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BVB gegen Schalke: Geisterspiel wegen Coronavirus - Rheinderby ebenfalls ohne Fans

Revierderby

Das Revierderby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 wird zum Geisterspiel. Das ist bereits bei einem anderen Bundesliga-Spiel der Fall.

Dortmund

, 08.03.2020, 16:56 Uhr / Lesedauer: 4 min
Das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke könnte am Samstag vor einer leeren Südtribüne stattfinden.

Das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke könnte am Samstag vor einer leeren Südtribüne stattfinden. © picture alliance / Ina Fassbende

Update, 11.32 Uhr: Jetzt herrscht Gewissheit. Auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 wird als Geisterspiel ausgetragen.


Update, 10. März, 11.01 Uhr:
Die Zeichen verdichten sich, dass das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 als Geisterspiel ausgetragen wird. Beim Rheinderby ist das offensichtlich bereits der Fall.

Wie die Funke-Mediengruppe berichtet, hat die Stadt Mönchengladbach das Geisterspiel bestätigt. „Ich kann das nicht dementieren“, sagte demnach Stadtsprecher Dirk Rütten auf Nachfrage.

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Was das genau für das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und den FC Schalke 04 bedeutet, ist noch nicht klar. Das soll im Laufe des Tages geklärt werden. Alle Infos gibt‘s auf unserer Seite.

BVB gegen Schalke: Geisterspiel wegen Coronavirus droht – DFL trifft eine Entscheidung


Update, 16.56 Uhr:
Die drohenden Geisterspiele werden wohl keine größeren finanziellen Auswirkungen auf die Borussia Dortmund KGaA haben, teilt der BVB mit.

„Kurzfristig können durch Geisterspiele negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern in einer Größenordnung zwischen 2,5 und 3,0 Millionen Euro pro betroffenem Spieltag entstehen“, heißt es in der Mitteilung.

Aktuell stehe der BVB mit DFL und der UEFA wegen der bevorstehenden Spieltagen in Kontakt.


Update, 16.43 Uhr:
Die DFL hat sich im Laufe des Tages ebenfalls mit möglichen Geisterspielen in der Bundesliga auseinandergesetzt – und auch einen Entschluss gefasst, der unter anderem das Revierderby Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 betrifft.

„Sollte es keine anderslautenden Verordnungen der Behörden vor Ort geben, dann werden die Begegnungen des kommenden 26. Spieltags in beiden Ligen ausgetragen“, heißt es in einer Pressemitteilung der DFL anlässlich der drohenden Geisterspiele wegen des Coronavirus.

Das DFL-Präsidium habe zudem beschlossen, dass Spiele, „die aufgrund von Entscheidungen örtlicher Behörden zum Beispiel nur mit einer bestimmten Anzahl an Personen im Stadion stattfinden dürfen, am 26. Spieltag unter Umsetzung der jeweiligen Verordnungen ausgetragen werden.“

Mit einer Entscheidung, ob das Revierderby zu einem Geisterspiel wird, ist vor Dienstagmittag nicht zu rechnen, denn erst am Montagabend tagen die Krisenstäbe des Landes NRW in Düsseldorf und am Dienstag dann die Behörden in Dormtund. Erst danach weiß der BVB, wie er reagieren muss.

BVB gegen Schalke vielleicht ohne Zuschauer – Geisterspiel wegen Coronavirus droht


Update, 14.05 Uhr:
Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein. „Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei „Bild live“, schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

Update, 12.48 Uhr
: Borussia Dortmund hat noch keine offizielle Bestätigung, ob das Revierderby gegen den FC Schalke als Geisterspiel stattfinden wird. Das teilte der BVB am Montag mit.

„Bezüglich des Revierderbys am kommenden Samstag gegen den FC Schalke 04 rechnen wir spätestens am morgigen Dienstag mit einer verbindlichen Entscheidung der zuständigen Behörden“, heißt es auf der Seite des BVB.

