BVB plant mit Roman Bürki als Stammtorhüter

„Wir suchen eine Nummer 2“

Mit der Vertragsverlängerung von Torhüter Roman Bürki hat der BVB in dieser Woche ein Zeichen gesetzt: Rückendeckung für den Schweizer Keeper, der nach mehreren unglücklichen Auftritten in die Kritik geraten war. Der 26-Jährige darf sich nun nicht nur über einen Arbeitsvertrag bis 2021 freuen.

FRANKFURT

, 22.10.2017, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB plant mit Roman Bürki als Stammtorhüter

Faire Chance © dpa

Roman Weidenfeller steht vor seinem Karriereende, Roman Bürki in der Kritik: Der BVB benötigt zur nächsten Saison einen weiteren Torhüter für den Bundesliga-Kader. Allerdings holt Sportdirektor Michael Zorc wohl keinen bärenstarken Konkurrenten für Stammtorhüter Bürki. „Wir planen mit Bürki als Nummer eins für die kommende Saison“, sagte Sportdirektor Michael Zorc im TV-Sender „Sky“. „Wir suchen eine Nummer 2.“

„Wir machen alle Fehler“

Das unterstreicht einmal mehr, welche Wertschätzung Bürki im Mannschaftskreis und bei der BVB-Führung genießt. In der vergangenen Saison zählte er zu den stärksten und konstantesten Torhütern der Liga, im Ranking des Fachmagazins „kicker“ landete er auf Rang zwei. Doch nach mehreren Patzern in den vergangenen Wochen hatte sich in Fankreisen und einigen Medien Unmut breitgemacht.

„Wenn du als Torhüter Fehler machst“, sprang ihm sein Mitspieler Nuri Sahin nach der Partie bei Eintracht Frankfurt bildlich zur Seite, „dann ist das halt wochenlang ein Thema. Wir machen alle Fehler. Nur bei den Torhütern fällt es oft noch mehr auf.“

Mehrmals in höchster Not gerettet

Sahin hatte seine Unterstützung zuvor auch auf dem Platz unterstrichen. Nach seinem Treffer zum 1:0 (19. Minute) jubelte er kurz und lief dann quer über den Platz, an allen Mitspielern vorbei bis zum Schlussmann, der weit hinten in der eigenen Spielhälfte stand. „Ich wollte ihm zeigen, dass wir zusammenhalten“, erklärte Sahin.

Im Spiel selber setzte Bürki sein risikoreiches Torwartspiel wie gewohnt fort. Mehrmals musste er weit außerhalb des Strafraums in höchster Not klären, in direkte Zweikämpfe mit Stürmern gehen, wo ihm kein Fehler verziehen worden wäre. Auch auf der Linie parierte er mehrmals, unter anderem beim Stand von 2:2 gegen Mijat Gacinovic und Sebastian Haller.

Foul an Rebic

Seine wirklich gute Leistung schmälerte dann lediglich die Szene, die zum Anschlusstreffer der Frankfurter Eintracht führte: Als die zehn Mitspieler vor ihm erst in der Offensive leichtfertig den Ball vertändelten und dann auch noch nach einer Flanke Ante Rebic im Sechzehner sträflich ungedeckt ließen, musste er einmal mehr auf Attacke setzen.

Diesmal ging es schief, Rebic traf den Ball nicht, aber Bürki den Stürmer. Der Elfmeter und die Gelbe Karte gegen den Schweizer Schlussmann gingen völlig in Ordnung. An diesem schwer einzuordnenden Spiel mit offenen Türen und Toren auf beiden Seiten gehörte der BVB-Torhüter jedoch allemal zu den besseren Spielern im schwarzgelben Trikot.

Faire Chance

Die Unterstützung, die er in den vergangenen Tagen erfahren hat, dürfte den selbstsicheren Keeper weiter bestärken. Und wen der BVB dann für die kommende Saison als weiteren Torhüter holt und ob der eine faire Chance im Positionsduell bekommt, das steht noch auf einem anderen Blatt.

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