf von Michael Frontzeck. Denn keine 120 Sekunden später zappelte der Ball im "96"-Netz. Nach einer erneuten Spielverlagerung des BVB hatte Matthias Ginter, der erneut als Rechtsverteidiger aufgelaufen war, den Ball an die Strafraumkante zurückgelegt. Dort fasste sich Henrikh Mkhitaryan ein Herz und zog einfach ab. Krachend schlug der Ball ein. Es war das 2:1 für den BVB (44.) - und das bereits achte Saisontor des Armeniers im neunten Pflichtspiel.

Doch wer glaubte, das Spiel sei damit entschieden, der irrte. Denn Hannover kam mit Wucht aus der Kabine. Zunächst parierte Bürki einen Kopfball von Salif Sane noch glänzend (47.). Sechs Minuten später aber blieb dem Schweizer nach Sobiechs strammem Schuss keine Abwehrchance. Zuvor hatte Ginter den Ball unnötigerweise verloren, dann war zu allem Überfluss auch noch Hummels im seinem 200. Bundesligaspiel an Pribs Flanke vorbeigeflogen.

Januzaj ersetzt Hofmann

Tuchel reagierte und wechselte Hofmann, der wenig prägnante Szenen hatte, aus. An seiner Stelle sollte in der letzten halben Stunde Neuzugang Januzaj für frischen Wind und einen Hauch frecher Anarchie im Angriffsspiel des BVB sorgen. Der Belgier blieb allerdings bei seinem Debüt ohne nennenswerte Szene.

Für das erste Dortmunder Glanzlicht der zweiten Hälfte sorgte Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, ließ dann mit großer Dynamik zwei Hannoveraner stehen, bevor er mit Wucht flach in die Mitte passte. Mkhitaryan und Aubameyang flogen heran - und am Ball vorbei (65.).  

Besser machte es zwei Minuten später Ginter. Nach einer Spielverlagerung von Kagawa legte er den Ball direkt nach innen, Aubameyang verpasste zwar, dafür aber schob Felipe die Kugel über die eigene Torlinie. Der BVB führte wieder.

Aubameyang bleibt cool

Im Stile einer Spitzenmannschaft spielte der BVB anschließend die Zeit von der Uhr. Hannover gelang es nur durch vereinzelte Standards, vor das Tor von Bürki zu kommen. Ansonsten kontrollierten die Dortmunder Ball und Gegner. Nach einem klaren Handspiel des Pechvogels Felipe im Strafraum sorgte Aubameyang mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter des Tages für die Entscheidung (85.).

Der BVB verteidigte durch den vierten Sieg im vierten Saisonspiel die Tabellenführung in der Bundesliga. Am Donnerstag startet die Mannschaft von Thomas Tuchel mit einem Heimspiel gegen Krasnodar (19 Uhr) in die Europa League. Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) steht gegen Bayer Leverkusen die nächste Bundesliga-Aufgabe im Signal Iduna Park an.

 

 

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