BVB ist irritiert und will mit der Polizei sprechen

Nach Fan-Durchsuchungen

Die Durchsuchung von Ultras durch die Polizei vor dem BVB-Spiel am Sonntag sorgt weiter für Diskussionen. Borussia Dortmund hat sich mit einem Brief an die Polizei gewandt - der Verein ist irritiert.

DORTMUND

von Von Jana Schoo

, 20.08.2013, 21:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB ist irritiert und will mit der Polizei sprechen

Die Südtribüne im Signal Iduna Park.

In dem Brief äußert der Verein seine Irritation darüber, dass er nicht über die Durchsuchungen informiert worden ist. Außerdem sagte BVB-Organisationsdirektor Dr. Christian Hockenjos: "Wir möchten gerne ein Gespräch mit der Polizei führen." Der Verein suche den Dialog mit der Polizei, um den Vorfall aufzuarbeiten.Fanbeauftragter: "Kontrollen kontraproduktiv"

Irritiert sind auch die BVB-Fanbeauftragten. "Wir waren sehr überrascht, dass es diese Kontrolle gab", sagte Jens Volke. Während des Spiels blieben die Ultras still. "Die Kontrolle hat unsere Arbeit erschwert", sagt Volke. "Für das Verhältnis von Polizei und Fans war sie kontraproduktiv." Fanbeauftragte und Fans seien verunsichert. In Kleingruppen ins Stadion

Die Ultras erklärten am Dienstag in einer Stellungnahme, das Verhältnis zur Polizei sei "vollends zerstört". Die Polizei hatte etwa 60 Fans der Gruppe "Desperados" durchsucht, weil sie Hinweise auf verbotene Plakate hatte. Die Beamten fanden aber nichts.Andere Fangruppen seien Kontrollen entgangen, in dem sie zunächst zurück in die City und dann in Kleingruppen und ohne Fan-Utensilien ins Stadion gegangen seien, erklärten die Ultras. Jens Volke sagt, dass auch weitere Fans, die keine Ultras sind, berichteten, sie seien von der Polizei angehalten und ihre Fahnen kontrolliert worden.

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