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BVB ist stolz auf Mut und Entschlossenheit

Nach Madrid-Spiel

Für den Trainer der Borussia war es am Ende ein fast perfekter Verlauf. Thomas Tuchel hatte die 90 Minuten gegen Real Madrid genießen können, weil seine Mannschaft viel von dem zeigte, was er von ihr sehen möchte. Das war im Vorfeld sein großer Wunsch, weil es ja auch für ihn ein ganz besonderer Abend war.

DORTMUND

, 29.09.2016, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB ist stolz auf Mut und Entschlossenheit

Nach einem Jahr Abstinenz in der Königsklasse hat Borussia Dortmund die Feuertaufe gegen Real Madrid bestanden.

Tuchel war auch zufrieden mit dem Resultat, dem 2:2 gegen eines der weltbesten Teams. „Eine top Erfahrung in einem Top-Spiel“, wie er später dann fast schon schwärmerisch meinte. „Ich denke, es ist ein faires Ergebnis.“

Reifeprüfung bestanden

Darüber bestand Einigkeit. Und auch darüber, dass der Abstand von Borussia Dortmund zur europäischen Spitze nach einjähriger Abstinenz und einer Runderneuerung im Kader nicht spürbar größer geworden ist. Der BVB bestand die Reifeprüfung, den Stresstest, oder wie immer die Partie gegen die Königlichen vorab auch bezeichnet worden war. „Dafür spielt man als Fußballer“, meinte Gonzalo Castro, „dass du Spiele hast wie dieses. Mit so viel Tempo und so viel Energie.“

Castro war einer der auffälligsten Akteure an diesem Abend, im 4-1-4-1 agierte er im offensiven Zentrum neben Mario Götze, und die Kombination aus Spielfreude und Ballsicherheit, die dieses Duo garantierte, tat dem Dortmunder Spiel sichtlich gut.

Borussia glaubt ans sich

Überhaupt verkaufte sich der BVB sehr ordentlich. Die mutige Anfangsphase wurde durch Ronaldos 0:1 brutal torpediert, später aber raubte auch der zweite Rückstand nach Varanes 1:2 der Borussia nicht den Glauben an sich. Im Gegenteil: Mit welcher Vehemenz Tuchels Mannschaft dann alles auf eine Karte setzte, das beeindruckte auch die Königlichen. Schürrles Ausgleichstreffer war der verdiente Lohn und ließ das Stadion erbeben. Wieder einmal gab es ein Fußball-Fest im Signal Iduna Park.

Dass Real auch die Schwächen der neuen Borussia aufdeckte, kam nicht überraschend. Schon beim 1:0 zeigten die Madrilenen gnadenlose Effizienz, als Dortmund dann nach starkem Start in die zweite Halbzeit nachließ, war das 1:2 eine fast schon logische Konsequenz. „Wir haben einfache Fehler und Real damit stark gemacht“, gab Tuchel zu.

Hohe Lernbereitschaft

Das versöhnliche Ende weckte die Lust auf mehr. „Zu einem Entwicklungsprozess gehört es auch zu lernen“, rief Tuchel in Erinnerung. Die Bereitschaft dazu scheint in diesem Kader extrem ausgeprägt. 2:2-Torschütze Schürrle, lange nach dem Spiel von dem Erlebten noch berauscht, gab fast schon ein Versprechen ab: „Das wird uns helfen, zusammenzuwachsen. Da wird noch mehr von uns kommen.“

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André Schürrle verspürte nach seinem 32-Minuten-Einsatz wieder Probleme am Innenband des rechten Knies. Ob er am Samstag in Leverkusen spielen kann, entscheidet sich erst im Abschlusstraining am Freitag. Marc Bartra fällt vorerst weiter aus. Im Abschlusstraining vor dem Real-Spiel war seine Adduktoren-Verletzung wieder aufgebrochen. Es handele sich um „einen minimalen Faserriss“, teilte der BVB mit.

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