BVB gegen Schalke vielleicht ohne Zuschauer – Geisterspiel wegen Coronavirus droht


Update, 11.59 Uhr:
Jetzt ist es offiziell. Das Spiel Paris Saint-Germain gegen Borussia Dortmund, zu dem auch viele BVB-Fans reisen wollten, wird ohne Zuschauer stattfinden. Derweil droht dem BVB auch ein Geisterspiel wegen des Coronavirus im Revierderby gegen den FC Schalke 04.


Update, 10.38 Uhr:
Auch das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und dem BVB droht ein Geisterspiel zu werden. Frankreich hat wegen der Coronavirus-Epidemie inzwischen alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt, zuvor lag die Grenze bei 5000 Zuschauern. Gesundheitsminister Olivier Véran sprach nach einer Sitzung des Sicherheitsrats in Paris zwar von „Ausnahmen“. Unter die dürfte die Partie in der Königsklasse jedoch kaum fallen.

BVB gegen Schalke ein Geisterspiel wegen Coronavirus?

Update, 9. März, 7.42 Uhr: Das Revierderby Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 wird wohl ein Geisterspiel – wenn es nach NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann geht. Der jedenfalls will die Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn umsetzen.

Laumann äußerte sich am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ zum Thema Coronavirus und Großveranstaltungen. „Das muss der Verein entscheiden, ob er ohne Zuschauer oder gar nicht spielt“, sagte er mit Blick auf das Spiel Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch. „Aber wir werden die Empfehlung des Bundesgesundheitsministers in Nordrhein-Westfalen umsetzen“, erklärte Laumann – das wiederum würde auch das Revierderby BVB gegen Schalke am Samstag betreffen.

BVB gegen Schalke könnte Geisterspiel werden: NRW-Gesundheitsminister Laumann will „Empfehlung umsetzen“

„Bei der Bundesliga ist es jetzt auch wichtig, dass man nicht einzelne Vereine bestraft, sondern dass man das in der Gesamtheit sieht. Wir haben uns ganz klar entschieden, dass wir diese Empfehlung des Bundesgesundheitsministers umsetzen werden“, sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann, der auf Nachfrage der Moderatorin sichtlich ins Schwimmen geriet.

Offiziell ist es jedenfalls noch nicht, dass die kommenden Bundesligapartien als Geisterspiele ausgetragen werden. Laumann flüchtete stattdessen in ein kompliziertes Behördendeutsch.

Mit Bezug auf die Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, keine Veranstaltungen mit über 1000 Menschen mehr zuzulassen, sagte Laumann: „Also wenn wir das jetzt ganz klar sagen, dann ist das eine Empfehlung des Landesgesundheitsministers an die unteren Gesundheitsbehörden und dann müssen die letzten Endes entscheiden.“ Für ihn sei das allerdings „in Wahrheit wie eine Anordnung“.

Vor BVB-Heimspiel gegen Schalke: Bundesliga drohen Geisterspiele wegen Coronavirus

Erstmeldung, 8. März, 16.56 Uhr: Trotz möglicher Geisterspiele wegen der Ausbreitung des Coronavirus will die Fußball-Bundesliga ihre Saison wie geplant bis Mitte Mai zu Ende bringen. „Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit“, sagte Geschäftsführer Christian Seifert laut einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden.

Klubs stehen mit den Behörden in engem Austausch

Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Klubs würden sich mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen, sagte Seifert.

Die DFL kündigte an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Klubs anzusetzen. Es sei „eine schwierige Situation“, sagte Seifert. Die Gesundheit habe oberste Priorität. „Dabei muss es das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht“, sagte der DFL-Chef. Von den von Spahn angemahnten Absagen könnten auch Spiele in den höchsten Spielklassen im Fußball, Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball betroffen sein.

Der BVB trifft im Signal Iduna Park auf den FC Schalke 04

Bislang hatten Ligaverbände und Vereine stets auf die Zuständigkeit der Behörden verwiesen und Absagen oder Spiele vor leeren bislang vermieden. Die Empfehlung von Spahn könnte auch Auswirkungen auf den kommenden Bundesliga-Spieltag haben. Dann steht unter anderem das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 auf dem Programm. dpa/maho/jko

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