BVB-Leihgabe Stenzel ist in Freiburg angekommen

Ein Geschäft, drei Gewinner

Das Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen muss leider ausfallen. BVB-Leihgabe Pascal Stenzel muss aufgrund einer Schultereckgelenksprengung pausieren und verpasst damit das Gastspiel seines Stammvereins Borussia Dortmund bei seinem aktuellen Klub SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr). Trotzdem: Im Breisgau ist das Talent zum Bundesliga-Spieler gereift.

DORTMUND

, 24.02.2017, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Hinspiel in Dortmund war eine von nur drei Partien, in denen Pascal Stenzel vor seiner Schulter-Verletzung am 20. Januar nicht für den SC Freiburg in der Bundesliga auf dem Platz stand. Auch das Rückspiel findet ohne ihn statt.

Das Hinspiel in Dortmund war eine von nur drei Partien, in denen Pascal Stenzel vor seiner Schulter-Verletzung am 20. Januar nicht für den SC Freiburg in der Bundesliga auf dem Platz stand. Auch das Rückspiel findet ohne ihn statt.

Argumente für die Sinnhaftigkeit seines Leihgeschäfts hat der 20-Jährige bereits einige gesammelt. Als Pascal Stenzel im Sommer 2015 von BVB-Trainer Thomas Tuchel in den Profikader der Borussia beordert wurde, galt er als aufstrebendes Talent im Mittelfeld. Doch Dortmunds Coach interessierte das nur wenig, er schulte den damals 19-Jährigen kurzerhand zum Rechtsverteidiger um – und gab Stenzels Karrierestart so den nötigen Schub.

Perfektes Umfeld zum Reifen

Genau auf dieser Position ist Stenzel inzwischen nämlich in der Bundesliga angekommen. Nicht beim BVB zwar, wo er noch bis 2019 unter Vertrag steht. Dafür aber beim Sportclub aus Freiburg, der dem gebürtigen Bünder in den vergangenen rund 13 Monaten augenscheinlich das perfekte Umfeld zum Reifen geboten hat. Das Leihgeschäft, das der BVB im Januar 2016 mit Freiburg über Stenzel abgeschlossen hatte, hat sich somit für alle drei Parteien als Gewinn erwiesen.

„Ich fühle mich sehr wohl im Klub und in der Stadt. Vom ersten Tag an habe ich mich in der Mannschaft sehr gut aufgenommen gefühlt“, betont Stenzel, für den das Wiedersehen mit dem BVB am Samstag wegen seiner Verletzung noch zu früh kommt, im Gespräch mit dieser Redaktion, „hier ist alles eine Nummer kleiner als in Dortmund, aber sehr familiär. Der gegenseitige Respekt ist groß.“

Sportlich beflügelt

Und das scheint ihn sportlich zu beflügeln. In der Aufstiegsrückrunde 2016 etablierte er sich als Stammkraft auf der rechten Außenbahn und bestätigte diesen Status in seinem ersten Bundesliga-Jahr. Bis zu seiner Schulter-Verletzung im Spiel gegen den FC Bayern (1:2, 20. Januar) stand er in 14 von 17 Spielen in der Startformation.

Es überrascht nicht, dass sie Stenzel in Freiburg gerne über die Saison hinaus behalten würden. „Pascal nimmt einen guten Weg mit uns. Er ist ein guter Junge“, sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier zu dieser Personalie, „wir würden uns freuen, wenn wir den Weg mit ihm weitergehen könnten. Wir würden die Zusammenarbeit gerne ausdehnen.“

Zorc zufrieden mit Stenzels Entwicklung

Und hier kommt der BVB ins Spiel – doch der lässt sich bislang nicht in die Karten schauen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, die Pascal in Freiburg gemacht hat, er hat ordentliche Spiele auf der rechten Seite gezeigt“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc. „Die Überlegungen zu seiner Zukunft sind noch nicht abgeschlossen. Wir haben ja auch noch etwas Zeit.“

 

Da Stenzels Vertrag in Dortmund noch bis 2019 läuft, gibt es mehrere Varianten: Er könnte im Sommer zum BVB zurückbeordert oder das Leihgeschäft mit dem Sportclub um ein weiteres Jahr ausgedehnt werden, auch ein Verkauf an Freiburg oder einen anderen Verein ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Interessenten gibt es reichlich.

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