BVB-Boss stellt Österreicher neuen Vertrag in Aussicht

Watzke lobt Stöger

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat einen Verbleib von Trainer Peter Stöger bei Borussia Dortmund über den kommenden Sommer hinaus in Aussicht gestellt.

DORTMUND

11.02.2018, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Boss stellt Österreicher neuen Vertrag in Aussicht

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (r.) kann sich eine Vertragsverlängerung mit Peter Stöger vorstellen.  © Kirchner/Rehbein

"Er hat in der Bundesliga noch kein Spiel verloren. Wenn wir weiterhin keines verlieren, wären wir schön blöd, wenn wir das nicht weitermachen würden. Wir sind zufrieden, weil er ein außergewöhnlich guter Trainer ist", sagte Watzke in der Sky-Sendung "Wontorra - der Fußball-Talk".

Unaufgeregte Art

Watzke verwies auf das gute und vertrauensvolle Verhältnis zwischen der BVB-Führung und dem Österreicher. "Ich glaube auch, dass die Fans Peter Stöger jetzt schon ins Herz geschlossen haben, weil er eine unaufgeregte Art hat. Er ist sehr authentisch und passt gut ins Ruhrgebiet." Der 51 Jahre alte Stöger hatte am 10. Dezember beim BVB die Nachfolge von Peter Bosz angetreten und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben.

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In der Diskussion über die Modifizierung der 50+1-Regel hat sich Watzke auf die Seite der Traditionalisten gestellt. "Das ist eine ordnungspolitische Aussage von uns, dass wir keine Schulden machen und keinen Oligarchen wollen, der dir jede Woche sagt, was wir anders machen sollen. Wir akzeptieren, dass wir irgendwo Grenzen haben, sind dafür aber frei. Das ist ein großer Wert."

Faustpfand Stehplätze

Eine Aufweichung der 50+1-Regel, die den Einfluss externer Investoren bei einem Klub begrenzt, könnte nach seiner Einschätzung zu einem deutlichen Preisanstieg bei den Stadion-Tickets führen. "Wir müssen jedem Mitglied unserer Gesellschaft die Möglichkeit geben, zu Ticketpreisen ins Stadion zu kommen, die er auch bezahlen kann. Investoren machen das in der Regel nicht nur aus Geltungsbedürfnis, sondern die wollen das Geld zurück haben. Dann wird immer an der Preisschraube gedreht", so Watzke.

Dortmunds Geschäftsführer verwies auf das große Angebot von 28.000 Stehplätzen im eigenen Stadion: "Der Sultan von Brunei würde wahrscheinlich nach drei Wochen sagen: Was soll der Scheiß eigentlich? Wir könnten doch viel mehr einnehmen, wenn wir da Sitzplätze draus machen."

Von dpa

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