BVB-Gegner Lazio: Der Sturzflug ist dank Simone Inzaghi vorbei - fast

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Lazio aus Rom ist ein Verein mit großer Vergangenheit, der sich zuletzt im Sturzflug befand. Simone Inzaghi sorgt seit 2016 für einen Aufschwung beim BVB-Gegner in der Champions League.

Rom

, 20.10.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lazio, das ist ein klangvoller Name. Noch dazu Rom, die ewige Stadt. Aber nur wenige wissen, wer außer dem Ex-Borussen Ciro Immobile sonst das himmelblaue Trikot der Societa Sportiva trägt. Denn die glorreichen Zeiten, in denen der Klub (um die Jahrtausendwende) zahlreiche Titel gewann, sind vorbei. Der Verein befand sich jahrelang im Sturzflug. Damals spielte Geld keine Rolle, Ex-Präsident Sergio Cragnotti war in der Lebensmittelindustrie äußerst erfolgreich, zumindest bis die Steuerfahnder ihm einen Besuch abstatteten. Spieler wie Pavel Nedved, Diego Simeone oder Alessandro Nesta mussten verkauft werden, es folgte eine lange Durststrecke.

BVB-Gegner Lazio hat seinen Kurs 2004 radikal verändert

Als Claudio Lotito im Jahr 2004 den hochverschuldeten Verein übernahm, wurde der Kurs radikal geändert. Eher unbekannte Spieler wurden verpflichtet, die Mannschaft dümpelte oft im Mittelfeld der Serie A umher, die wichtigsten Spiele der Saison waren die Derbys gegen den verhassten Rivalen der Stadt, die Roma.

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Doch der Konsolidierungskurs zahlte sich aus. Mit Hilfe von Sportdirektor Igli Tare wurde der deutsche Rekordtorschütze Miroslav Klose an Land gezogen. Beide hatten einst zusammen in Kaiserslautern gespielt. Es stellten sich auch wieder Erfolge ein, so konnte 2013 und 2019 die Coppa Italia, der italienische Pokal, gewonnen werden, 2017 und 2019 der nationale Supercup.

Unter Inzaghi geht es bei BVB-Gegner Lazio wieder aufwärts

Dafür wird vor allem Simone Inzaghi, der auch am Dienstag gegen den BVB (Anpfiff: 21 Uhr/hier live im TV) an der Seitenlinie steht, verantwortlich gemacht. Er übernahm 2016 den Trainerposten, nachdem er sich zuvor sechs Jahre lang in der Jugendabteilung des Vereins hochgearbeitet hatte. Ihm gelang es, Akteure wie eben Ciro Immobile oder auch den Spanier Luis Alberto wieder in die Spur zu bringen.

In der Abwehr installierte er eine Dreierkette, im Mittelfeld nimmt Sergej Milinkovic-Savic die zentrale Rolle ein. Da aber wichtige Stützen verletzt sind und es an Alternativen mangelt, fehlt aktuell die Balance. Trotz einer ernüchternden 0:3-Pleite bei Sampdoria am Samstag, die Inzaghi als die „hässlichste Leistung der letzten Jahre“ bezeichnete, ist Lazio nicht zu unterschätzen. Alleine die Motivation, nach 13 Jahren wieder in der Königsklasse dabei zu sein, sollte als Argument ausreichen - und für neuen Aufschwung sorgen.

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