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BVB-Kapitän Reus sorgt sich um Moukoko: „Wie soll man das verstehen?“

Borussia Dortmund

Youssoufa Moukoko trifft für Borussia Dortmunds U19, wie er will. Ab dem 20. November dürfte der 15-Jährige in der Bundesliga spielen. BVB-Kapitän Marco Reus wählt mahnende Worte.

Dortmund

, 15.04.2020, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Kapitän Marco Reus (r.) im Gespräch mit Coach Lucien Favre.

BVB-Kapitän Marco Reus (r.) im Gespräch mit Coach Lucien Favre. © picture alliance/dpa

Marco Reus ist voll des Lobes für Youssoufa Moukoko, aber er macht sich auch Sorgen. Der BVB-Kapitän hofft, dass der Hype um das BVB-Toptalent nicht zu groß wird – oder zumindest nicht noch größer wird, als er ohnehin schon ist.

BVB-Kapitän Reus wünscht Moukoko eine ruhige Entwicklung

„Er ist ein Klasse-Junge und außergewöhnlich talentiert für sein Alter. Aber ich glaube, dass wir ihm alle einen großen Gefallen tun würden, wenn wir nicht so viel über ihn reden. Ich würde ihm wünschen, dass er sich ruhig entwickeln kann“, erklärte Reus gegenüber der „Sport Bild“.

Zu seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach, sei er anfangs von seinem damaligen Trainer Michael Frontzeck bewusst aus den Medien rausgehalten worden, sagte Reus: „Nach meinem Wechsel zu Gladbach – und da war ich immerhin schon 20 – hat mein damaliger Trainer Michael Frontzeck, nachdem mich die Medien als ‚Rakete‘ bezeichneten, getobt und ein Interview-Verbot für mich ausgesprochen. Wenn Youssoufa heute für unseren Nachwuchs spielt, berichten zehn Medien darüber. Über ihn gibt es bei Youtube unzählige Videos. Ich glaube nicht, dass das in dieser Intensität gut für ihn ist. Wie soll man das in dem Alter verstehen. Ich hätte es damals nicht gekonnt.“

Neuer Beschluss erlaubt Moukoko-Einsatz in der Bundesliga

Nach einem Beschluss der Deutschen Fußball Liga (DFL) vom 31. März dürfen Nachwuchstalente zukünftig bereits im Alter von 16 Jahren in der Bundesliga spielen. Zuvor hatte sich die DFL an den Regelungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) orientiert. Dort ist festgehalten, dass Nachwuchsspieler entweder ihr 18. Lebensjahr vollendet haben oder zum jüngeren Jahrgang der U19 gehören müssen, um im Seniorenbereich spielberechtigt zu sein.

Für Moukoko, der in 97 Liga-Spielen für die U-Mannschaften des BVB 157 Tore schoss, obwohl seine Gegenspieler deutlich älter waren als er, bedeutet diese Regeländerung, dass er ab dem 20. November in der Bundesliga auflaufen dürfte. Dann feiert er seinen 16. Geburtstag – und könnte womöglich Nuri Sahin ablösen, den bislang jüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte (16 Jahre und 335 Tage). Der ehemalige BVB- und heutige Werder-Bremen-Profi Sahin gehörte damals dem jüngeren U19-Jahrgang beim BVB an.

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