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BVB erwartet harte Arbeit gegen Hertha BSC - die mögliche Aufstellung

Borussia Dortmund

Die Glücksgefühle nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League sollen Borussia Dortmund auch in der Bundesliga beflügeln. Gegen Hertha BSC ist harte BVB-Arbeit gefordert.

Dortmund

, 12.03.2021, 19:27 Uhr / Lesedauer: 3 min
Sollen den BVB auch gegen Hertha BSC zum Sieg schießen: Marco Reus (hinten) und Erling Haaland.

Sollen den BVB auch gegen Hertha BSC zum Sieg schießen: Marco Reus (hinten) und Erling Haaland. © imago / Uwe Kraft

Zwei Dinge, forderte Michael Zorc am Mittwoch nach einem Abend der Glückseligkeit mit dem erstmaligen Einzug von Borussia Dortmund ins Viertelfinale der Champions League seit vier Jahren, müssten die Spieler nun mit in die kommenden und sehr wichtigen Aufgaben in der Bundesliga mitnehmen: Selbstvertrauen, und der vielleicht noch wichtigere Punkt, „wir müssen das Spiel gegen Sevilla sofort zur Seite legen.“

BVB-Trainer Terzic sieht die Bundesliga als Qualifikation für die Highlight-Spiele

In der Konstellation mit dem Duell gegen die Berliner Hertha am Samstag (18.30 Uhr, live bei Sky) lauern durchaus einige Gefahren für den BVB. Die vergangenen beiden Englischen Wochen boten jeweils packende K.o.-Duelle in der Woche. Beide beendete die Borussia erfolgreich. Es waren emotionale Ausnahmesituationen, mit viel Adrenalin, das sich seinen Weg bahnte, und jeder Menge Glücksgefühle. Berlin hingegen, das ist (grauer) Alltag. Der Sechste gegen den Tabellen-15. Es riecht eher nach Arbeit statt nach Champagner-Fußball. Da kann es schon mal schwer fallen, sich in gleicher Intensität zu motivieren.


Trainer Edin Terzic erkennt die Gefahr, glaubt jedoch den Ansatz gefunden zu haben, um seiner Elf die Dringlichkeit einer hoch konzentrierten Arbeit auch nach dem emotionalen Highlight Sevilla nahezubringen. „Sevilla“, meint der 38-Jährige, „ging eine erfolgreiche Gruppenphase voraus. Und vor der Gruppenphase standen 34 Bundesliga-Spieltage. Diese Spiele sind die Qualifikation für die Highlight-Spiele. Sie müssen wir nutzen.“

BVB-Aufholjagd in der Bundesliga ist kein Selbstläufer

In der Theorie klingt das simpel. Wie leicht die Umsetzung fällt, hat Borussia Dortmund selbst in der Hand. Erstaunlich ist, dass sich eins der lange schlechtesten Heimteams der Pandemie im Jahr 2021 in dieser Statistik gemausert hat. Auch keins der sechs weiteren Heimspiele seit dem 2:0 gegen den VfL Wolfsburg am 3. Januar hat Dortmund verloren. Allerdings, und das ist auch ein Teil der Wahrheit, tat sich der BVB vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner (Hoffenheim/2:2, Mainz/1:1) schwer und schenkte jeweils unnötig Punkte her.

Das, und schon neun Niederlagen nach 24 Saisonspielen führen zu einer durchaus brisanten tabellarischen Lage. „Wir sind“, sagt auch Sportdirektor Michael Zorc, „in der Bundesliga weiter in der Pflicht.“ Vier Punkte gilt es aufzuholen, das ist alles machbar, aber kein Selbstläufer.

Der BVB will die Euphorie aus den K.o.-Spielen mitnehmen

Terzic schob am Donnerstag die jüngste Niederlage in der Liga (2:4 in München) und die Tatsache, dass es auch gegen Sevilla ja nicht zum Sieg gereicht hatte, gleich mal komplett beiseite, als er meinte: „Wir wollen unseren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen.“ Der Fahrplan zum wichtigen Dreier: Dortmund will die Euphorie aus dem Erreichen der nächsten Runden im DFB-Pokal und in der Champions League mitnehmen.

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Terzic wäre aber gut beraten, wenn er die erkennbaren Probleme in beiden Partien nicht unter den Tisch fallen lassen würde. Dass es dem BVB sowohl in München (ab der 25. Minute) und über weite Strecken des Spiels am Dienstag schwer fiel, konstruktive Lösungen gegen den Dauerdruck des Gegners zu finden, war ein überraschendes Phänomen.

BVB-Passquote deutlich unterhalb des Normbereichs

Die Ursache ist leicht zu finden: In beiden Partien landete Dortmund bei der Passquote am Ende unterhalb des Normbereichs (80 Prozent). Das kennt man allerdings nicht von dieser Mannschaft, und die Gründe dafür sind rätselhaft.

Am Freitag und auch beim „Anschwitzen“ am Samstagvormittag wolle er „ganz genau hinschauen“, so Terzic. Auch das Gespräch mit hoch belasteten Spielern will der 38-Jährige suchen, „um dann die bestmögliche Aufstellung zu finden.“ Rotationen auch im größeren Stil sind nicht ausgeschlossen, allerdings gaben die vier Tage Pause seit Sevilla eigentlich genügend Zeit zur Regeneration.

Wenig Entspannung beim BVB-Personal

Eine Besserung der angespannten Personallage ist ohnehin nur marginal eingetreten. Giovanni Reyna dürfte in den Kader zurückkehren, bei Raphael Guerreiro ist dies unwahrscheinlich. Manuel Akanji wird ebenso noch fehlen, mit Jadon Sancho rechnet der BVB erst wieder nach der kommenden Länderspiel-Phase Ende März.


So könnte der BVB gegen Hertha BSC spielen: Hitz - Morey, Hummels, Zagadou, Schulz - Bellingham, Dahoud, Delaney - Reus, Hazard - Haaland

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