BVB-Heimserie nach 384 Tagen beendet

1:2 gegen Hertha

384 Tage nach dem 0:2 gegen Leverkusen am ersten Spieltag der Meistersaison hat Borussia Dortmund wieder ein Bundesliga-Heimspiel verloren. Vor 80.720 Zuschauern entführte die Berliner Hertha beim 2:1 (0:0) am Ende nicht unverdient die drei Punkte.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 10.09.2011, 17:18 Uhr / Lesedauer: 3 min
Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.

Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.

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Fußball-Bundesliga: BVB - Hertha BSC

Nach 384 Tagen hat Borussia Dortmund wieder ein Bundesliga-Heimspiel verloren. Gegen Hertha BSC Berlin verlor der BVB mit 1:2 (0:0).
10.09.2011
/
Enttäuschte Borussen: Robert Lewandowski (l.) und Ivan Perisic.© Foto: dpa
Mats Hummels (2.v.r.) kommt vor Andre Mijatovic (r.) an an den Ball.© Foto: dpa
Marcel Schmelzer (l.) verliert den Zweikampf gegen Patrick Ebert.© Foto: dpa
Roman Hubnik (unten) trennt Sven Bender vom Ball.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (l.) diskutiert mit Antonio da Silva.© Foto: dpa
Peter Niemeyer (r.) trifft zum vorentscheidenden 0:2.© Foto: dpa
Daumen hoch: Hertha-Trainer Markus Babbel.© Foto: dpa
Enttäuscht: BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Berlins Ramos (l.) beschäftigte auch Mats Hummels mehr, als dem lieb sein konnte.© Foto: DeFodi
Hartes Duell zwischen Ilkay Gündogan (hinten) und Patrick Ebert.© Foto: DeFodi
Shinji Kagawa (l.) verliert das Kopfballduell gegen Peter Niemeyer.© Foto: DeFodi
Berliner Jubel in Dortmund: Raffael (l.) und Adrian Ramos.© Foto: DeFodi
Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.© Foto: dpa
Raffael jubelt über seinen Treffer zum 0:1.© Foto: dpa
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Dortmund spielte oftmals wie im Handball vor dem Berliner Strafraum, mit hohen Ballbesitzanteilen, aber viel zu vielen Querpässen. Es fehlte das Überraschungsmoment, es fehlten Dynamik und Tempo im Ballvortrag, es fehlte der überraschende, öffnende Pass. Ilkay Gündogan als zentrale Anspielstation vor der Abwehr ließ auch in diesem Punkt wieder viel von dem vermissen, was Trainer Jürgen Klopp in ihm sieht. Das BVB-Spiel war durchschaubar, berechenbar, und so konnten die Gäste aus der Hauptstadt, organisiert vom umsichtigen Sechser Peter Niemeyer, jeden Ansatz von Gefahr schon im Keim ersticken.

