BVB geht mit fadem Beigeschmack in die Pause

Dritte Saison-Niederlage

Für Fans des schönen Fußballs zählt es zu den weniger geschätzten Tugenden, eine knappe Führung über die Zeit zu bringen. Und doch ist genau diese Cleverness ein entscheidender Faktor im Kampf um die Titel. Borussia Dortmund ließ sie beim 1:2 am Samstag in Köln vermissen - und fährt deshalb mit getrübter Stimmung in den Winterurlaub.

KÖLN

, 20.12.2015, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB geht mit fadem Beigeschmack in die Pause

Große Enttäuschung bei Sokratis und Ilkay Gündogan.

Ein wenig merkwürdig mutet es ja schon an. Vor einem Jahr stand der BVB auf dem vorletzten Tabellenplatz, der Absturz in die zweite Liga drohte. Heute rangiert der BVB auf dem zweiten Platz und hat bereits nach einer Halbserie exakt so viele Tore (47) geschossen wie in der gesamten Vorsaison. Und doch blickte man am Samstag nach der dritten Saisonniederlage ausschließlich in betretene Gesichter.

Acht Punkte Rückstand

Die Pleite in Köln tat dem BVB weh, nicht nur, weil der Rückstand auf den FC Bayern für den Moment auf acht Punkte gewachsen ist. Fast noch schwerer wog die Erkenntnis, dass die Cleverness noch nicht ausreicht, um dauerhaft schon wieder um den Titel mitzuspielen.

"Unser Fehler war, dass wir am Ende weiter offen standen und den Kölner bei Ballverlusten so große Räume geboten haben", analysierte der in der Halbzeit verletzt ausgewechselte BVB-Kapitän Mats Hummels die Gründe für die Niederlage. "Das hätten wir anders handhaben müssen."

Wut im Bauch

Noch deutlicher wurde der für Hummels eingewechselte Sven Bender: "Wir wissen eigentlich aus der Erfahrung der vergangenen Jahre, wie sehr Köln an sich glaubt. Trotzdem kriegen wir das Spiel nicht über die Bühne. Wo wäre das Problem an einem dreckigen 1:0-Sieg gewesen?", schimpfte der Defensivspezialist. "Wir standen viel zu weit auseinander, die Bälle kamen postwendend zurück. Irgendwann hauen sie dir das Ding dann eben rein."

Anstatt eine insgesamt starke Hinrunde zu veredeln und entspannt in den Urlaub zu gehen, fuhren die Borussen am Samstagabend mit Wut im Bauch zur teaminternen Weihnachtsfeier. "Und das", sagte Bender sichtlich enttäuscht, "ist ärgerlich. Es fühlt sich schade an. Die letzten zehn Minuten haben einen faden Beigeschmack hinterlassen. Ich hätte lieber drei Punkte mitgenommen anstatt schön zu spielen."

Bürki patzt vor dem 1:1

Zumindest eine Teilschuld an der Niederlage trug Keeper Roman Bürki, der mit seinem missglückten Abschlag den Ausgleich der Kölner einleitete - nachdem er zuvor eine starke Partie gezeigt hatte. "Der Ball ist versprungen, das passiert", nahm Bender den Torhüter in Schutz.

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Bundesliga, 17. Spieltag: 1. FC Köln - BVB 2:1 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.
19.12.2015
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Bilder der Partie Köln gegen Dortmund.© Foto: Bielefeld
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Samstag 19.12.2015, Saison 2015/2016, 1. Bundesliga, 17. Spieltag im Kšlner Rhein-Energie-Stadion, 1. FC Kšln - BVB Borussia Dortmund 2:1, Kšlner Torjubel zum 2:1: Anthony Modeste (1. FC) und Leonardo Bittencourt (1. FC) mit dem Trikot von TorschŸtze Anthony Modeste (1. FC), v.l.© Foto: Bielefeld
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Auch Trainer Thomas Tuchel wollte seine Nummer eins, die sich vor der Saison gegen Roman Weidenfeller durchgesetzt hatte, nicht kritisieren. Ihm sei, gab der 42-Jährige zu, "bei jedem Rückpass fast das Herz stehengeblieben", weil der Platz so schwer zu bespielen gewesen sei. Seine Mannschaft hielt trotzdem an ihrer Spielweise fest anstatt auf klein-klein zu verzichten.

"Es ist unverzichtbar"

Tuchel konnte dem allerdings - bei allem Ärger über den missglückten Jahresausklang - sogar noch etwas Gutes abgewinnen. "Es ist unverzichtbar, dass so etwas passiert", sagte er, bevor er sich auf den Weg zurück nach Dortmund machte, "Niederlagen wie in Köln gehören dazu, um zusammenzuwachsen." Und um beim nächsten Mal vielleicht ein Stück cleverer zu agieren.

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