BVB-II-Torjäger Al Ghaddioui zieht es in die 3. Liga

Der Knipser geht von Bord

Bittere Nachricht für die U 23 von Borussia Dortmund: Top-Torjäger Hamadi Al Ghaddioui wird den BVB II nach nur einer Saison wieder verlassen. Den Marokkaner zieht es nach Informationen dieser Redaktion in die 3. Liga. Welches Trikot Al Ghaddioui in der neuen Spielzeit überstreift, ist nach Aussagen aller Parteien wohl noch nicht abschließend geklärt.

DORTMUND

, 01.06.2017 / Lesedauer: 3 min
BVB-II-Torjäger Al Ghaddioui zieht es in die 3. Liga

Perfekter Einstand beim BVB II: Hamadi Al Ghaddioui.

Fest steht bisher nur, dass es den 26-Jährigen wegzieht, aller Voraussicht nach zu einem Drittligisten. Das bestätigen sowohl BVB-II-Manager Ingo Preuß als auch das Umfeld des Spielers. „Hamadi Al Ghaddioui wird nächste Saison bei einem höherklassigen Klub spielen, das ist soweit richtig. Mehr kann ich dazu im Moment allerdings noch nicht sagen“, erklärt René vom Bruch, Al Ghaddiouis Berater, auf Nachfrage dieser Redaktion. Der Stürmer selbst möchte sich erst öffentlich äußern, sobald der Wechsel perfekt ist. Vorher könne er dazu nichts sagen, so Al Ghaddioui.

Dass sich der Transfer noch zieht, könnte auch daran liegen, dass Al Ghaddioui noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 besitzt. Ohne Ausstiegsklausel, wie sein Berater bestätigt. „Die gibt es nicht, da ist der BVB seiner Linie treu“, sagt vom Bruch. Trotzdem gebe es einen „vernünftigen Dialog“ mit dem Verein. Übersetzt heißt das: Der BVB wird Al Ghaddioui bei einem entsprechenden Angebot keine Steine in den Weg legen und ihn ziehen lassen.

Große Lücke

Trotzdem reißt der Abschied des Torjägers eine große Lücke in den Kader der schwarzgelben Reserve. Menschlich wie sportlich. Denn Al Ghaddioui etablierte sich nach seinem Wechsel vom SC Verl nach Dortmund auf Anhieb zum absoluten Führungsspieler und Torgaranten. Seine 19 Treffer in der zurückliegenden Spielzeit trugen maßgeblich dazu bei, dass unter dem Strich die Vizemeisterschaft stand. Neben Massih Wassey, Kapitän Christoph Zimmermann, Michael Eberwein und Patrick Mainka war er eine der absoluten Konstanten im Spiel des BVB II.

Al Ghaddioui ist nach Burak Camoglu und Zimmermann (beide Ziel unbekannt) sowie Marco Hober (Ende Leihgeschäft mit Arminia Bielefeld) der vierte fixe Abgang des BVB II. Zudem wechselt David Solga zur neuen Saison als Co-Trainer an die Seitenlinie und wird deutlich seltener als Spieler auf dem Spielberichtsbogen auftauchen. Auch ein Wechsel von Torhüter Hendrik Bonmann steht nach wie vor im Raum. Ex-Trainer Daniel Farke arbeitet zukünftig als Coach in England bei Norwich City.

Ersatz aus der Jugend

In Al Ghaddiouis Fußstapfen sollen nach Möglichkeit Eigengewächse aus der eigenen U 19 treten. Janni Serra wird die Nachfolge zugetraut, auch Etienne Amenyido soll sich beweisen. Insofern ist es eher unwahrscheinlich, dass der BVB zusätzlichen Ersatz von außen auf der Stürmerposition holen wird. „Wir wollen unsere eigenen Talente an die Bundesliga-Mannschaft heranführen. Da wäre es ja nicht besonders hilfreich, wenn ich den Jungs einen gestandenen Seniorenspieler vor die Nase setzen würde“, sagt Ingo Preuß.

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