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BVB-Gegner Hertha BSC: Voller Optimismus trotz Absturz

Borussia Dortmund

BVB-Gegner Hertha BSC erlebt trotz Millionen-Investitionen eine Saison zum Vergessen - und hat gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Dennoch herrscht in Berlin Optimismus.

Berlin

13.03.2021, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Muss mit Hertha BSC im Abstiegskampf bestehen: Pal Dardai.

Muss mit Hertha BSC im Abstiegskampf bestehen: Pal Dardai. © dpa

„Wir haben einen Traditionsverein mit der Bereitschaft zur Veränderung und mit einer Finanzausstattung, die Hertha BSC bisher so nicht gekannt hat“, sagte Carsten Schmidt, Leiter der Geschäftsführung der Berliner, dem Branchenmagazin „Horizont“. „Daraus wird eine Geschichte werden: Wir wollen die größte Aufholjagd, die der deutsche und vielleicht der internationale Fußball je erlebt hat, einleiten und zum Erfolg führen. Wer jetzt den Weg mit uns gemeinsam geht und auf Hertha BSC setzt, der wird Teil dieser Erfolgsgeschichte.“

Hertha BSC will sportlich in der ersten Reihe zu stehen

Dank der Millionen-Investitionen von Geldgeber Lars Windhorst habe der Klub gute wirtschaftliche Voraussetzungen für einen sportlichen Aufschwung. „Wir werden bis zum Ende der Saison die Strategie für die nächsten fünf Jahre erarbeiten. Einen gemeinsamen Plan für eine sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Wir wollen uns ins erste Drittel der Tabelle hocharbeiten“, sagte Schmidt. „Für manchen klingt das schon nicht demütig genug.“ Aber auch andere Vereine hätten es nach Krisen geschafft, sich zu befreien und nach oben zu kämpfen. „Unsere Ambition ist, dass dieser Klub die Stadt deutschlandweit, aber in Zukunft auch international repräsentiert, bestenfalls als Regel, nicht als Ausnahme“, betonte Schmidt. Berlin sehne sich danach, „auch sportlich in der ersten Reihe zu stehen“, sagte Schmidt. Dazu beitragen soll Fredi Bobic, den die Hertha von Eintracht Frankfurt loseisen will. Der 49-Jährige steht bei den Hessen allerdings noch bis 2023 unter Vertrag. Der Poker hat begonnen.

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Vorerst gilt der Fokus dem Abstiegskampf und das Spiel beim BVB (18.30 Uhr, live bei Sky). Im November zeigte Erling Haaland der Hertha, was er im Strafraum anrichten kann. Vier Tore schoss der Norweger beim Dortmunder 5:2-Erfolg. Vor dem Rückspiel setzt Hertha-Trainer Pal Dardai auf kollektive Berliner Abwehr-Solidität.

Kann Berlin BVB-Tormaschine Erling Haaland stoppen?

„Wir werden gemeinsam versuchen, Haaland zu stoppen“, sagte der Hertha-Coach. „Wir werden es defensiv gemeinsam gegen ihn angehen“, versicherte der 44-Jährige. Im Nebensatz fügte Dardai an, dass man ja schon seine Erfahrungen mit dem 20 Jahre alten norwegischen Topstürmer habe. Was sich erstmal positiv anhörte, als sei der Abwehr-Plan schon in der Schublade, ist bei näherer Betrachtung nur eine miserable Erinnerung an jenen schlechten Abend im November. „Er ist schon phänomenal. In jungen Jahren nicht nur diese Torquote zu haben, sondern auch dieses Bild, was er nach außen trägt, jedem Ball hinterherzulaufen, diese Tore zu machen, diese positive aggressive Grundhaltung, ist schon phänomenal“, sagte Hertha-Spordirektor Arne Friedrich. „Das wird eine große Aufgabe für Pal und das Trainerteam und unsere Jungs, ihn am Wochenende in Schach zu bekommen.“

Dardai sieht aber nicht nur in seiner zuletzt soliden Dreierkette Klünter, Stark, Dardai ein geeignetes Mittel, die norwegisch-westfälische Fußball-Naturgewalt zu stoppen. Ein Sonderlob bekam der in Berlin lange unter dem Radar laufende Hertha-Rekordtransfer Lucas Tousart. Vorbildlich agiere der Franzose auf dem Platz und in der Kabine. Indiz der fortschreitenden Integration des introvertierten Mittelfeldabräumers laut Dardai: „Er spricht schon ein bisschen Deutsch.“ Da neben Matheus Cunha auch Sami Khedira wegen seiner Muskelverletzung in der linken Wade in Dortmund weiter fehlt, wird Tousart noch mehr Verantwortung tragen müssen.

Berlin könnte bei Niederlage in Dortmund auf Rang 17 abrutschen

Auch nach dem Sieg gegen Augsburg, der in Berlin fast schon hymnisch gefeiert wurde, sind es nur zwei Punkte bis zum Relegationsrang. Theoretisch kann die Hertha an einem einzigen Spieltag auch bis auf Platz 17 abrutschen. Haaland hin oder her. „Wir müssen weiter punkten“, sagte Dardai.

Von dpa

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