BVB im Supercup: Hummels und Akanji sicher - Meunier tut sich schwer

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Der BVB erlebt beim Supercup in München einen turbulenten Abend. Hummels und Akanji stehen trotz dreier Gegentreffer sicher, Meunier tut sich erneut schwer. Die Einzelkritik.

München

, 30.09.2020, 22:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marwin Hitz: Der Kopfball von Joshua Kimmich war kein Problem (10.), der Flankenball von Pavard senkte sich dann gefährlich auf sein Tor (21.). Gegen Tolisso dann erst im zweiten Versuch geschlagen, gegen Müllers Kopfball chancenlos. Pech beim kuriosen dritten Treffer von Joshua Kimmich. Note: 3,0


Emre Can: Hatte auf seiner Seite Bayerns Coman ganz gut im Griff. Blieb auch nach der Pause weitgehend Herr der Lage, auch wenn sich bei ihm Genie und Wahnsinn gerne mischen. Stark sein Klärungsball vor Lewandowski (80.). Mit viel Pech beim 2:3. Note: 3,0


Mats Hummels: Den Fehlpass von Passlack bügelte der Abwehrchef resolut aus. Vor allem in der Luft gefordert vor der Pause, etliche Flanken klärte er per Kopf. Blieb bei allem, was in seinen Strafraum flog, auch nach der Pause Herr der Lage. Note: 2,0



Manuel Akanji: Nicht jeder Ball, den er von hinten heraus spielte, kam zu Beginn auch an. Sehr präsent allerdings in den Zweikämpfen, die er bis zur Pause mit einer 75-prozentigen Quote gewann. Stark auch sein Ballgewinn, der den Anschlusstreffer vorbereitete. Auch vor dem 2:2 eroberte er gegen Lewandowski den Ball. Note: 2,0


Thomas Meunier: Auf der rechten Seite tat er sich erneut schwer. Die laufstarken Davis und Coman forderten ihn defensiv permanent. Sein verlorener Zweikampf gegen Davis, der Bayerns Konter zum 2:0 ermöglichte, gibt zu denken, da hätte er viel energischer dazwischengehen müssen. Nach Dahouds Pass völlig frei vor Neuer und mit zu viel Zeit zum Überlegen (47.). Löste einige knifflige Situationen in Bedrängnis dann aber ordentlich. Note: 4,0


Thomas Delaney: Wenn es Bayern schnell spielte, wurde es für ihn schwierig, die eigenen Reihen zu schließen. Steigerte sich aber, guter Ballgewinn gegen Tolisso, schnelle Spielauffassung, als er nach dem Ballgewinn von Akanji Haaland steil schickte (55.). Das 2:3 ging aber auf seine Kappe. Note: 3,0

Mahmoud Dahoud: Zentral vor dem Tor verzog er (20.), danach traute er sich in fast noch besserer Position nicht und spielte stattdessen nach Neuers Patzer ungenau quer auf Reus (24.). Auch sein Anspiel auf den in Doppeldeckung befindlichen Haaland war riskant und ermöglichte den Konter der Bayern zum 2:0. Wurde dann zusehends müder. Note: 3,5


Felix Passlack: Viel unterwegs, begann sehr auffällig. Wurde dann aber mit jeder Minute unpräziser. Im Kopfball gegen Thomas Müller war er dann beim 0:2 chancenlos (32.). Wechselte später auf die rechte Seite. Note: 4,0


Julian Brandt: Wohl jeder gönnte ihm das Tor zum 1:2, in seinem trockenen Schuss entlud sich auch einiger Frust über 39 schwierige Minuten zuvor. Fußball ging ihm bis zur Pause auch in der Allianz-Arena nicht leicht von der Hand. Brandt strotzt nicht gerade vor Selbstvertrauen, das zeigte auch sein halbherzig geführtes Eins-gegen-Eins gegen Niklas Süle (52.). Note: 3,5

Marco Reus: Sein Schuss war kein Problem für Neuer (24.), offensiv war dies seine beste Aktion. In Sprintduellen fehlte ihm sichtlich noch Wettkampfhärte. Half defensiv einige Male aus. Sein Startelf-Comeback nach 239 Tagen zeigte, dass er noch Zeit benötigt. Note: 4,0


Erling Haaland: Die Weiterleitung auf Julian Brandt, die zum 1:2 führte, war seine auffälligste Szene der ersten 45 Minuten. Nach 30 Minuten wieder nur mit neun Ballkontakten, bei langen Bällen auch mit einigen technischen Problemen. Aber als Delaney ihm den Ball perfekt in den Lauf legte, ließ er sich nicht zwei Mal bitten - 2:2 (55.). Das zweite direkte Duell gegen Neuer verlor er dann allerdings, das hätte das 3:2 sein müssen (59.). Durfte dann früh duschen. Note: 3,0


Nico Schulz (67.), Reinier (68.), Giovanni Reyna (72.), Lukasz Piszczek (76.) und Jude Bellingham (76.) wurden spät eingewechselt und bleiben ohne Note.

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