Borussia Dortmund

BVB-Keeper Gregor Kobel: „Dann hätte ich ein sehr glückliches Karriereende“

Gregor Kobel will in der neuen Saison mit Borussia Dortmund voll angreifen. Der BVB-Keeper hat dabei klare Ziele. Er will sogar mit einer Legende gleichziehen.
BVB-Keeper Gregor Kobel jubelt gemeinsam mit Youngster Tom Rothe (l.) nach dem Sieg gegen Wolfsburg.
BVB-Keeper Gregor Kobel freut sich auf weitere Einsätze zwischen den Pfosten von Borussia Dortmund. © IMAGO/RHR-Foto

Gregor Kobel ist gerade einmal 24 Jahre alt und gehört damit bei den Torhütern zur jüngeren Fraktion. Trotzdem hat der BVB-Schlussmann das Potenzial, ein echter Führungsspieler zu sein – wenn er es nicht längst schon ist. Zwischen den Pfosten überzeugte Gregor Kobel bei Borussia Dortmund in der vergangenen Saison mit guten Leistungen. Er selbst spricht aber von einem „enormen Entwicklungsprozess“. Eine Sache wurmte ihn.

Insgesamt 74 Gegentore hat Borussia Dortmund in der abgelaufenen Spielzeit kassiert, allein Gregor Kobel musste in der Liga 39 Mal hinter sich greifen, wenn er im Kasten stand. Kein guter Wert, wie er selbst in einem Interview mit der Sport Bild erklärte (auch Ruhr24.de berichtet).

BVB-Keeper Gregor Kobel ärgert sich über die vielen Gegentore

„Das ist immer noch kein guter Schnitt für einen Tabellen-Zweiten. Für mich persönlich war die letzte Saison auch ein enormer Entwicklungsprozess und ich bin froh, dass ich dem Team trotzdem sehr oft weiterhelfen konnte“, sagte der Schweizer. Die Spielphilosophie des BVB musste der Schlussmann zunächst noch verinnerlichen. „Unser Anspruch beim BVB ist es, mutigen, offensiven und attraktiven Fußball zu spielen. Wir wollen den Fans etwas bieten, dominant sein und etwas ausstrahlen. Weil wir im Offensivspiel etwas mehr Risiko eingehen, kommt das ein oder andere Gegentor mehr hinzu. Das musste ich erst lernen“, meinte Kobel. Am Ende zähle allerdings der Mannschaftserfolg und „dass wir ein Tor mehr schießen als der Gegner“, so der BVB-Keeper zur „Sport Bild“.

Für Kobel selbst steht also der Erfolg als Team an oberster Stelle. In der neuen Saison will er unter Neu-Coach Edin Terzic daher auch wieder voll angreifen. „Von

außen wird man noch stärker an Titeln gemessen als es intern der Fall ist. Für uns als Mannschaft ist es vor allem wichtig, uns in jedem Spiel an Leistung messen zu lassen – denn nur die führt zum Erfolg. Wenn es uns gelingt, alle drei Tage Top-Leistung abzurufen, werden wir auch erfolgreich sein“, sagte Kobel. Helfen sollen die BVB-Neuzugänge Karim Adeyemi, Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und Salih Özcan. Wenn es nach Kobel geht, können sie den Abgang von Stürmer Erling Haaland kompensieren.

BVB-Keeper Gregor Kobel will mit einer Legende gleichziehen

„Wir verlieren mit Erling einen der besten Stürmer der Welt. Wir haben alle gesehen, was er draufhat. Nichtsdestotrotz haben wir super Jungs im Team und haben in dieser Saison schon zeigen müssen, dass wir auch ohne ihn Spiele gewinnen können. Mit den Neuen kommt jetzt noch mehr Qualität hinzu. Auf dem Papier sieht das alles schon sehr gut aus, jetzt müssen wir es auch umsetzen“, sagte der BVB-Keeper, der sich bei Borussia Dortmund offenbar wohlfühlt und bereits an ein Karriereende in Schwarzgelb denkt. Kobel will sogar möglichst irgendwann mit einer echten BVB-Legende gleichziehen: „Wenn ich am Ende der Karriere sagen kann, dass ich wie er (Roman Weidenfeller, d. Red.) 16 Jahre bei Borussia Dortmund gespielt habe, dann hätte ich ein sehr glückliches Karriereende.“

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