BVB darf weiter auf die Europa League hoffen

1:1 in Hoffenheim

Borussia Dortmunds Hoffnung auf ein Erreichen der Europa League lebt weiter, wenn auch auf etwas kleinerer Flamme. Für das 1:1 (1:1) bei der TSG Hoffenheim musste der BVB Schwerstarbeit verrichten. In einer Partie mit zwei nicht gerade sattelfesten Abwehrreihen war das Remis am Ende leistungsgerecht.

SINSHEIM

, 02.05.2015, 17:34 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB darf weiter auf die Europa League hoffen

Neven Subotic (r.) ist vor Adam Szalai am Ball.

120 Pokalminuten plus ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen steckten Borussia Dortmund in den Knochen, Jürgen  Klopps Rotation fiel aber vier Tage nach dem Halbfinal-Triumph von München dennoch eher gemäßigt aus. Der BVB-Trainer wechselte auf drei Positionen. Er schenkte Innenverteidiger Sokratis eine Pause, für ihn verteidigte Neven Subotic, Sebastian Kehl ersetzte Sven Bender, der zwar mit nach Mannheim geflogen war, aber wegen muskulärer Probleme ebenso nicht im Kader stand wie Marco Reus. Das spülte Henrikh Mkhitaryan wieder ins Team.

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Bundesliga, 31. Spieltag: 1899 Hoffenheim - BVB 1:1 (1:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.
02.05.2015
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Bilder der Partie Hoffenheim gegen Dortmund.© Foto: DeFodi
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Auf müde Dortmunder hatte die TSG wohl gehofft - in puncto Aggressivität war Hoffenheim dem BVB in den ersten 25 Minuten deutlich überlegen. Die Gastgeber gewannen die Mehrzahl der Zweikänpfe, auch die Mehrzahl der zweiten Bälle. Das ließ Dortmund automatisch unter Druck geraten. Dass 1899 im 4-4-2-System mit zwei echten Stürmern (Modeste, Szalai) auflief, beschäftigte den BVB. Szalai war von Subotic nur schwer in den Griff zu bekommen, der bewegliche Modeste forderte von Mats Hummels volle Konzentration.

Langerak muss retten

Aus der gewohnten Grundordnung bekamen Klopps Spieler nur sehr zögerlich Zugriff auf die Heimelf. Mitchell Langerak im Tor musste früh seine Klasse im Eins-gegen-Eins zeigen, als Modeste durchbrach und frei vor ihm auftauchte (4.). BVB-Angriffe sahen zumeist so aus, dass nach Ballgewinn der schnelle Pass in die Spitze beim Gegner landete. So auch bei der bis dahin besten Kontergelegenheit über Mkhitaryan (22.). Hoffenheim war bissiger, spritziger und zielstrebiger.

Die Führung für die Kraichgauer war folgerichtig. Schwegler passte auf Kevin Volland, der Marcel Schmelzer mit einer einfachen Körpertäuschung stehen ließ. Diesmal war der herausstürzende Langerak gegen den platzierten Linksschuss machtlos (32.).

Hummels antwortet

Bei drei Standardsituationen aus dem Halbfeld hatte der BVB zuvor kläglich agiert, dann aber korrigierte die Elf den Rückstand sehr schnell: Ecke Mkhitaryan, Hummels beim Kopfball wacher als der zu passive Bicakcic, als Aufsetzer wurde die Kugel für Oliver Baumann im TSG-Tor unhaltbar (35.). Hoffenheim reklamierte vergeblich das passive Abseits von Pierre-Emerick Aubameyang.

Am Ausgleich hatten die Gastgeber zu knabbern, dem BVB verlieh der Treffer Sicherheit. Als Kagawa leicht den Ball verlor und die Absprache zwischen Langerak und Hummels nicht klappte, hatte Modeste dennoch die Chance zur erneuten Führung für 1899 - Langerak trieb den Franzosen weit nach außen, dessen Schussversuch landete dann am Außennetz (44.).

Blaszczykowski mit Muskelverletzung

Kurz zuvor musste Klopp schon erstmals wechseln. Jakub Blaszykowski musste mit einer Muskelverletzung runter, Kevin Kampl ersetzte ihn. Wie es gehen kann, zeigte der BVB direkt nach Wiederanpfiff. Der sehr unauffällige Gündogan bediente außen Mkhitaryan, dessen direkte Hereingabe spitzelte Kagawa mit langem Bein neben das Hoffenheimer Tor (47.).

Weil endlich auch der BVB dagegen hielt, nahmen Tempo, Biss und Energie in dieser Partie endlich deutlich zu. Der Führungstreffer des VfB Stuttgart auf Schalke war eine zusätzliche Motivationsspritze: Aubameyang nach tollem Pass von Kagawa wurde im Alleingang auf das Hoffenheimer Tor spät, aber fair gebremst, im Gegenzug verschaffte Erik Durms arg lässiger Rückpass Modeste aus spitzem Winkel eine Einschusschance (57.). Dann behauptete sich Modeste nach einem langen Ball im Luftkampf gegen Langerak, der klärte in höchster Not zur Ecke (60.). Und Firmino traf nach einer Ecke per Kopf nur die Latte (62.).

Drei Ecken in Serie

Hoffenheim spielte auf Sieg, das verschaffte Dortmund viel Raum zum Kontern. Das Spiel hatte nun Rasse und Klasse. Und es gab hüben wie drüben weitere Chancen. Aubameyang aber verzog nach Befreiungsschlag gegen den auf der Linie klebenden Baumann knapp (64.), Kagawa zögerte mit dem Abschluss zu lange (67.). Dann verzog Modeste (69.). Dass Klopp Ciro Immobile für Shinji Kagawa brachte zeigte, dass auch der BVB sich mit diesem einen Punkt nicht zufrieden geben wollte.

Hoffenheims Drangphase mit drei Ecken in Serie überstand Dortmund dann auch mit ein wenig Glück unbeschadet. Beim Konter über Aubameyang, Immobile und Kampl wollte der BVB den Ball nicht zum ersten Mal bis ins Tor tragen, anstatt früher und zielstrebiger abzuschließen. Zwei Chancen hatte die Borussia am Ende noch: Aubameyang bediente Immobile, Baumann klärte mit dem Fuß (87.). Auch Gündogans Schussversuch wurde abgeblockt (89.). So richtig half das Resultat am Ende beiden nicht weiter.

 

 

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