Vier, nicht zwei, Gründe, warum der BVB so gut drauf ist. © imago images/Xinhua
Borussia Dortmund

BVB-Höhenflug: Das sind die vier Trümpfe für ein Hallelujah

Borussia Dortmund liefert in der Bundesliga ordentlich ab, auch in der Champions League. Vier Gründe, warum es beim BVB gerade so gut läuft.

In der Bundesliga dem FC Bayern München mit nur einem Zähler Rückstand auf den Fersen, in der Champions League klar auf Achtelfinal-Kurs, im Pokal souverän in Runde zwei eingezogen: Die BVB-Hinrunde in dieser Spielzeit verläuft bislang deutlich erfolgreicher als die der vergangenen Saison. Die Stimmung bei Borussia Dortmund ist so gut wie schon länger nicht mehr. Vier Gründe für den aktuellen Höhenflug des BVB.

1) Borussia Dortmund und die Gier: Das Wort Gier sei ja nicht unbedingt immer nur positiv behaftet, meinte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor Borussia Dortmunds Duell mit dem 1. FC Köln am Samstag, aber im Fußball sei es eben lobend hervorzuheben, wenn eine Mannschaft gierig auf Erfolg sei. „Was mir am meisten gefällt, ist, dass wir in der Mannschaft einen guten Spirit haben. Der Fokus ist da“, sagte Zorc. „Das hat uns in den vergangenen Spielzeiten immer mal wieder Punkte gekostet. Da haben wir uns verbessert.“ Der BVB wirkt reifer und konstanter in seinen Leistungen. Insgesamt sei die Entwicklung „sehr gut“, erklärte Zorc, ohne abschließend auch eine Mahnung auszusprechen: „Wir haben uns verbessert – aber auch nur bis jetzt, denn wir müssen das weiter beweisen.“

2) Die BVB-Defensive und die Stabilität: In den 14 Pflichtspielen dieser Saison blieb der BVB schon neunmal ohne Gegentor. Borussia Dortmund wirkt defensiv gefestigter als in der Vergangenheit, ist offensiv aber weiterhin torgefährlich. 36 Tore geschossen, 13 Treffer kassiert: So lautet das schwarzgelbe Torverhältnis des bisherigen Saisonverlaufs. „Ich habe schon im Sommer gesagt, dass ich das Gefühl habe, auch durch die Veränderungen im Kader, die wir vorgenommen haben, dass wir insgesamt eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive haben“, sagte Zorc gestern, „vielleicht auch zwischen Künstlern und Kreativen und den Jungs, die eher über die Hausaufgaben-Erledigung kommen. Das passt ganz gut zusammen.“

3) BVB-Coach Favre und die Flexibilität: BVB-Trainer Lucien Favre verändert nicht nur regelmäßig seine Startelf und setzt auf Rotation, er wechselt je nach Gegner und Bedarf auch das taktische System. „Wir können 4-2-3-1, 3-4-3, 3-5-2 – und wir können auch 4-3-3 spielen, das ist viel“, sagte der Schweizer am Donnerstag, „und ich finde, das ist gut, weil es einige Spieler gibt, die in dem einen System oder auf der einen Position besser sind, und es gibt Spieler, die passen besser in ein anderes System.“ So habe er „viele Möglichkeiten“ und könne immer wieder „die richtige Mischung“ finden. Auch Zorc hob diesen Umstand lobend hervor: „Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt. Der Trainer hat dafür gesorgt, dass wir von Spiel zu Spiel, aber auch innerhalb eines Spiels ohne Probleme das System verändern können.“

4) Das Grundgerüst von Borussia Dortmund: Trotz aller Rotation setzt Lucien Favre auch auf ein Grundgerüst aus Spielern, die bislang so gut wie immer auf dem Platz standen, was vor allem auf Erling Haaland, Mats Hummels, Manuel Akanji, Thomas Meunier und – mit ein paar Abstrichen – auch Axel Witsel zutrifft. Die Mischung stimmt aktuell ganz offensichtlich. Hummels erklärte bereits am Dienstagabend nach dem 3:0-Sieg gegen Club Brügge in der Königsklasse: „Wir haben ein gewisses Gerüst, das ziemlich häufig auf dem Platz steht. Dass es das gibt, ist auch relevant. Wenn man es hat, kann man auch rotieren. Eine funktionierende Basis ist die Grundvoraussetzung – sowohl was Abläufe als auch was das Personal angeht.“

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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