Axel Witsel infizierte sich in Belgien mit dem Coronavirus. © imago / Insidefoto
Borussia Dortmund

BVB-Profi Axel Witsel hatte Corona: „Ich habe mich so schlapp gefühlt“

BVB-Profi Axel Witsel arbeitet nach seinem Achillessehnenriss intensiv für sein Comeback. Was bislang nicht bekannt war: Der 32-Jährige hat sich in Belgien mit dem Coronavirus infiziert.

Zwei Stunden täglich trainiert Axel Witsel. Das Reha-Programm fordert dem 32-Jährigen derzeit viel ab. Im Sommer will er zurück sein auf dem Fußballplatz, will den Achillessehnenriss im linken Bein, die erste schwere Verletzung seiner Karriere, überstanden haben. Am 9. Januar, im Spiel gegen Leipzig, passierte es. Nach einer halben Stunde musste Witsel vom Feld, die schlimme Diagnose folgte am Tag darauf, keine 24 Stunden später schon die Operation.

BVB-Profi Witsel hat sich in Belgien mit dem Coronavirus infiziert

Der Eingriff verlief komplikationslos. Witsel sendete noch aus dem Krankenbett eine Foto-Botschaft an die Fans, lächelnd, mit gehobenem Daumen. Kurz darauf aber musste der belgische Nationalspieler erleben, wie plötzlich die Pandemie mit aller Härte zuschlagen kann. „Ich habe mich zu Hause in Belgien nach meiner Operation mit dem Coronavirus infiziert“, sagte Witsel im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. „Meine Mutter war die erste in unserer Familie, die krank geworden ist, dann ich, dann meine schwangere Frau und meine Kinder. Meine Frau und die Kinder hatten zum Glück keine Beschwerden.“

Der BVB-Profi selbst dagegen klagte über Fieber, „ich habe mich so schlapp gefühlt, als hätte ich gerade drei Spiele am Stück absolviert.“ Die Ärzte schickten ihn zehn Tage lang in Quarantäne, es war zum Glück die Zeit, in der er sich wegen seines in Gips gelegten operierten Fußes ohnehin nicht viel bewegen konnte. Ihm ging es schnell besser, seine Sorgen wuchsen dennoch: Die Corona-Infektion seiner Mutter nahm einen schweren Verlauf. „Sie musste ins Krankenhaus, auf die Intensivstation, bekam Sauerstoff. Es war bedrückend erleben zu müssen, welch schlimme Auswirkungen eine Corona-Infektion haben kann“, erklärte er.

Axel Witsel über Corona-Infektion: „Das war keine einfache Zeit“

Erst nach zehn Tagen sei es seiner Mutter etwas besser gegangen. „Gott sei Dank ist sie nun wieder zu Hause und es ist alles gut ausgegangen. Das war keine einfache Zeit. Und es war auch nicht einfach, sich davon nicht herunterziehen zu lassen. Corona, so betonte Witsel gegenüber den Ruhr Nachrichten, habe er „schon vorher sehr ernst genommen, aber jetzt, durch die persönlichen Ereignisse, bin ich noch vorsichtiger geworden.“

Das große Exklusiv-Interview mit BVB-Profi Axel Witsel lesen Sie am Freitagvormittag auf www.RuhrNachrichten.de/bvb. Der belgische Nationalspieler spricht über seine Reha, seinen Comeback-Plan und seine Zukunft in Dortmund.

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Sportredaktion Dortmund
Sascha Klaverkamp, Jahrgang 1975, lebt im und liebt das Münsterland. Der Familienvater beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Sportberichterstattung. Einer seiner journalistischen Schwerpunkte ist Borussia Dortmund.
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Sascha Klaverkamp
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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Jürgen Koers