BVB lässt wieder zwei Punkte liegen

2:2 gegen Hoffenheim

Spannende 90 Minuten, unzählige Torszenen, am Ende aber nur ein Punkt für den BVB: In Sinsheim kam Borussia Dortmund am Samstagnachmittag in einer rassigen Partie als Gast der TSG 1899 Hoffenheim nur zu einem 2:2-Unentschieden.

SINSHEIM

, 14.12.2013, 17:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB lässt wieder zwei Punkte liegen

Lukasz Piszczek (r.) erzielt das Tor zum 2:2.

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16. Spieltag: 1899 Hoffenheim - BVB 2:2 (2:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.
14.12.2013
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Lukasz Piszczek jubelt nach seinem Trefer zum 2:2.© Foto: DeFodi
Luftduell zwischen Robert Lewandowski (l.) und Niklas Süle.© Foto: dpa
Lukasz Piszczek (l.) erzielt das 2:2.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Sven Schipplock (r.) setzt sich gegen Jakub Blaszczykowski durch.© Foto: dpa
Lukasz Piszczek jubelt nach seinem Trefer zum 2:2.© Foto: DeFodi
Jeremy Toljan (vorne) ist vor Robert Lewandowski am Ball.© Foto: dpa
Kevin Volland (l.) jubelt mit Andreas Beck über seinen Treffer zum 2:0.© Foto: dpa
Zweikampf zwischen Sven Schipplock (l.) und Lukasz Piszczek.© Foto: dpa
Lukasz Piszczek (r.) erzielt das Tor zum 2:2.© Foto: dpa
Sven Schipplock (r.) setzt sich gegen Marian Sarr durch.© Foto: dpa
Sebastian Rudy (l.) foult Marco Reus.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (2.v.r.) erzielt das 1:2.© Foto: DeFodi

Der Rückstand auf den FC Bayern München beträgt nun schon zwölf Punkte. "Hoffenheim hat uns alles abverlangt. Deshalb mussten wir eine große Mentalitätsleistung zeigen. Wir hatten eine unterdurchschnittliche Chancenverwertung", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Wir können hier auch 7:3 gewinnen."   Erstmals in dieser Saison gönnte Klopp Kevin Großkreutz eine Pause - nach 24 Pflichtspielen, in denen er nur einmal 24 Minuten verpasste, saß Dortmunds Dauerbrenner nur auf der Bank. Ebenso wie Roman Weidenfeller und Henrikh Mkhitaryan. Klopp ließ also rotieren, konnte in der Innenverteidigung dem jungen Marian Sarr in Manuel Friedrich aber doch wie erhofft einen Routinier an die Seite stellen.

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16. Spieltag: 1899 Hoffenheim - BVB 2:2 (2:1)

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14.12.2013
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Lukasz Piszczek jubelt nach seinem Trefer zum 2:2.© Foto: DeFodi
Luftduell zwischen Robert Lewandowski (l.) und Niklas Süle.© Foto: dpa
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BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Sven Schipplock (r.) setzt sich gegen Jakub Blaszczykowski durch.© Foto: dpa
Lukasz Piszczek jubelt nach seinem Trefer zum 2:2.© Foto: DeFodi
Jeremy Toljan (vorne) ist vor Robert Lewandowski am Ball.© Foto: dpa
Kevin Volland (l.) jubelt mit Andreas Beck über seinen Treffer zum 2:0.© Foto: dpa
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Lukasz Piszczek (r.) erzielt das Tor zum 2:2.© Foto: dpa
Sven Schipplock (r.) setzt sich gegen Marian Sarr durch.© Foto: dpa
Sebastian Rudy (l.) foult Marco Reus.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (2.v.r.) erzielt das 1:2.© Foto: DeFodi

34 Treffer hatte die TSG bis zu diesem Spieltag erzielt, nur einen weniger als Dortmund, und die Kraichgauer zeigten gleich, dass sie über blitzschnelle Konterattacken auch gegen den BVB Nadelstiche setzen wollten. Allerdings kam der BVB gut in die Partie, erzielte durch Marco Reus nach toller Kombination über Jakub Blaszczykowski gleich ein Tor - bei Reus‘ Drehschuss aber stand Robert Lewandowski genau in der Flugbahn des Balles und im Abseits - korrekt, dass Schiedsrichter Felix Zwayer den Treffer nicht gab (10.).

Wie oft in dieser Saison der BVB nach guter Kombination bis vor den Strafraum im Abschluss zu lange zögerte, lässt sich kaum noch zählen. Eine Traumkombination über Lewandowski und Blaszczykowski, die doppelten Doppelpass spielten, hätte zwingend die Gäste-Führung bringen müssen. Lewandowski ließ auch noch zwei Gegenspieler ins Leere grätschen, doch statt selbst zu schießen, legte er im Fünfer nochmal quer.

