BVB geht erleichtert in die Länderspiel-Pause

Negativserie beendet

DORTMUND Es war diese eine Szene, die einen besseren Einblick in die Gefühlswelt von Jürgen Klopp gab als alle Worte, alle Erklärungsversuche. Nach dem 1:0 (1:0) Borussia Dortmunds in Mönchengladbach herzte Klopp auf der Bank alle Assistenten, ganz besonders innig fiel die Umarmung mit Sportdirektor Michael Zorc aus.

von Von Dirk Krampe

, 04.10.2009, 19:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lucas Barrios erzielte seinen ersten Treffer in der Bundesliga. Entsprechend gelöst jubelt er hier mit Mats Hummels.

Lucas Barrios erzielte seinen ersten Treffer in der Bundesliga. Entsprechend gelöst jubelt er hier mit Mats Hummels.

Selten zuvor wohl wurden beide Torhüter in einer Partie von beachtlicher Tragweite für beide Seiten so wenig gefordert, die Strafräume verkamen hüben wie drüben lange zur Tabuzone. So fiel das 1:0 für den BVB quasi aus dem Nichts, es war die erste gelungene Kombination, die Lucas Barrios mit einer feinen Einzelleistung abschloss. Sehenswert, wie er sich nach Tingas energischem Einsatz und Zuspiel um Roel Brouwers drehte und aus 18 Metern trocken abzog (38.). Das Tor änderte die Rollenverteilung, nichts aber an den Darbietungen. Dortmunds defensive Grundordnung mit Mats Hummels als Rückkehrer in die Innenverteidigung neben Subotic und Sven Bender wie in Hannover vor der Abwehr, geriet kaum einmal in Gefahr, weil Gladbach im Spiel nach vorn weiter erschreckend harmlos blieb.

Dennoch blieb es ein Zitterspiel: Dortmund verpasste bei Chancen von Zidan (61.), Hajnal (75.) und dem eingewechselten Jakub Blaszczykowski (88.) fahrlässig die Vorentscheidung, so musste Roman Weidenfeller bei Arangos Schuss (80.) seine ganze Klasse aufbieten. „Wir haben ein Tor geschossen, keins gekriegt. Mehr wollten wir nicht“, sagte Klopp später. Owomoyela meinte zutreffend: „Für drei Punkte in einem Kampfspiel müssen wir uns nicht schämen.“ Für Samstag sollte das tatsächlich reichen. Vielleicht kommt ja aber bald auch wieder die Zeit, spielerisch höhere Ansprüche an die eigene Elf zu stellen.

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