BVB II-Linksverteidiger Halstenberg hat hohe Ziele

Der "Klub 100"

Das nötige Glück ist nicht unbedingt ein ständiger Begleiter des Elfmeterschützen. Diese schmerzhafte Erkenntnis musste auch Marcel Halstenberg im Spiel der 3. Liga von Borussia Dortmund II gegen den 1. FC Saarbrücken machen.

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 15.08.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB II-Linksverteidiger Halstenberg hat hohe Ziele

Ambitionierte Ziele verfolgt Marcel Halstenberg (l.). Hier misst er sich bereits mit Bremens Marko Arnautovic.

Gegen Saarbrücken war es dann plötzlich wieder soweit. „Es stand 0:2, ich hab mir den Ball geschnappt. Und dann dieser Moment. Saarbrückens Torwart Marina fischt den Ball weg. Das war übel für mich“, sagt der Linksverteidiger. Am Tag danach war er nicht ansprechbar, „ich hab mich eingeschlossen“. Aber das ist längst überwunden. Marcel Halstenberg hat den Fehlschuss abgehakt, blickt in die Zukunft. Und die schaut für ihn gut aus. Der Defensivspieler, der im nächsten Monat seinen 21. Geburtstag feiert, hat sich längst zum Stammspieler in der „Zweiten“ entwickelt. Entdeckt wurde der Hannoveraner übrigens, als der BVB Stürmer Terrence Boyd beobachtete. „Ich machte ein gutes Spiel gegen Terrence. Und dann kam Bewegung in die Sache“, erinnert sich Halstenberg. Obwohl er als gelernter linker Innenverteidiger fast die gesamte Nachwuchsabteilung von Hannover 96 durchgespielt hatte, reizte ihn der Transfer zu Borussia Dortmund.

„Ich wusste um die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit des BVB. Da hab ich sehr gern zugesagt“, erklärt er. Schwarzgelb verlangte erst einmal die Umstellung – von der Innenverteidigung ging’s nach links auf die Außenbahn in der Viererkette. BVB II-Trainer David Wagner gab die Richtung vor. „Das war schon eine Umstellung. Aber ich habe mich in die Aufgabe hineingekniet“, betont Marcel Halstenberg. Die Arbeit lohnte sich – Stammspieler für BVB II, aber auch ein Kandidat für das erweiterte Bundesliga-Aufgebot. In Hamburg beim Liga Total Cup im Spiel gegen Werder Bremen wurde er 60 Minuten lang eingesetzt, war im Elfmeterschießen für die Dortmunder sogar erfolgreich.

Und jetzt die 3. Liga. „Die Gegner sind robuster, der kämpferische Einsatz ist enorm. Aber für uns ist es auch ein interessanter Vergleich mit Spielern, die teils als Profis in der Bundesliga aufgelaufen sind“, erklärt Marcel Halstenberg. Der Hannoveraner in Dortmund, dessen Vertrag beim BVB zum Saisonschluss endet, verfolgt eigene Ziele: „In der 3. Liga wollen wir gemeinsam den Klassenerhalt schaffen. Langfristig würde ich gern in der Bundesliga auflaufen. Am Ende mit mehr als 100 Spielen auf dem Buckel.“ An diesem Traum arbeitet Marcel Halstenberg sehr intensiv.

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