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BVB-Boss Watzke: Für den Angriff auf den Titel kannst du keine drei 19-Jährige holen

Prominente Neuzugänge

Der Frust über die verpasste Meisterschaft ist verflogen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist nach den Transfers von Mats Hummels, Julian Brandt und Co. wieder im Angriffsmodus.

Dortmund

, 09.07.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Boss Watzke: Für den Angriff auf den Titel kannst du keine drei 19-Jährige holen

Befindet sich im Angriffsmodus: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. © Guido Kirchner

„Wir waren so nah dran an den Bayern wie seit 2012 nicht mehr, das wollen wir in positive Energie umwandeln“, erklärte Borussia Dortmunds Geschäftsführer in einem Interview für das Bundesliga-Sonderheft von „Sport1“.

Watzke: „Wollten Spieler aus der Bundesliga“

Allein die Titelreife, meint Watzke, habe der Mannschaft in der vergangenen Saison gefehlt. „Und damit meine ich nicht das verlorene Revierderby. Titelreife bedeutet für mich, dass man sich ein 3:0 gegen Hoffenheim und eine 2:0-Führung in Bremen nicht mehr nehmen lässt.“

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Aus den Erfahrungen der ersten Saison von Lucien Favre als Trainer der Borussia habe der Klub die richtigen Schlüsse gezogen. Mit den Neuzugängen Thorgan Hazard, Julian Brandt, Nico Schulz und Mats Hummels sei der Plan zur Kaderoptimierung perfekt umgesetzt. „Wir wollten diese Spieler aus der Bundesliga haben, die wissen, was es bedeutet, wenn wir erklären, gegen die Bayern um den Titel mitspielen zu wollen. Darauf musst du deine Transfers ausrichten, dafür kannst du keine drei 19-Jährige holen.“

Watzke hat Respekt vor Leipzig

Für die kommende Saison prognostiziert der BVB-Macher einen Zweikampf mit den Bayern, will aber auch einen Blick in den Rückspiegel werfen. Er habe Respekt vor der sportlichen Performance von RB Leipzig, „da sind erstklassige Leute am Werk. Wir müssen schon aufpassen.“

Mit Sorge hingegen verfolge er die Entwicklung der Traditionsvereine. „Ich habe vor zehn Jahren schon gesagt, dass die Bundesliga einen Weg gehen wird, auf dem die Werksklubs wie Hoffenheim oder Leverkusen viele Traditionsvereine abhängen. Diese Prognose ist eingetroffen.“ Ihm hätte allerdings die Fantasie gefehlt vorauszusehen, „dass Schalke mal gegen den Abstieg spielt und der HSV zweitklassig ist. Wir müssen aufpassen, dass es nicht noch mehr Traditionsvereine erwischt.“

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