BVB-Leistungsträger weit unter Normalform: Auf Favre wartet viel Arbeit

rnBorussia Dortmund

Der BVB setzt die Saisoneröffnung in den Sand. Gegen Paderborn und Bochum sind zahlreiche Leistungsträger weit entfernt von ihrer Normalform. Auf Lucien Favre wartet viel Arbeit.

Dortmund

, 28.08.2020, 21:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etliche BVB-Profis lassen gut zwei Wochen vor Beginn der Saison 2020/21 ihre gewohnte Klasse vermissen. Dabei muss man Trainer Lucien Favre zugutehalten, dass bei der Saisoneröffnung am Freitag gleich zehn Profis nicht zur Verfügung standen. Der Kader für den Testspiel-Doppelpack gegen die beiden Zweitligisten wurde mit Akteuren aus der U19 und der U23 aufgefüllt. „Einige Spieler kannte ich gar nicht“, gestand Favre.

An Haaland und Sancho läuft das BVB-Spiel vorbei

Wie schon vergangenen Samstag beim „Cup der Traditionen“ in Duisburg entschied sich der Schweizer dazu, zwei unterschiedliche Mannschaften aufs Feld zu schicken. Zudem ließ er in der Abwehr erneut eine Viererkette agieren. Davor setzte der 62-Jährige auf zwei defensive Spieler, eine offensive Dreierreihe und einen zentralen Stürmer.

Gegen den SC Paderborn durfte Erling Haaland in der Spitze ran. Doch der Norweger hing in der Luft, wirkte mitunter lustlos und wenn es zu einer der wenigen Aktionen vor dem gegnerischen Tor kam, war der Norweger nicht beteiligt. Auch Jadon Sancho fand kaum ins Spiel. Trotzdem markierte der BVB den ersten Treffer. Immanuel Pherai reagierte in der 30. Minute am schnellsten, nachdem Ansgar Knauffs Versuch noch pariert worden war. Der Youngster war einer der wenigen Lichtblicke und konnte den guten Eindruck der Vorbereitung bestätigen.

Kapitale BVB-Fehler von Unbehaun und Wolf

Den Dortmunder Akteuren war aber anzumerken, dass sie in dieser Formation noch nie miteinander gespielt hatten. Insbesondere Emre Can tat sich in der Rolle des Innenverteidigers erneut schwer, ihm unterliefen gleiche mehrere Fehler im Spielaufbau. Im zweiten Durchgang wurde Paderborn immer stärker, der Ausgleich deutete sich mehrfach an - bis Kai Pröger (67.) ihn auch markierte. Nach einer Ecke klärte Haaland am kurzen Pfosten nur halbherzig, der Ball landete direkt auf Prögers Fuß, der aus gut 14 Metern zum 1:1-Endstand traf.

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Testspiel: BVB - VfL Bochum 1:3 (0:2)

Die Bilder des Testspiels zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Bochum.
28.08.2020
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Bilder des Testspiels zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Bochum.© imago images/Kirchner-Media
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Gegen den VfL Bochum knüpfte der BVB an die zuvor gezeigte Leistung an - im negativen Sinne. Nach ordentlichen 15 Minuten leistete sich BVB-Keeper Luca Unbehaun einen kapitalen Fehler, spielte Simon Zoller den Ball unbedrängt in die Füße, der legte quer auf Silvere Ganvoula und Lukasz Piszczek konnte auf der Linie nicht mehr retten. Wenig später war Zoller gedanklich dann Piszczek voraus und traf nach einer Flanke von der rechten Seite fast ohne Gegenwehr. Einzig Julian Brandts Abschluss entfachte so etwas wie BVB-Torgefahr.

Beim BVB läuten kurz vor dem Saisonstart die Alarmglocken

Die Hoffnung auf einen versöhnlichen Dortmunder Abschluss machte Marius Wolf mit einem haarsträubenden Fehlpass an der Mittellinie zunichte: Ganvoula lief alleine auf Unbehaun zu und traf 28 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zum 3:0. In der Folge wurden die Dortmunder zwar aktiver, aber die Chancen lagen weiterhin auf Seiten der Bochumer. Letztlich betrieb Mats Hummels noch Ergebniskosmetik für den müde wirkenden BVB. Der Abwehrchef eroberte den Ball und schloss nach einer schönen Kombination und feinem Zuspiel des jungen Richmond Tachie aus der Drehung sehenswert ab (67.). Freude wollte aber selbst beim Torschützen nicht aufkommen.

Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart im DFB-Pokal beim MSV Duisburg läuten beim BVB die Alarmglocken: Das Favre-Team ist noch weit entfernt von seiner Bestform. Dazu passt: In allen Testspielen kassierte die Borussia mindestens ein Gegentor. Ausgerechnet jetzt, wo es um den Feinschliff geht, steht die Länderspielpause an. „Das ist sehr speziell“, meinte Favre, aber man müsse nun mit den Spielern arbeiten, die in Dortmund bleiben. Dass laut seiner Aussage aktuell zu viele Akteure fehlen, um mit der in der Vorsaison bewährten Dreier-Abwehrkette zu spielen, macht seine Aufgabe in den nächsten Tagen nicht leichter.

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