Reus‘ Schussversuch ins leere Tor wurde von Kevin Volland in einer klasse Rettungstat dann noch abgeblockt (17.). Und im Gegenzug wurde der BVB doppelt bestraft: Firmino bediente Schipplock, Sarr stand nicht gut, und der Hoffenheimer lupfte dann überlegt über den herausstürzenden Langerak. Ein Paradebeispiel, wie man zielstrebig kontert.

Defensiv offenbarte Dortmund riesige Lücken zwischen und innerhalb der einzelnen Reihen, Eugen Polanski scheiterte aus 20 Metern nach einem unbedrängten Schuss an der Latte, das hätte wenig später das 2:0 sein können (25.). Längst hatte sich die Partie zu einer rassigen Angelegenheit entwickelt, Hoffenheim agierte sehr aggressiv und nicht immer im Rahmen des Erlaubten. Als Nuri Sahin in den Strafraum eindrang und von Jeremy Toljan klar gehalten wurde, verweigerte Zwayer dem BVB den Elfmeter (28.). Im Nachsetzen prallten Lewandowski und Grahl zusammen, es wurde hektischer auf dem Rasen.In der Anlage war der BVB zwar die klar bessere Elf, brachte sich im Umschalten aber immer wieder in brenzlige Situationen. So fiel auch das 2:0 für die Gastgeber, als Firmino gleich drei Schwarzgelbe auf sich zog, über Rudy dann der Ball bei Volland landete. Der schlenzte überlegt ins lange Eck, ein Tor, bei dem am Ende auch Sarr und Erik Durm nicht gut aussahen (38.).

Bevor sich das 0:2 nachhaltig auswirken konnte, verhalf ein Riesenbock von 1899-Keeper Jens Grahl dem BVB zurück ins Spiel. Grahl hatte den Ball im Fünfmeterraum schon aus der Luft gepflückt, ließ die Kugel dann aber fallen und verlängerte sie noch in Richtung eigene Torlinie. Pierre-Emerick Aubameyang, bis hierhin ein Totalausfall, sagte danke, nur noch 1:2 (44.). Die Pause half dem BVB, sich neu zu organisieren. Die Partie lief weiter auf einem sehr intensiven Niveau ab. Hoffenheim suchte noch mehr die Defensive und hoffte auf Konter. Erst Aubameyangs Freistoß forderte dann Grahl so richtig (64.), danach war Schluss für den Gabuner, Klopp brachte Hofmann und auch noch Mkhitaryan.

Der hatte gleich mit einem Schussversuch Pech (66.), eine Minute später aber jubelte der BVB: Sahin hatte butterweich in die Mitte geflankt, Lukasz Piszczek stahl sich zwischen zwei Hoffenheimer Verteidiger. Seinen Kopfball parierte Grahl mit einem tollen Reflex, beim Nachschuss war er dann machtlos (67.). Das 2:2 war hochverdient, auch wenn die TSG über die starken Firmino und Schipplock zuvor einige Male gefährlich vors Dortmunder Tor gekommen war.Dortmund wollte mehr: Lewandowski setzte sich stark durch, und passte quer, ein Abwehrbein hinderte Mkhitaryan am Schuss (71.). Am Spielfeldrand musste Jürgen Klopp dann mit ansehen, wie Mkhitaryan nach krassem Fehlpass von Süle und Durchstecker von Kehl völlig frei verzog (74.).

Doch es sollte noch dramatischer kommen. Grahl rutschte ein Schuss von Lewandowski unterm Körper durch, der Ball klatschte gegen den Pfosten (75.). In Hoffenheims Abwehr herrschte die totale Konfusion, dafür prüfte Salihovic Langerak bei einem Freistoß (77.). Der BVB war dicht dran. Kehl verpasste einen Reus-Freistoß nur hauchdünn (80.), dann aber Glück für Dortmund, als Firminos Freistoß-Verlängerung per Kopf haarscharf am langen Pfosten vorbeizischte (85.). Weil Reus einen Stellungsfehler von Rudy nicht ausnutzen konnte, Volland frei aus zehn Metern übers Tor zielte (88.) und auch der eingewechselte Julian Schieber (89.) nicht traf, blieb es beim 2:2 - am Ende einer streckenweise hochklassigen Partie mit allerdings vielen defensiven Nachlässigkeiten auf beiden Seiten stand ein gerechtes Remis.  

TEAMS UND TORE
1899 Hoffenheim: Grahl - Beck, Süle, Vestergaard, Toljan - Rudy (90.+1 Strobl), Polanski - Volland, Roberto Firmino, Herdling (71. Johnson) - Schipplock (69. Salihovic)
Borussia Dortmund: Langerak - Piszczek, Friedrich, Sarr, Durm - Kehl, Sahin - Blaszczykowski (66. Mkhitaryan), Reus (87. Schieber), Aubameyang (66. Hofmann) - Lewandowski
Tore: 1:0 Schipplock (17.), 2:0 Volland (37.), 2:1 Aubameyang (44.), 2:2 Piszczek (67.)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Polanski (4), Volland (3) / Friedrich (1), Reus (4), Sahin (1)

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