BVB-Neuzugang Reus trifft auf seinen alten Klub

Samstag gegen Gladbach

Drei Jahre lange kickte Marco Reus für Borussia Mönchengladbach. „Drei schöne, in denen ich viele gute Freunde kennengelernt habe“, wie er selbst sagt. Am Samstag (18.30 Uhr) kommt es nun zum großen Spiel unter Freunden. Denn der 23-Jährige trifft mit dem BVB im Signal Iduna Park auf den Klub, der „Rolls Reus“ erst so richtig zum Glänzen gebracht hat.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 28.09.2012, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marco Reus (r.) ist fit für das Duell gegen seine alten Kumpel von Borussia Mönchengladbach.

Marco Reus (r.) ist fit für das Duell gegen seine alten Kumpel von Borussia Mönchengladbach.

Humpelnd und mit Schmerzen im Sprunggelenk war der Neuzugang von der Frankfurt-Reise zurückgekehrt. Kurz war fraglich, ob der 17,1-Millionen-Euro-Mann gegen seinen Ex-Klub überhaupt würde auflaufen können. Doch die Kapseldehnung, die er sich bei einem Fehltritt auf den Fuß von Teamkollege Robert Lewandowski zugezogen hatte, verheilt gut. So gut, dass er zwei Tage vor dem Spiel gegen seine Kumpel aus Gladbach Entwarnung gibt: „Mir geht es gut. Es ist nichts Schlimmes.“ Reus sieht entspannt aus, wie er da auf dem Podium sitzt. Die Fragen bezüglich der sechs Gegentore in Hamburg und Frankfurt umdribbelt er so flink wie sonst seine Gegenspieler auf dem Platz. „Wir haben es gut analysiert und wissen, was wir falsch gemacht haben“, sagt er. Nur was falsch gemacht wurde, das will er nicht so recht verraten.

In Gladbach kennen sie diese verbalen Finten. Verehrt haben sie „Woody“, wie er aufgrund der optischen Nähe zur Comicfigur Woody Woodpecker genannt wird, jedoch in erster Linie wegen seiner Tricks und seiner Tore. In Dortmund mussten sich die Fans in dieser Hinsicht bislang noch etwas in Geduld üben. Reus traf zwar schon zweimal mit beachtlicher Schusstechnik ins Tor, doch den Glanz aus Gladbacher Zeiten versprühte er noch nicht. Wie auch in so kurzer Zeit – und wenn es im gesamten Team gerade nicht so richtig rund läuft. "Mir macht es hier Spaß“, betont er unermüdlich. Und wirbt gleichzeitig um Geduld: „Es gibt immer etwas zu verbessern. Das braucht Zeit.“ Insgesamt meint er „das Verhalten der ganzen Truppe“. Auf sich persönlich gemünzt ist es das Zusammenspiel mit seinen Kollegen, das blinde Verständnis mit seinen Nebenleuten, das defensiv wie offensiv noch Optimierungsbedarf vorweist. „Das“, sagt sein Trainer Jürgen Klopp, „ist bei jedem Neuzugang so.“ Der BVB habe genau jenen „Super-Spieler“ bekommen, „den wir uns erhofft haben“.

Es ist Reus‘ Spiel am Samstag. 160 000 Augen im Stadion und Hunderttausende an den TV-Geräten werden auf ihn gerichtet sein. An seinen Gewohnheiten geändert hat er deshalb nichts. Selbst am Donnerstag tauschte er noch eifrig SMS mit seinen Gladbacher Ex-Kollegen aus. Und was ist, wenn er ein Tor schießen sollte? „Ach“, seufzt er in seiner unprätentiösen, entspannten Art, dann werde er sich ganz normal verhalten. „Also ohne Pipapo.“

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