BVB-Bubis Giovanni Reyna und Erling Haaland zähmen Gladbachs Fohlen

rnEinzelkritik

Der BVB schlägt nach mühsamer Anfangsphase Gladbach hochverdient mit 3:0. Erst trumpfen die Teenies auf, dann schlägt Torjäger Erling Haaland doppelt zu. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 19.09.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Nach Hüftproblemen rechtzeitig fit und damit gesetzt als Nummer eins. Hätte er im Liegen den Ball nicht geistesgegenwärtig aus dem Weg gewischt, wäre Gladbach nach 31 Minuten in Führung gegangen. Auch gegen den Schuss von Stefan Lainer auf dem Posten (42.). Note: 2,0


Emre Can: Der Nationalspieler wackelte mehrfach, Gladbach stieß über den linken Flügel einige Male gut nach vorne. Seine Vorstöße verpufften ein, zwei Mal, brachten aber auch Gefahr: Aus seiner unpräzisen Flanke entstand das 1:0 (35.), dann fehlte nach einem super Sprint der Abnehmer (48.). Note: 3,5


Mats Hummels: Als Abwehrchef und Kapitän reichlich gefordert mit der Organisation seiner Reihen. Ließ sich von Lainer ausdribbeln (42.), seine Flanke von links segelte ins Aus. Bei den Zweikämpfen anfangs nicht so dominant wie gewohnt, später wieder klasse. Das Einsteigen gegen Marcus Thuram ließ Schiedsrichter Felix Brych gerade noch durchgehen (60.). Note: 2,5

Manuel Akanji: Voll motiviert, aber gegen Lars Stindl einen Tick zu spät, die Gelbe Karte passte zum Foul (14.). Viel am Ball (48 Aktionen zur Pause) und ein absolut sicherer Gesamteindruck stehen in der Beurteilung, der Schweizer setzte den Aufwärtstrend der Vorbereitung fort. Note: 2,5


Thomas Meunier: Bundesliga-Premiere im BVB-Trikot! Durchaus mit Anpassungsproblemen, was die Zeit zur Ballverarbeitung und fürs Passspiel angeht. Musste sich nach Ballverlust unter anderem mit einem Foulspiel gegen Christoph Kramer behelfen (38.), gefiel aber auch mit Übersicht, Zuspielen in die Tiefe und starken Zweikampfwerten. Note: 3,0


Axel Witsel: Mit so viel Jugend vor ihm braucht es auch die Routine von Witsel. Als erste Absicherung hinter den offensiv denkenden Vorderleuten auch taktisch gefragt. Auffällig, dass auch er das Spiel vermehrt mit diagonalen Zuspielen statt mit Querpässen schnell machen wollte. Note: 2,5

Thorgan Hazard: 14 aufmerksame Minuten zu Beginn, dann zwickte es nach einem Sprint hinten rechts im Oberschenkel - schon war Schluss für den Belgier. Für ihn kam Felix Passlack in die Partie. ohne Note


Jude Bellingham: Willkommen in der Bundesliga: Blitzschnell schaltete er vor dem 1:0 um, bediente Giovanni Reyna perfekt (35.). Nach dem Tor im DFB-Pokal sein erster Assist in der Meisterschaft. Zur Pause mit 66 Prozent gewonnener Duelle auch zweikampfstärkster Spieler. Verlor zwar auch einige Bälle übermotiviert, aber nach 66 Minuten zurecht mit Applaus verabschiedet. Note: 2,0


Giovanni Reyna: Startelf? Na klar! Torschütze? Na klar! Großartig, wie er die Situation erfasste, den Lauf in die Tiefe anbot und Bellinghams Zuspiel mustergültig vollendete (35.). Suchte viele Zweikämpfe, auch wenn der Gegner am Ball war. So auch in der 54. Minute: Haaland bot keine Anspielstation, der US-Amerikaner zog mit Tempo in den Strafraum, Bensebaini traf sein Standbein - Strafstoß! Die überragende Passquote von 97 Prozent sagt fast alles aus. Note: 1,5

Jadon Sancho: Ein verkappter Spielmacher, der sich aus der Spitze zurückfallen lässt: Mit viel Laufarbeit und einigen Ideen, wenn auch ohne Fortune bei den Vorstößen und Lattenpech bei einem Kopfball (41.). Den Strafstoß hätte er auch gerne verwandelt, überließ den Ball aber dann doch Erling Haaland (54.) - ebenso beim ideal vorgelegten 3:0 (78.). Guter Start. Note: 2,0


Erling Haaland: Eine Annäherung per Kopfball (21.), dann verhinderte Nico Elvedi per Grätsche den drohenden Einschlag (22.). Mit zunehmender Spieldauer fand er besser in die Partie, brachte sein Tempo gewinnbringend ein. Beim Strafstoß die Ruhe selbst und ganz abgeklärt (54.), beim 3:0 eiskalt vor dem Tor (78.). Note: 1,5


Felix Passlack: 21 Profispiele hat das Eigengewächse vor seinen vielen Leih-Stationen für den BVB absolviert, das letzte datierte vom 19. August 2017! Schickte gleich mal Haaland steil (22.), sammelte über gute kleinere Aktionen Selbstvertrauen. Hätte allerdings das 3:0 erzielen müssen, als er auf der Linie Matthias Ginter statt des Tores traf (56.). Note: 3,0

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