BVB erfüllt seine Pflicht - Bayern straucheln

2:0 in Darmstadt

Einen Schönheitspreis gab es nicht zu gewinnen am Böllenfalltor. Unterm Strich erledigte Borussia Dortmund das Pflichtprogramm beim SV Darmstadt 98 am Mittwochabend aber souverän. Weil die Bayern überraschend gegen Mainz ausrutschten, steigt nach dem 2:0 (1:0) nun am Samstag tatsächlich ein echtes Topspiel im Signal Iduna Park.

DARMSTADT

, 02.03.2016, 21:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die #BVB-Spieler feiern den Sieg beim @sv98 mit den Fans. #D98BVBpic.twitter.com/r9EtJoy6ub

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Der Vorsprung der Bayern beträgt nach dem 1:2 gegen Mainz noch fünf Punkte - bei einem BVB-Sieg am Samstag wären es nur noch zwei Zähler.

Den ehemaligen Partykeller im Stadion haben sie in Darmstadt kurzerhand zum Presseraum umfunktioniert - und direkt nebenan zeigt das Schild "Gästekabine", das sich hinter dieser Tür demnächst dann Mats Hummels und Co. umziehen werden. Der Blick ins Innere bleibt versperrt, doch man kann sich die Holzbänke bildlich vorstellen.

Baufällige "Arena"

Auch das ist Darmstadt 98: Durch die normalen Zuschauereingänge bahnen sich rund zwei Stunden vor dem Anpfiff die Spieler der "Lilien" einer nach dem anderen den Weg ins Innere. Geparkt haben sie auf einem der Parkplätze vor dem Stadion. Anstoß um Acht, Treffen dann um 18.15 Uhr, so ähnlich könnte die Ansprache von Trainer Dirk Schuster geendet haben. Da mutet der große Mannschaftsbus des BVB, der kurze Zeit später im Innenraum wenden muss, doch schon reichlich exotisch an.

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Bundesliga, 24. Spieltag: SV Darmstadt 98 - BVB 0:2 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem SV Darmstadt 98 und Borussia Dortmund.
02.03.2016
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Bilder der Partie Darmstadt gegen Dortmund.© Foto: DeFodi
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Bilder der Partie Darmstadt gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Impressionen vom Böllenfalltor in Darmstadt

Der BVB zu Gast beim SV Darmstadt 98 - Impressionen vom Böllenfalltor.
02.03.2016
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Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: dpa
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: dpa
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
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Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
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Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger
Impressionen vom Darmstädter Böllenfalltor.© Foto: Groeger

Wie stolz man in Südhessen ist, bei den "Großen" mitspielen zu dürfen, das merkt man an jeder Ecke der baufälligen "Arena" am Böllenfalltor. So rasant, wie der sportliche Erfolg den SV Darmstadt in die Bundesliga spülte, konnte das Umfeld gar nicht mitwachsen.

Großes Dressur-Dreieck

Das Mitspielen bei den Großen gelingt den Lilien auch gegen den BVB ganz ordentlich. Der Rasen erinnert an ein großes Dressur-Dreieck, wo man den Sand mit grüner Farbe übertüncht hat, und dieser Boden soll natürlich ein Vorteil für die Heimelf sein, die hier sogar des Öfteren trainiert, weil es der einzige Platz am Gelände ist, der eine Rasenheizung besitzt.

BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte reagiert auf die besonderen Anforderungen für seine Kicker. Er ließ Marco Reus ganz zu Hause, im Tor stand erstmals in einem Liga-Spiel in dieser Saison Roman Weidenfeller. Roman Bürki hatte sich einen Infekt eingefangen. Insgesamt veränderte Tuchel im Vergleich zum Sieg gegen Hoffenheim gleich acht Positionen. Sein Bundesliga-Debüt feierte der junge Felix Passlack.

Extrem offensive Formation

Schon im Hinspiel hatte sich der BVB schwer getan gegen die Sechserkette, die Darmstadt im Rückwärtsgang vor dem eigenen Tor aufbaute. Tuchel reagierte darauf diesmal bei Ballbesitz mit einer extrem offensiven Formation. Teilweise besetzten vier oder sogar fünf Spieler in Schwarzgelb die vorderste Offensiv-Linie. Ein Durchkommen gab es aber zunächst nicht. Darmstadt setzte seinerseits voll auf die Sprintstärke seiner Offensivspieler Heller, Vrancic und Wagner, die immer wieder mit langen Bällen gesucht wurden.

Adrian Ramos bot sich aus dem Gewühl so etwas wie eine halbe Chance, dass da schon 26 Minuten gespielt waren, zeigte, dass die Fußballkost auf schwerem Geläuf auch schwer verdaulich war. Das blieb so bis zur 36. Minute, als Ginter Sandro Wagner schießen ließ - der Ball ging knapp vorbei.

Ramos staubt ab

Aus seiner ersten echten Chance machte dann aber die Borussia das Tor: Castro bediente Aubameyang, dessen Kopfball mit leichter Handunterstützung parierte Mathenia vor die Füße von Adrian Ramos, der mit links vollendete (38.). Castro ermöglichte Gündogan dann frei vor Mathenia die nächste dicke Chance, der Darmstädter aber wehrte klasse ab (44.).

Ein 2:0 hätte Ruhe schon zur Pause gebracht, dass Aubameyang nach Ramos-Vorarbeit den Ball vor dem leeren Tor dann verstolperte, hielt die Spannung unnötig aufrecht (52.). Gut, dass Durm es aus dem Gewühl heraus besser machte - 2:0 (53.).

Aubameyang verpasst den dritten Treffer

Als Wagner Vrancic bediente und der aus fünf Metern in Bedrängnis den Ball über das Tor drosch, musste der BVB kurz tief durchatmen (61.). Danach aber waren die Schwarzgelben Herr der Lage. Aubameyang verpasste noch das 3:0 (71.), es war am Ende ein unspektakulärer, aber verdienter Erfolg.

 

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