BVB gegen Brügge: Favre hat in der Champions League die Qual der Wahl

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund kann in der Champions League einen entscheidenden Schritt in Richtung Achtelfinale gehen. BVB-Trainer Lucien Favre will weiter rotieren. Personell hat er die Qual der Wahl.

Dortmund

, 24.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Lucien Favre (l.) hat personell die Qual der Wahl.

BVB-Trainer Lucien Favre (l.) hat personell die Qual der Wahl. © dpa

Lucien Favre wollte erst gar keine Zweifel aufkommen lassen. „Nein, wir müssen top konzentriert und vorbereitet sein“, sagte der BVB-Trainer vor dem Champions-League-Auftritt seiner Mannschaft gegen Club Brügge am Dienstagabend (21 Uhr, live bei DAZN) auf die Frage, ob denn die Gefahr bestünde, dass der kommende Gegner nach dem 3:0-Sieg in Brügge vor drei Wochen vielleicht auf die leichte Schulter genommen werde.

Der BVB sollte gegen Brügge bis in die Haarspitzen motiviert sein

Das Ergebnis im Jan-Breydel-Stadion sei zwar eindeutig gewesen, meinte Favre, aber es gehöre zur Wahrheit dazu, dass Brügge mehrere gefährlichere Aktionen und Torchancen gehabt habe. „Sie sind eine sehr gute Mannschaft.“ An Favres grundsätzlicher Einschätzung des belgischen Meisters hat sich durch Borussia Dortmunds Auswärtssieg in Brügge nichts geändert.

Unabhängig von der Qualität des Gegners, der sicherlich als klarer Außenseiter nach Dortmund reist, sollte der BVB allein durch die Konstellation in Gruppe F vor dem vierten Spieltag in der Champions League bis in die Haarspitzen motiviert sein. Im Falle eines Sieges würden die Schwarzgelben den Vorsprung auf Platz drei in der Gruppe auf fünf Punkte vergrößern - und bräuchten danach aus den letzten beiden Gruppenspielen gegen Lazio Rom (2. Dezember) und bei Zenit St. Petersburg (8. Dezember) wohl nur noch einen Punkt, um das Ticket für das Achtelfinale der Königsklasse endgültig zu sichern.

Gruppensieg hätte für den BVB zwei entscheidende Vorteile

Darüber hinaus besteht für den BVB sogar die Chance, mit zwei Heimsiegen gegen Brügge und Rom vorzeitig Gruppensieger zu werden. Das brächte gleich zwei entscheidende Vorteile mit sich: Erstens würde sich die Chance auf eine lösbare(re) Aufgabe in der Runde der letzten 16 Mannschaften erhöhen, und zweitens käme der undankbaren Dienstreise in den russischen Winter nach St. Petersburg in zwei Wochen keinerlei sportliche Bedeutung mehr zu.

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Das ist freilich alles noch Zukunftsmusik, auch wenn sie der eine oder andere beim BVB sicherlich schon mal vorsichtig abgespielt hat. Verteidiger Manuel Akanji formuliert es so: „Wir sind nicht so gut gestartet in die Champions League, aber wir haben uns gut gefangen. Das müssen wir fortsetzen. Es ist ein wichtiges Spiel zu Hause gegen Brügge. Die drei Punkte wären sehr wichtig und würden uns in eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Gruppenspiele bringen.“

BVB-Trainer Favre hat personell die Qual der Wahl

Zumindest personell steht dem nichts im Wege. Favre hat bei seiner Aufstellung die Qual der Wahl. Bis auf Marcel Schmelzer, Dan-Axel Zagadou und und Thomas Delaney, hinter dessen Einsatzbereitschaft wegen einer Prellung noch ein Fragezeichen steht, kann der 63-jährige Schweizer aus dem Vollen schöpfen.

Beim 5:2-Sieg in Berlin am vergangenen Samstag habe sich niemand verletzt, erklärte Favre, der erneut einige Positionen in seiner Startelf verändern dürfte. „Wir werden weiter rotieren, es ist nötig“, sagte er mit Blick auf noch neun ausstehende Partien bis Weihnachten. „Es ist eigentlich nicht möglich für die Spieler, diese Spiele alle zu absolvieren. Zumindest wird es schwer. Vielleicht werden drei oder vier Spieler trotzdem alle Spiele machen müssen. Vorne haben wir viele Möglichkeiten, egal in welchem System wir spielen. Wir werden weiter rotieren.“

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