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BVB empfängt den 1. FC Köln - Pause für Erling Haaland?

Borussia Dortmund

Erling Haaland ist unverzichtbar für Borussia Dortmund. Sein Trainer aber grübelt über den richtigen Zeitpunkt, auch ihm mal eine Pause zu geben. Ist Köln ein Gegner dafür?

Dortmund

, 28.11.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Coach Lucien Favre umarmt seinen Stürmer Erling Haaland.

BVB-Coach Lucien Favre umarmt seinen Stürmer Erling Haaland. © picture alliance/dpa

Nach seiner Auswechslung im Spiel gegen Brügge flüchtete sich Erling Haaland mit einem Schmunzeln im Gesicht in Sarkasmus. Er müsse, meinte der zweifache Torschütze an diesem Abend, seine Treffer künftig wohl noch schneller erzielen, der Trainer wechsle ihn schließlich ja immer früher aus. Neun Minuten vor dem Ende verließ der Norweger das Feld, am Samstag vergangener Woche in Berlin waren es fünf Minuten, die er eher duschen durfte. Haaland hatte eine besorgniserregende Tendenz erkannt.

Der BVB auch gegen Köln muss rotieren

In der Tat treibt Lucien Favre die Frage um, wie er dem Spieler in seiner Mannschaft, auf den er derzeit wohl am wenigsten verzichten kann, dennoch die notwendigen Erholungspausen geben kann. Das Programm bis Weihnachten bleibt mit Spielen im Drei-Tages-Rhythmus straff, über die Feiertage dürfen die Spieler nur zwei Tage lang die Füße hochlegen, ehe die Hatz weitergeht. Ganz fern am Horizont droht ein Szenario, in dem sich im Frühjahr wichtige Leistungsträger mental und körperlich in einem Tief befinden. Dem gilt es vorzubeugen.

Favre hat das bislang vorzüglich hinbekommen – mit wenigen Ausnahmen, zu denen neben Haaland vor allem die Defensivspieler Mats Hummels und Manuel Akaknji zählen, bekamen auch die absoluten Stammspieler ihre Pausen. Heute im Westduell mit dem 1. FC Köln (15.30 Uhr, live bei Sky) aber wird Favre auf Haaland wohl dennoch nicht verzichten. Vier Tage Erholung nach dem 3:0 gegen Brügge in der Königsklasse seien „okay“, hat der Schweizer Trainer am Donnerstag erklärt und auch gleich die Formel preisgegeben, nach der er bei Haaland verfahren will: „Pause? So spät wie möglich!“ Dass das Favres Naturell grob widerspricht, zeigt das kleine Dilemma, in dem Dortmunds Coach steckt.

BVB-Gegner Köln ist nicht gut drauf

Gäbe es den FC Schalke 04 nicht - die Bundesliga würde sich wohl viel intensiver mit der Sieglosserie des Tabellen-17. aus Köln befassen, der mit der Bürde von 18 nicht gewonnenen Pflichtspielen in Serie die 100 Kilometer Anreise in Angriff nimmt. Für Favre ist das aber „nur eine Statistik“. Auch diese Partie werde „sehr schwer“, sagt der 63-Jährige, führt das 1:2 der Domstädter gegen die Bayern („Da haben sie unverdient verloren!“) ins Feld und empfiehlt den staunenden Journalisten, sich „nicht nur die Highlights der Kölner Spiele“ anzuschauen. Er selbst hat gleich 360 Minuten Köln-Fußball im Kopf. Seine Analyse soll die Spieler dazu bringen, die vermeintliche Pflichtaufgabe ähnlich konzentriert anzugehen wie die letzten Partien. Kein Tor kassieren, im Idealfall mehrere schießen: Der Plan steht.

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Auch heute wird Favre seine Startelf auf mehreren Positionen verändern. „Intelligent“ müsse man die Belastungen verteilen. Die Pause für Haaland, siehe oben, aber wird es dennoch erst später geben.

Voraussichtliche Aufstellung: So könnte der BVB gegen Köln spielen

Bürki - Meunier, Akanji, Hummels, Schulz - Can, Witsel - Sancho, Reus, Brandt - Haaland

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