BVB-Profi Hummels: Warum es das perfekte Vorbild nicht geben kann

Borussia Dortmund

BVB-Profi Mats Hummels gehört definitiv zu den erfahrensten Spielern bei Borussia Dortmund. Zum Thema Vorbildfunktion hat der Abwehrchef eine ganz klare Meinung.

23.10.2020, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) mit Neuzugang Reinier.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) mit Neuzugang Reinier. © Kirchner-Media

Mats Hummels – Weltmeister, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und einer der besten seines Faches – zieht die Aufmerksamkeit auf sich, wann immer er sich der Öffentlichkeit präsentiert. Der 31-jährige BVB-Profi ist Vorbild für viele, weiß um diese Rolle – und ist doch der Meinung, dass es das perfekte Vorbild nicht geben kann. Für das Medien-Magazin „turi2“ hat er sich dazu ausführlich geäußert.

BVB-Profi Mats Hummels hat kein Vorbild im eigentlichen Sinn

„Auf Fragen nach einem Vorbild habe ich immer Zinedine Zidane genannt. Oder Rodger Federer oder Dirk Nowitzki. Diese drei Sportler waren für mich die prägendsten meiner Jugend“, bekennt Hummels in einem Gastbeitrag. „Trotzdem habe ich immer betont, dass ich kein Vorbild im eigentlichen Sinn habe.“ Eher habe er sich verschiedene Eigenschaften dieses Trios zum Vorbild gemacht.

„Bei Zidane im Speziellen habe ich versucht, mir sportlich einiges abzuschauen und in mein Fußballspiel zu integrieren. Aber bis heute bleibe ich dabei, nicht eine Person als Vorbild zu haben.“ Warum? „Weil es sich für mich anfühlt, als würde man versuchen, denjenigen zu kopieren – und nicht, ein eigenständiger Sportler oder Mensch zu sein.“

BVB-Profi Mats Hummels will selbst immer ein gutes Vorbild sein

Den will er verkörpern – und hat sich zweifelsfrei bestens emanzipiert. „Durch Social Media“, schreibt Hummels, „erreichen mich immer wieder Nachrichten, in denen mich junge oder bereits erwachsene Fußball nach Tipps fragen und wissen wollen, wie sie Profis oder schlichtweg besser werden können.“ Hummels ist längst selbst zum Role Model geworden.

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Das sei „ein schönes Gefühl“, betont der Verteidiger. „Eine große Bestätigung für das, was man selbst erreicht hat und für all die Anstrengung und Leidenschaft, die man in etwas reingesteckt hat“, sieht er in dieser Position. Er versuche „immer, ein gutes Vorbild zu sein – vor allem für die Kinder, die uns zuschauen und sich an uns orientieren.“

BVB-Verteidiger Hummels: Vorbild auf dem Platz

Dazu gehört laut Hummels, „keine Schwalben“ zu machen, außerdem „keine Tätlichkeiten“ und - ebenfalls von großer Bedeutung - der respektvolle Umgang mit den Unparteiischen. „All das ist sehr wichtig für den Sport im Allgemeinen und für mich als Person.“ Er hoffe, so Hummels, „dass mein Verhalten dazu beiträgt, dass sich viele junge Menschen ähnliche Werte aneignen“.

Allerdings: „Auch die dürfen mal ‚daneben langen‘“, meint der BVB-Profi. Fehltritte gehörten dazu, denn niemand sei perfekt. „Zinedine Zidane zum Beispiel war emotional ein Hitzkopf, aber fußballerisch genial“, betont Hummels, der sich sicher ist: „Fehler machen und Scheitern gehört zu einer Karriere dazu, es gehört schlicht und einfach zum Leben dazu.“ Und somit auch zu ihm persönlich.

BVB-Profi Mats Hummels: Man muss nicht perfekt sein

Dies gelte im Besonderen für Situationen außerhalb des Platzes, wenn er „den öffentlichen Status mal ablegen und einfach privat sein will“, so Hummels. „Beinahe alle Fußballer geben gerne und oft Autogramme oder machen Fotos mit Fans“, bemerkt er. „Allerdings nicht 24/7, wie man so schön sagt.“ Egal wie sehr man sich bemühe, „man kann eine ‚Vorbildrolle‘ nicht immer und jederzeit vorbildlich ausfüllen.“

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Hummels resümiert: „Vorbild sein bedeutet nicht, perfekt zu sein. Das muss man sich immer vor Augen halten. Egal, ob man einem Vorbild nacheifert oder selbst Vorbild ist.“

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