BVB droht Ausfall von Meunier: Vier Kandidaten für die rechte Seite

Borussia Dortmund

Thomas Meunier fällt für die Partie gegen Lazio Rom wohl verletzt aus. Das bringt für Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre einige Probleme mit sich.

Dortmund

, 30.11.2020, 19:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Profi Meunier droht länger auszufallen.

BVB-Profi Meunier droht länger auszufallen. © picture alliance/dpa

Nur kurz ließ sich Thomas Meunier am Sonntag am Trainingszentrum der Dortmunder Borussia blicken und düste danach ins Krankenhaus zu weiteren Untersuchungen seiner maladen Wade. Welche Ergebnisse diese brachten, behielt der BVB auch am Montag für sich. Die Anzeichen aber verdichten sich, dass Meunier das letzte Heimspiel der Gruppe F in der Champions Leage gegen Lazio Rom verpassen wird. Die Pause könnte sogar weit darüber hinaus gehen.

Meunier genießt beim BVB das Vertrauen von Favre

Der Ausfall des Vielspielers trifft Lucien Favre unvorbereitet. Als der Trainer vor dem Heimspiel gegen Köln, über das auch Ruhr24.de berichtet, darüber sprach, dass Rotation weiter geboten und notwendig sei, es aber gleichwohl „ein paar Spieler“ geben könnte, die bis Weihnachten dennoch fast alle Spiele bestreiten müssten, da dachte Favre wohl auch an Meunier. Der 29-Jährige stand in allen 15 Pflichtspielen auf dem Platz, von den 1350 möglichen Einsatzminuten verpasste er gerade mal 160. Meunier genießt das Vertrauen seines Trainers, weil er in beiden von Favre präferierten Defensiv-Systemen zurechtkommt. Auch gegen aufkommende Kritik am ehemaligen Paris-Spieler setzte Favre bislang konsequent auf Thomas Meunier, der deutlich mehr Defensivtreue bietet als sein Vorgänger Achraf Hakimi.

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Auch wenn der Dortmunder Kader Favre einige Alternativen an die Hand gibt, bereitet Meuniers Ausfall dem 63-Jährigen Kopfzerbrechen. Für die rechte Außenbahn gibt es nominell zwei logische Alternativen.

Piszczek und Morey können beim BVB Meunier ersetzen

Lukasz Piszczek stünde für Erfahrung mit seinen 456 Pflichtspielen als Profi bei seinen zwei deutschen Klubs Hertha BSC und BVB. Mateu Morey war einst als sein Nachfolger auserkoren. Der 20-Jährige wurde in der Nachwuchsschmiede des FC Barcelona ausgebildet, beim BVB aber hat er in 18 Monaten aus unterschiedlichsten Gründen noch nicht gezündet und wurde immer wieder vom Verletzungspech eingeholt.

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Favres Problem: Beide Kandidaten sind nicht im Rhythmus. Morey bremste ein Muskelfaserriss im letzten Drittel der Saisonvorbereitung für fünf Wochen aus, er ist erst seit Mitte Oktober wieder im vollen Training und kommt bislang nur auf 33 Spielminuten, verteilt auf drei Partien. Auch Piszczek schlug sich mit kleineren Verletzungen herum. Resultat: Nur 38 Einsatzminuten in der Bundesliga, 33 im Pokal, 65 in der Champions League. Nicht gerade üppig und in beiden Fällen kein Bewerbungsschreiben für eine Startelf-Nominierung.

Meunier verletzt: BVB-Coach Favre könnte improvisieren

Aber Favre könnte improvisieren. Beim 1:3 in Rom ließ er im 3-4-2-1 agieren, das könnte auch am Mittwoch das taktische Mittel der Wahl sein. Emre Can würde dann den rechten Verteidiger in der Dreierkette geben. Auf der Außenbahn wäre Felix Passlack eine Alternative mit Spielpraxis. Voraussetzung dafür allerdings: Raphael Guerreiro müsste links wieder einsatzfähig sein. Auch in einer Viererkette wären Can und Passlack auf der rechten Seite die möglichen Alternativen.

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