BVB-Kader soll kurzfristig noch optimiert werden

Viel Arbeit im Endspurt

Michael Zorc hat am Dienstag seinen 53. Geburtstag gefeiert. Viel Zeit für eine entspannte Feier im Kreis seiner Liebsten dürfte der BVB-Sportdirektor allerdings nicht gehabt haben. Bis zum Ende der Transferperiode am 31. August wartet noch viel Arbeit auf Zorc. Der zu große Kader soll noch deutlich verschlankt werden, aber auch Zugänge sind nicht ausgeschlossen.

DORTMUND

, 26.08.2015, 21:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Thomas Tuchel (l.) und Co-Trainer Arno Michels arbeiten beim BVB zusammen.

BVB-Trainer Thomas Tuchel (l.) und Co-Trainer Arno Michels arbeiten beim BVB zusammen.

Jeder, der in seinem Leben schon einmal mit der Leitung von Personal beauftragt war, kann sich in diesen Tagen vermutlich in BVB-Trainer Thomas Tuchel hineinversetzen. Acht Wochen lang ist der 41-Jährige in Dortmund tätig. Er hat in dieser Zeit Kontakte zu seinen Spielern aufgebaut, über berufliche, aber auch persönliche Dinge mit ihnen gesprochen und Sympathien entwickelt.

Sportliche Perspektive

Doch zugleich musste er dem einen oder anderen seiner Kicker mitteilen, dass seine sportliche Perspektive in Dortmund wenig vielversprechend ist. Dass man sich, um es ganz deutlich zu sagen, von ihm trennen wolle. „Und das“, verriet Tuchel, „ist mir schon als Jugendtrainer immer sehr schwer gefallen. Denn natürlich entstehen Nähe und Bindungen, wenn man tagtäglich so eng zusammenarbeitet.“  

Bis zu fünf Spieler könnten den BVB bis zum kommenden Montag noch verlassen. Darunter mitunter langjährige Borussen wie Kevin Großkreutz, nach dem sich dem Vernehmen nach ein türkischer Verein lose erkundigt haben soll, aber auch der erst kürzlich mit einem Profivertrag ausgestattete Youngster Jeremy Dudziak.

Ergänzung zu Marcel Schmelzer

Denn Tuchel benötigt gleich in doppelter Hinsicht Platz in seinem derzeit 28 Spieler umfassenden Kader: Zum einen, weil er den hochkarätigen Talenten aus dem eigenen Unterbau eine realistische Perspektive bieten möchte, näher an die Profis heranzurücken. Zum anderen, weil noch bis zu zwei Spieler verpflichtet werden sollen: ein Linksverteidiger als Ergänzung zu Marcel Schmelzer und ein flexibler Spieler für die offensive Dreierreihe - etwa der junge Belgier Adnan Januzaj von Manchester United (wir berichteten). Viel Arbeit also für den Dortmunder Ein- und Verkäufer Michael Zorc.

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BVB-Training in Brackel am 26. August

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 26. August.
26.08.2015
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BVB-Training in Brackel am 26. August.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Tuchel, das machte er am Mittwoch deutlich, ist kein Freund von großen Kadern. Er mag es klein und überschaubar, „eng“, wie er selbst sagt. Anders als viele Trainer setzt er nicht darauf, jede Position doppelt mit Spezialisten zu besetzen. Lieber sind ihm Spieler, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind. „Matthias Ginter“, sagte Tuchel am Mittwoch, „ist ein gutes Beispiel. Er kann in der Innenverteidigung spielen, aber auch als Sechser oder Außenverteidiger. Er ist also auf vier Positionen einsetzbar.“

Keine "Trainingsgruppe B"

Eine Garantie, dass Tuchels Plan, den Kader zu verkleinern, in den kommenden Tagen aufgeht, gibt es naturgemäß nicht. Zumal der eine oder andere Verkaufskandidat, etwa Moritz Leitner, bislang keine Anstalten macht, sich einen neuen Klub zu suchen.

Für diesen Fall sorgte Tuchel bereits vor: „Jeder Spieler hat die Chance, seinen Trainer in seiner Einschätzung zu widerlegen. Jeder hier hat gültige Verträge und seine Talente“, sagte er, „wenn die Spieler hierbleiben, werden sie wie alle anderen unsere volle Aufmerksamkeit bekommen.“ Eine „Trainingsgruppe B“, wie vor einigen Jahren in Hoffenheim, wird es in Dortmund auf keinen Fall geben.

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