BVB-Neuzugang Haaland spielt sensationell - Akanji ist ein permanentes Sicherheitsrisiko

rnEinzelkritik

Erling Haaland spielt sensationell auf und bewahrt den BVB vor dem Fehlstart. Manuel Akanji ist ein permanentes Sicherheitsrisiko. Die Einzelkritik.

Augsburg

, 18.01.2020, 18:09 Uhr / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Mit einem direkten Freistoß wollte ihn Philipp Max überlisten - nicht mit Bürki (45.)! Beim ersten Gegentor traf ihn keine Schuld, beim zweiten wird er von Marco Richters Lupfer überrascht (46.). Mit dem dritten Gegentor war er endgültig bedient. Ein Sieg tröstet ihn bei einem Dreierpack nur halbwegs. Note: 4,0


Lukasz Piszczek: Als Ruben Vargas mit sattem Bundesliga-Tempo an ihm vorbeizog, blieb dem 34-jährigen BVB-Oldie nur das Nachsehen (33.), dann schepperte es hinten. Auch beim 1:3 auf verlorenem Posten und dann zurecht ausgewechselt (55.). Note: 5,0


Mats Hummels: Der Abwehrchef gehörte zu den vielen Dortmundern, die das 1:0 hätten verhindern können: Es hätte wohl gereicht, mit Torschütze Florian Niederlechner mitzulaufen (33.). Nach dem Wechsel linker Innenverteidiger in der Viererkette. Sein Steilpass über 60 Meter auf Jadon Sancho vor dem 3:3 - ein Traum (61.). Kein Strafstoß beim Foul an Niederlechner ging in Ordnung, Glück gehabt (65.). Note: 3,5


Manuel Akanji: Ein permanentes Sicherheitsrisiko: Seine Ballverluste „für nichts“, wie sein Trainer Lucien Favre es nennt, brachten den FCA schon zu Beginn immer wieder in aussichtsreiche Situationen (11., 21.). Wenig überzeugend im Zweikampf, planlose weite Bälle zum Gegner. Desaströs dann seine „Kopfball-Vorlage“ vor dem 2:0 (46.). Er benötigt einen klaren Kopf - und solange Pause. Note: 5,5

BVB-Neuzugang Haaland spielt sensationell - Akanji ist ein permanentes Sicherheitsrisiko

© Deltatre

Achraf Hakimi: Seinen Turbo konnte er kaum zünden: Borussias schlechte Arbeit gegen den Ball und Augsburgs Vargas hielten ihn über weite Strecken in der eigenen Hälfte gebunden. Rückte dann später als Rechtsverteidiger noch weiter zurück. Für das Offensivspektakel waren diesmal andere zuständig. Note: 4,0


Axel Witsel: Seine vielen Sicherheits-Zuspiele brachten ihm eine ordentliche Passquote, dem BVB-Spiel jedoch gar nichts. Keine Dynamik, vor allem Quer- und Rückpässe. Nur ein Dutzend Sprints notierten die Statistiker, sein Defizit bei Tempo und Dynamik kann er immer seltener kompensieren. Note: 4,0


Marco Reus: Bei zwei glasklaren Torchancen (8., 29.) hätte der BVB-Kapitän, der sich nach eigener Einschätzung fit und bereit gemeldet hatte, seine Mannschaft in Führung schießen müssen. Auch das 3:4 hatte er auf dem Fuß (62.). Ansonsten ein insgesamt bescheidener Auftritt, bei dem er immerhin 80 Minuten durchhielt - und vor seiner Auswechslung für Haaland noch das 3:5 auflegte (79.). Note: 5,0


Julian Brandt: Der Achter bestätigte die fehlende Form, die sich bereits im Trainingslager in Marbella diagnostizieren ließ. Wenig Aggressivität, kaum Tempoverschärfungen. Einmal traute er sich ins Dribbling, sofort ergab sich eine Riesenchance für Jadon Sancho (28.). Endlich zielstrebiger: Drehung im Strafraum, Abschluss mit links, Anschlusstreffer (49.). Als es nach vorne besser lief, stimmte auch endlich die Körpersprache. Note: 3,5

Raphael Guerreiro: In der Anfangsphase machte er seine Sache auf dem linken Flügel klasse. Zwei scharfe Vorlagen in die Spitze führten zu sehr guten Abschlussmöglichkeiten (4., 8.). Selber vergab er knapp (15.). Als reiner linker Verteidiger büßt die Mannschaft einige seiner Stärken ein, steht aber defensiv sicherer. Note: 3,0


Jadon Sancho: Borussias Unterschiedsspieler war wenig bis gar nicht im Spiel. Einmal zog er ab, knapp drüber (28.). Weder bei eigenem Ballbesitz noch im Defensivverhalten bemerkenswert. Ein Beispiel: Sein ambitionsloser Fehlpass öffnete Tür und Tor für den Augsburger Konter zum 3:1 (55.). Dann wachte er auf: Assist bei Erling Haalands 3:2 (59.), perfekt bei Laufweg, Ballmitnahme und Abschluss beim 3:3 (61.). Note: 2,5


Thorgan Hazard: Eine miserable erste Hälfte: Nach Tin Jedvais Patzer muss er zwingend das Tor treffen (4.). Dann führte sein Katastrophen-Rückpass in den Lauf des Gegners zum Rückstand (33.). Er erreicht noch längst nicht die Form von Ende 2019. Note: 5,0

BVB-Neuzugang Haaland spielt sensationell - Akanji ist ein permanentes Sicherheitsrisiko

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Erling Haaland: Killerinstinkt und Siegermentalität? Bringt der 19-jährige Norweger im Füllhorn mit. Endlich mal ein Lauf in die Tiefe, Sancho bedient ihn - nur noch 2:3 (59.). Da stand er keine fünf Minuten auf dem Rasen. Dann der nächste Jubel - Abseits! Dann der Videobeweis. Kein Abseits - der nächste Jubel (70.)! Und noch einmal: Steilpass Reus, Haaland nicht aufzuhalten, 3:5 (79.). Wahnsinn! Note: 1,0


Giovanni Reyna (72. für Hazard): Profidebüt für den 17-Jährigen! Der fünftjüngste Bundesligaspieler aller Zeiten holte sich gleich mal die Gelbe Karte ab - und bleibt ohne Note.

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