BVB meldet sich mit 4:0 gegen Frankfurt zurück - Favre kann aufatmen

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund meldet sich zurück! Beim 4:0 gegen Frankfurt überzeugen Offensive und Defensive. Lucien Favre kann aufatmen - nun wartet Paris.

Dortmund

, 14.02.2020, 22:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Jubel bei (v.l.) Emre Can, Axel Witsel, Jadon Sancho und Raphael Guerreiro.

BVB-Jubel bei (v.l.) Emre Can, Axel Witsel, Jadon Sancho und Raphael Guerreiro. © dpa

Gleich in doppelter Hinsicht hatte Lucien Favre Grund zur Zufriedenheit. Offensive war nie das Problem seiner Mannschaft gewesen, es dauerte zwar, bis sich der BVB die Eintracht zurechtgelegt hatte. Dann aber fielen die Treffer, und nach 45 Minuten harter Arbeit durfte die Borussia auch noch zaubern. Vor allem aber durfte sich der Schweizer Trainer über eine durchgehend konzentrierte Defensivleistung seiner Elf freuen. Ernsthaft in Gefahr brachten die Hessen das Dortmunder Tor nicht. Das war vielleicht sogar die wichtigere Nachricht. Nach einer sehr unruhigen Woche kann Favre vorerst aufatmen.

BVB-Trainer Favre überrascht mit seiner Aufstellung

Lange hatte er mit sich gerungen. In 20 der bislang 21 Bundesliga-Spiele dieser Saison hatte Manuel Akanji in der Dortmunder Startelf gestanden, fast alle Partien spielte er bis zum Abpfiff durch. Einiger eklatanter Fehler zum Trotz, die die Spielzeit des Schweizers schmerzhaft begleitet hatten.

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Bundesliga, 22. Spieltag: BVB - Eintracht Frankfurt 4:0 (1:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.
14.02.2020
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.© Kirchner-Media
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.© Kirchner-Media

Auch in Leverkusen hatte Akanji gepatzt, mit einer personellen Reaktion des BVB-Trainers konnte man also durchaus rechnen. Favre überraschte dennoch. Er beließ Emre Can auf seiner Position im defensiven Mittelfeld und setzte nach elf Gegentoren in den fünf Pflichtspielen nach der Winterpause auf geballte Erfahrung. Lukasz Piszczek ersetzte Akanji, die zweite Änderung spülte nach der Verletzung von Julian Brandt Thorgan Hazard wieder in die BVB-Anfangsformation.

Dortmund lässt Frankfurt kaum Luft zum Atmen

Diese Dortmunder Elf traf auf einen Gegner, der mit vier Siegen nach der Winterpause und reichlich Selbstvertrauen anreiste. Dass der BVB zwar defensiv weiterhin einige Probleme hat, offensiv aber Gegner schwindelig spielen kann, führte zu enormer Vorsicht bei Frankfurts Trainer Adi Hütter, der gegen den Ball ein Tannenbaum-System spielen ließ.

Den BVB effektiv vom eigenen Tor fern zu halten, das funktionierte lange recht gut aus Sicht der Hessen. Ein Freistoß von Raphael Guerreiro an den Außenpfosten (9.) blieb lange Dortmund effektivste Annäherung an das Frankfurter Tor. 68 Prozent Ballbesitz nach 20 Minuten zeigten, dass quasi nur eine Mannschaft spielte. Doch die Spitzen Jadon Sancho und Erling Haaland hatte die Eintracht gut im Griff.

Piszczek bringt den BVB mit viel Gefühl in Führung

Positiv, dass auch der BVB konzentriert verteidigte. Frankfurts einzige Spitze Andre da Silva war bei Mats Hummels und Dan-Axel Zagadou in guten Händen, die nachrückenden Filip Kostic und Timothy Chandler wurden außen gut aufgenommen. Je nach Spielsituation agierte Dortmund mit Dreier- oder Viererkette.

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Es war ein Geduldsspiel in der ersten Hälfte, und es war keine Überraschung, dass eine schnelle Ballstafette die Gäste dann in Unordnung brachte. Als der Ball nach einer schönen Verlagerung außen bei Guerreiro landete, klärte die Eintracht dessen scharfe Hereingabe vor die Füße von Achraf Hakimi, dessen Rückpass Lukasz Piszczek fast noch verfehlt hätte. An der Strafraumkante hatte der Pole aber ausreichend Zeit, legte sich die Kugel zurecht. Und sein Linksschuss landete platziert im Toreck - es stand 1:0 (34.). Kurios: Sein letztes Tor mit dem linken Fuß hatte Piszczek vor fast acht Jahren erzielt - ebenfalls gegen die Eintracht.

Jadon Sancho schreibt weiter an seiner unglaublichen BVB-Geschichte

Mit der Hereinnahme von Bas Dost reagierte Hütter zur Pause auf den Rückstand. Die lange konzentriert verteidigende Eintracht aber brachte sich durch eine grobe Nachlässigkeit beinahe sofort um eine Siegchance. Sancho, bis dahin kaum in Erscheinung getreten, wurde auf Linksaußen quasi „vergessen“ , nach dem schönen Pass von Axel Witsel ließ der junge Engländer David Abraham ins Leere grätschen und vollstreckte eiskalt - 2:0 (50.). Mit seinem 13. Treffer (plus 14 Vorbereitungen) schreibt der 19-Jährige weiter an seiner unglaublichen Geschichte.

Frankfurt war gebrochen, Dortmund zeigte, dass der Kombinationsfreude dieser Elf nur mit harter Verteidigungsarbeit beizukommen ist. Beim 3:0, das Erling Haaland nach toller Kombination über Sancho und Hakimi erzielte (54.), war die Eintracht, die auch nach über einer Stunde auf einen eigenen Torschuss wartete, weit davon entfernt.

BVB holt sich Selbstvertrauen für das Spiel gegen Paris

Dortmund konnte danach Kräfte sparen für das Duell mit Paris und rechtzeitig zum mit Spannung erwarteten Wiedersehen mit Thomas Tuchel Selbstvertrauen aufbauen. Der starke Guerreiro schraubte das Ergebnis noch in die Höhe (74.) Man muss kein Prophet sein um zu erahnen, dass es am Dienstag schwieriger werden wird.

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