BVB II: Jörn Neumeister arbeitet für sein Comeback

DORTMUND Zum Trainingsauftakt der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Dortmund durfte er die Laufschuhe getrost daheim lassen – ein Behandlungstermin bei BVB-Physiotherapeut Thomas Zetzmann musste reichen. Jörn Neumeister ist verletzt, ein Sehnenabriss im Knie zwingt ihn zur Pause. Es ist nur eine von etlichen Unterbrechungen in der Fußball-Laufbahn des 21-Jährigen.

von Von Harald Gehring

, 16.01.2009, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Luftkampf in Worms: Jörn Neumeister (l.) und Sebastian Tyrala.

Luftkampf in Worms: Jörn Neumeister (l.) und Sebastian Tyrala.

„Zum Ende der Aufstiegssaison in der Oberliga begann die Misere. Eine Meniskus-Operation im rechten Knie, später ein Bänderriss im Fuß mit anschließender Entzündung, der mich fast die gesamte Punkterunde 2007/08 auf Eis legte, und jetzt der Sehnenabriss links im Knie“, schildert Neumeister seine schwarze Serie. Das Unheil ereilte den Blondschopf nach dem Dortmunder 2:1-Erfolg in Worms gegen die Wormatia. „Im Training haben wir wie immer auch ein Spiel gemacht. Und da sind Zweikämpfe nun ‘mal an der Tagesordnung. Ich hab‘ jedenfalls einen Tritt gegen das Knie abbekommen. Und das war‘s dann“, sagt Jörn Neumeister.

Am 18. Dezember wurde er bereits in München operiert, noch rechtzeitig vor den Weihnachtstagen war er wieder daheim. „Jetzt gehe ich auf Krücken, um das Knie zu schonen. Einmal täglich steht Krankengymnastik mit Thomas Zetzmann auf dem Programm, damit mein Knie in Bewegung bleibt“, betont Neumeister die Bedeutung intensiver Übungen. In etwa zwei Wochen muss der Borusse erneut zum Arzt. „Erst dann weiß ich, ob und wann ich ins Training einsteigen kann. Aber ich bin zuversichtlich, es sieht gut aus.“ Einen guten Eindruck machte Jörn Neumeister auch in der BVB-Defensive auf ungewohntem Terrain. „Ich bin im Grunde ein gelernter Innenverteidiger. Aber die beiden Positionen im Team waren zunächst an Julian Koch und Uwe Hünemeier, später an Daniel Gordon und Hünemeier vergeben. Vakant war immer der Platz links auf der Außenbahn“, sagt Neumeister.

Die Position entwickelte sich für BVB-Trainer Theo Schneider zum Problemfall, nachdem Marcel Schmelzer ins Bundesliga-Aufgebot gewechselt war. Ein Spieler nach dem anderen wurde getestet, reihum ging die Kandidatenkür. Schließlich wurde Jörn Neumeister zunächst im Training, schließlich in der Punkterunde erprobt. „Die ersten Einsätze waren nicht so toll, aber es wurde immer besser. Schließlich gelang mir gegen Köln sogar ein Tor“, berichtet Jörn Neumeister. An die Rückkehr in die Mannschaft ist vorerst allerdings nicht zu denken. Auch das Trainingscamp im Februar fällt für Jörn Neumeister aus: „Ich bleibe in Dortmund, der Muskelaufbau hat Vorrang.“ Die Schufterei fürs erneute Comeback soll schon bald beginnen.

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