BVB erwartet Hitzeschlacht in Bad Ragaz – nicht die erste

Borussia Dortmund

Es ist heiß, fast schon zu heiß. Doch Borussia Dortmund kennt sich aus mit Hitzeschlachten. Und die von 1949 war eine, die den Namen wirklich verdient hat.

Dortmund

, 07.08.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die BVB-Profis Raphael Guerreiro (l.) und Emre Can verschaffen sich eine Abkühlung.

Die BVB-Profis Raphael Guerreiro (l.) und Emre Can verschaffen sich eine Abkühlung. © Kirchner-Media

Die Temperaturen in Deutschland, sie sind aktuell fast kaum zu ertragen. Vor allem für diejenigen, die einer körperlichen Tätigkeit nachgehen müssen. Die Ventilatoren laufen daher auf Hochbetrieb, genau wie die Vorbereitung von Borussia Dortmund auf die neue Saison.

BVB erwartet auch in Bad Ragaz eine Hitzewelle

Während im Ruhrpott am Wochenende der wärmste Tag des Jahres bevorsteht, erwartet die Truppe von Lucien Favre im Schweizer Trainingslager von Bad Ragaz fast perfektes Wetter. Doch auch dort klettern die Werte pünktlich zum ersten Testspiel der Vorbereitung am kommenden Mittwoch gegen den SCR Altach über die 30-Grad-Marke.

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Die Partie hat aber nur eine sehr geringe sportliche Bedeutung, ganz im Gegenteil zu der vom 10. Juli 1949. Die neugegründete Bundesrepublik ist nur wenige Wochen alt, als der BVB das erste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft erreicht. Der Wiener Trainer Edy Havliczek hat sein Team ins Finale gegen den VfR Mannheim geführt. Satte 92.000 Zuschauer sind im Stuttgarter Neckarstadion mit dabei, als eine wahre Hitzeschlacht geschlagen wird. Denn als ob die gleißenden Sonnenstrahlen nicht schon für 90 Minuten ausreichen, geht die Partie auch noch in die Verlängerung.

Dortmunder Hitzeschlacht von 1949 zog sich in die Länge

Über gut 2,5 Stunden zieht sich so die Begegnung, hinzukommen gleich mehrere Verletzungen auf Dortmunder Seite. Max Michallek hat Schmerzen am Fuß und spielt humpelnd mit einem Schuh, um den Platz nicht ganz verlassen zu müssen. Erich Schanko verliert bei einem beinharten Zweikampf gleich vier Zähne und BVB-Legende Adi Preißler spielt mit einem stark lädierten Knie. Das Reglement erlaubt Auswechslungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das Trio beißt sich bis zum bitteren Ende durch.

Die Borussen gehen durch die Treffer von Herbert Erdmann zum 1:0 (5.) und 2:1 (82.) sogar zwei Mal in Führung, aber es fehlt einfach die Puste. Die Schwarzgelben verlieren mit 2:3 und müssen sich mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Trotzdem wird der Mannschaft in der Heimat von gut 200.000 Menschen ein heldenhafter Empfang bereitet. Wie warm es an diesem Tag war, ist leider nicht übermittelt.

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