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BVB-Kapitän Marco Reus hadert: „Bei den Bayern hätte er das gepfiffen“

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund verliert in den Schlussminuten gegen Bayern München. BVB-Kapitän Marco Reus und Emre Can hadern anschließend mit einer Schiedsrichterentscheidung. Die Stimmen zum Topspiel.

Dortmund

, 06.03.2021, 21:28 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Kapitän Marco Reus haderte nach dem 2:4 im Topspiel beim FC Bayern München mit einer Schiedsrichterentscheidung.

BVB-Kapitän Marco Reus haderte nach dem 2:4 im Topspiel beim FC Bayern München mit einer Schiedsrichterentscheidung. © picture alliance/dpa/AFP-POOL

Borussia Dortmund legt im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München einen Blitzstart hin und führt früh mit 2:0. Dann beginnt die bajuwarische Belagerung und der BVB steht nach 90 turbulenten Minuten mit leeren Händen da. Kapitän Marco Reus und Emre Can hadern nach dem 2:4 mit einer Schiedsrichterentscheidung. Die Stimmen zum Topspiel:


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Emre Can (BVB-Verteidiger): „Wir haben gut angefangen, dann haben wir nicht mehr Fußball gespielt. Bayern ist eine sehr gute Mannschaft, wir müssen aber mutiger sein. Wenn man nur zehn Minuten mutig gegen Bayern spielt, wird es schwer. Das war zu wenig heute. Wir haben uns nicht gut in den Räumen bewegt und von hinten keinen vernünftigen Fußball gespielt. Der Trainer hatte schon seine Lösungen, aber wir haben das nicht so gut umgesetzt. Das kann passieren, aber das darf uns nicht passieren. Wir müssen das jetzt abhaken, am Dienstag geht es schon weiter. Das Foul (ein Zweikampf mit Sane vor dem 2:3, Anm. d. Red.) kann er pfeifen, muss er aber nicht. Ich finde, der Schiedsrichter hat in der zweiten Halbzeit zu viel auf Zuruf gepfiffen. Da geht der Rhythmus auch kaputt. Man will da sein, man will im Zweikampf sein und dann pfeift der Schiri für Rot. Ich fand, das war heute etwas zu oft, und das habe ich ihm auch gesagt. Das ist einfach nur bitter.“

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Marco Reus (BVB-Kapitän): „Es war über 90 Minuten schon schwer. Wir haben gut angefangen mit der 2:0-Führung, sind dann aber zu passiv geworden und hatten nicht mehr die Pressingsituationen, weil wir zu tief standen. Die Szene vor dem 2:3 war für mich ein klares Foulspiel. Wenn das bei den Bayern gewesen wäre, hätte er zu 100 Prozent gepfiffen. Das ist einfach so. Fertig. Aus. Das ist so. Wir haben es lange eng gehalten und am Ende entscheidet es so eine Kleinigkeit. Das ist bitter.“


Edin Terzic (BVB-Trainer): „Es hat super begonnen und sehr schlecht aufgehört. Es gab den Knackpunkt in der 24. Minute, in der wir auf 3:0 hätten erhöhen können. Dann haben wir keinen Druck mehr auf den Ball ausgeübt und sind viel hinterhergelaufen. Der Druck wurde schließlich so groß, dass wir jetzt mit leeren Händen nach Hause fliegen müssen. Für mich ist das vor dem 2:3 auch ein klares Foul. Wir müssen das jetzt so hinnehmen. Aber es gab auch genug Körperkontakte, wo das gepfiffen wurde.“


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Thomas Müller (Bayern-Mittelfeldspieler): „Die Qualität ist sicherlich da und das ist auch unsere Identität, diese Aggressivität und diesen Willen zu haben, Spiele zu drehen. Aber das gehört natürlich nicht zu unserem Matchplan. Dortmund hat uns aber auch nicht von Beginn an dominiert, aber wenn es dann 0:2 steht, fühlt sich das bescheiden an. Aber wir waren dann am Drücker. Auch wenn das 3:2 erst sehr spät gefallen ist. Vorher gehen beide Spieler mit dem Körper zum Ball. Diese Partie hatte so viele intensive Zweikämpfe. Wir wollen alle nicht, dass solche Duelle an der Mittellinie abgepfiffen werden, dann hätten wir nur noch Stop-and-go. Ich hätte da auch kein Foul gepfiffen. Diese Art, Spiele zu leiten, gefällt mir besser. Auf diese rassigen Zweikämpfe, wenn auch mal ein Körper-Duell durchgeht, kommt es am Ende drauf an. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn immer alles gleich abgepfiffen wird.“


Leon Goretzka (Bayern-Mittelfeldspieler): „Ich musste bei meinem Treffer sehr schnell reagieren. Der Ball kam recht unerwartet. Ich habe das nicht groß geplant, das kam intuitiv. Gegen Dortmund sind das für mich ganz besondere Spiele. Dann das Tor in der Schlussminute zu machen, wäre nur noch schöner mit Fans im Stadion gewesen.“

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