BVB empfängt Schalke: Fragezeichen im Tor, Entspannung in der Abwehr

Revierderby

Borussia Dortmund trifft am Wochenende im Revierderby auf den FC Schalke 04. Vor dem Spiel lässt BVB-Trainer Lucien Favre die Torwartfrage offen. Entspannung zeichnet sich in der Abwehr ab.

Dortmund

, 22.10.2020, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lucien Favre lässt in der Pressekonferenz vor dem Revierderby die Torhüterfrage erneut offen. Damit schafft Borussia Dortmunds Trainer eine unnötige Baustelle. Generell verbessert sich die Personallage, nicht nur Manuel Akanji kehrt zurück.

BVB-Torwartfrage: Favre weicht einer Entscheidung aus

Schon nach den Partien in Hoffenheim und dann auch in Rom durfte man über die Gründe rätseln, warum Borussia Dortmunds Nummer 1 in diesen beiden Partien nur auf der Bank saß. 180 Minuten hintereinander war Roman Bürki einsatzbereit, im Tor stand aber Marwin Hitz. Mit Nachdruck verwies Lucien Favre in Rom darauf, die Entscheidung pro Hitz doch in Sinsheim erklärt zu haben. Dort aber hatte der Schweizer Trainer auch eher diffus geantwortet auf die Frage nach den Gründen, warum Bürki zwei Wochen nach einem überstandenen Infekt nur auf der Bank saß.

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Dass sich Favre auch am Donnerstag nur vage äußerte, von fehlender Frische sprach, Bürki aber zumindest öffentlich auch keine Einsatzgarantie für das Revierderby am Samstag gegen den FC Schalke 04 (18.30 Uhr/live im TV) aussprechen wollte, gibt dem Thema nun endgültig eine größere Bedeutung, als sich der BVB das eigentlich leisten könnte nach der enttäuschenden Vorstellung in Rom. Favre hat sich eine Baustelle geschaffen, wo eigentlich kein Mangel war. Denn zum Liga-Start gegen Gladbach hielt Bürki gut, in Augsburg konnte man ihm am FCA-Treffer nach dem Freistoß von Daniel Caligiuri allenfalls eine Mitschuld geben.

Revierderby: Entspannung in der BVB-Abwehr

Bürkis Situation ist nur eine von mehreren Personalien, die vor dem Derby, über das auch die Kollegen von Ruhr24.de berichten, mit Fragezeichen zu versehen sind. Und viel lieber redete Favre dann auch über die sich entspannende Personalsituation. Er bestätigte, dass Manuel Akanji nach überstandener Corona-Infektion in den Kader (und wohl auch in die Startelf) zurückkehren wird, auch Thorgan Hazard und Emre Can stehen ihm wieder zur Verfügung.

Favre wird personell reagieren und die Belastung verteilen angesichts des folgenden wichtigen Heimspiels in der Champions League gegen Zenit am kommenden Mittwoch, er muss aber auch reagieren auf die Nicht-Leistung von Rom, in der sich etliche Spieler für eine Denkpause empfohlen haben. Das nachlässige Verteidigungsverhalten und der fehlende Biss nach Balleroberung stießen auch Sportdirektor Michael Zorc sauer auf. „Den Mindestabstand“, kommentierte er sarkastisch, „haben wir da auf jeden Fall mehr als eingehalten.“

BVB-Spotdirektor Michael Zorc fordert eine Reaktion im Revierderby

Die Frage nach Einstellung und Mentalität treibt Borussia Dortmund auch nach den bislang wenigen Spielen der neuen Saison schon wieder um. Zorc forderte sehr direkt („Was wir brauchen, ist eine Reaktion auf Dienstag“) ein anderes Gesicht der Mannschaft und einen anderen Auftritt, das Rätsel zu den Ursachen der immer wiederkehrenden Schwankungen aber bleibt ungelöst.

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Favres Erklärungsansatz („Das darf nicht passieren, aber es kann mal passieren“) war so wenig griffig wie seine Beweggründe für die Torwart-Rotation, immerhin in einem Punkt aber legte sich der Trainer aber ausnahmsweise mal sehr deutlich fest: „Wir müssen am Samstag gewinnen, wir werden gewinnen.“ Dass es schwer werden würde gegen den Tabellen-17., mochte er allerdings nicht unerwähnt lassen.

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