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Nach 384 Tagen hat Borussia Dortmund wieder ein Bundesliga-Heimspiel verloren. Gegen Hertha BSC Berlin verlor der BVB mit 1:2 (0:0).
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Enttäuschte Borussen: Robert Lewandowski (l.) und Ivan Perisic.© Foto: dpa
Mats Hummels (2.v.r.) kommt vor Andre Mijatovic (r.) an an den Ball.© Foto: dpa
Marcel Schmelzer (l.) verliert den Zweikampf gegen Patrick Ebert.© Foto: dpa
Roman Hubnik (unten) trennt Sven Bender vom Ball.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (l.) diskutiert mit Antonio da Silva.© Foto: dpa
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Daumen hoch: Hertha-Trainer Markus Babbel.© Foto: dpa
Enttäuscht: BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Berlins Ramos (l.) beschäftigte auch Mats Hummels mehr, als dem lieb sein konnte.© Foto: DeFodi
Hartes Duell zwischen Ilkay Gündogan (hinten) und Patrick Ebert.© Foto: DeFodi
Shinji Kagawa (l.) verliert das Kopfballduell gegen Peter Niemeyer.© Foto: DeFodi
Berliner Jubel in Dortmund: Raffael (l.) und Adrian Ramos.© Foto: DeFodi
Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.© Foto: dpa
Raffael jubelt über seinen Treffer zum 0:1.© Foto: dpa
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Mit Ramos als schnellem Stoßstürmer, unterstützt auf den Seiten von Ebert und links Torun, fuhr die Hertha gefährliche Konter. Am langen Pfosten verpasste Ramos Eberts gefährliche Hereingabe (7.), dann ließen Ramos und Torun mit einem einfachen Doppelpass die Dortmunder Viererkette stehen – Toruns Schuss aber strich am kurzen Pfosten vorbei (17.). Nur mühsam fand der BVB ins Spiel. Shinji Kagawa, bis dahin glücklos, scheiterte mit einem Kopfball (22.), die beste Chance hatte Dortmund durch Gündogans direkten Freistoß zentral vor dem Berliner Tor (28.). Druck kam, wenn überhaupt, allerdings bis zur Pause nur von Dortmunds linker Seite, wo sich Großkreutz nach Katastrophen-Beginn zumindest ein wenig fing und im Zusamenspiel mit Marcel Schmelzer die Überzahlsituationen nutzte, die durch Eberts nachlässiges Defensivverhalten entstanden.

Bezeichnend allerdings die 44. Minute, als Neven Subotic nach abgefangenem Hertha-Angriff das Spiel schnell machen wollte, ihm aber von den Nebenleuten jede Unterstützung verweigert wurde. Zur Pause gab´s Pfiffe auch von der Südtribüne – das hatte es im Signal Iduna Park lange nicht mehr gegeben. Die fast logische Konsequenz für einen uninspirierten Auftritt des BVB war der  Führungstreffer für die Gäste: Der für Gündogan eingewechselte Antonio da Silva ließ Rafael viel zu viel Raum, der ließ mit einem unwiderstehlichen Antritt durch die Nahtstelle der Dortmunder Viererkette auch Hummels stehen. Rafaels Schuss wehrte BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller zwar noch ab, der Abpraller landete allerdings von Schmelzers Abwehrbein wieder bei Rafael, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (50.). Dortmund schüttelte sich, konnte die Lähmung aber zunächst nicht ablegen: Wieder durfte Ebert flanken, Rafael entwischte Subotic und donnerte aus acht Metern das Leder voll an die Latte (56.). Klopp brachte dann Perisic für Blaszczykowski, und der Kroate hatte mit langem Bein nach Piszczeks Flanke gleich eine erste Mini-Chance (61.).

Die Statik des Spiels änderte sich nach der Berliner Führung nicht. Die Gäste zogen sich nun noch weiter zurück, als Klopp auch noch mit Sven Bender den defensiveren Sechser für Mohamed Zidan opferte, tummelten sich zeitweise vier Dortmunder Offensivkräfte am Hertha-Strafraum. Bender hatte kurz vor seiner Auswechslung die beste BVB-Chance der zweiten 45 Minuten – mit einem 25-Meter-Kracher an die Latte (71.). Durch Konter blieb die Hertha vor allem durch ihren Besten, Rafael, weiter gefährlich. Eine Körpertäuschung des Brasilianers, schon war Piszczek ausgetanzt, Rafaels Linksschuss klatschte wieder ans Aluminium (78.). Und Weidenfeller verhinderte mit einem starken Reflex  gegen Ebert  das mögliche zweite Tor (80.). Gegen Niemeyers Abstauber aus zwei Metern war Dortmunds Keeper dann machtlos – 0:2 (81.) und die Vorentscheidung. Lewandowskis 1:2 nach Freistoß-Flanke von da Silva (88.) kam zu spät, trotz BVB-Powerplay verstrichen auch die vier Minuten Nachspielzeit ergebnislos.

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