BVB-Schützenfest: Philipp und Aubameyang nehmen Gladbach auseinander

Zeitspiel

Mönchengladbach ist ein Lieblingsgegner des BVB. In der Saison 17/18 schoss Borussia Dortmund die Fohlen aus dem Stadion - Aubameyang traf dreimal, Weigl traumhaft schön.

Dortmund

, 22.01.2021, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei BVB-Spieler, fünf Treffer: Maximilian Philipp (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang.

Zwei BVB-Spieler, fünf Treffer: Maximilian Philipp (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang. © picture alliance / Bernd Thissen/dpa

Könnte man den BVB als Person fragen, wie‘s gerade so geht, wäre die Antwort wohl ein westfälisches „muss ja“. Nachdem in Leipzig der Kampfgeist und die Spielfreude der Borussen aufgeblitzt sind, dämpfen das Unentschieden gegen Mainz und die Niederlage in Leverkusen das kurze Hoch. Die anstehende Aufgabe bei Borussia Mönchengladbach - ein direkter Konkurrent um die Champions League - wird Borussia Dortmund alles abverlangen.

BVB schickte Mönchengladbach mit 6:1 nach Hause

Dabei haben sich die Fohlen zu einem Lieblingsgegner der Dortmunder entwickelt. Die vergangenen elf Bundesliga-Spiele gewann die westfälische Borussia gegen den Namensvetter vom Niederrhein. Besonders herausragend: der 6:1-Sieg der Borussen am sechsten Spieltag der Saison 2017/2018.

Die Schwarzgelben waren unter dem neuen Trainer Peter Bosz famos in die Saison gestartet. Außer einem 0:0 gegen Freiburg gewann der BVB alles und dachte auch gar nicht daran, gegen Mönchengladbach damit aufzuhören. Dabei sah es in diesem Spiel zunächst ganz anders aus. Thorgan Hazard, der damals noch ein weiß-grünes Trikot trug, prüfte Roman Bürki in der zehnten Minute. Doch dann legte der BVB los.

Jetzt lesen

Zunächst scheiterte Pierre-Emerick Aubameyang an Tobias Sippel und dann am Pfosten, ehe er nach einem Steilpass an den Ball kam und Maximilian Philipp bediente, der die Kugel Volley ins lange Eck legte (28.). Zehn Minuten später war es erneut Philipp, der sträflich alleingelassen nach Hereingabe von Jeremy Toljan aus elf Metern auf 2:0 stellte. Aubameyang traf vor der Pause erneut den Pfosten mit dem Halbzeitpfiff dann aber doch zum 3:0.

Der BVB hatte Lust auf Schützenfest

Deckel drauf, das Ding ist durch, das spielt Dortmund in der zweiten Hälfte locker runter, mochte man meinen. Doch der BVB hatte Lust auf Schützenfest. Aubameyang traf nach einem Freistoß von Götze zur Abwechslung den Pfosten und dann das Tor. Nach seinem Pfosten-Hattrick machte er in der 63. Minute auch noch einen Tor-Dreierpack perfekt. Nach Vestergaards Fehlpass rannte Aubameyang Gladbachs Verteidiger davon und brachte, obwohl dieser ihn danach umrannte, den Ball aus spitzem Winkel im Tor unter. Auch Matthias Ginter konnte den Gegentreffer nicht mehr verhindern. Das erste Spiel gegen seinen Ex-Klub hatte sich der Innenverteidiger ganz anders vorgestellt.

Jetzt lesen

Hoffnung kam bei ihm und seinen Kollegen auch nicht mehr auf, als Lars Stindl nach Vorarbeit von Hazard in der 66. Minute den Ehrentreffer erzielte. Bitter vor allem für Roman Bürki: Es war der erste BVB-Gegentreffer in dieser Saison.

Sahnetag könnte dem BVB als Vorbild dienen

Über den konnte er aber hinwegsehen, weil Julian Weigl den alten Abstand schnell wieder herstellte: Ein Klärungsversuch landete bei dem gerade erst nach einem Knöchelbruch zurückgekehrten Mittelfeldspieler, der das Leder mit dem Oberschenkel annahm, einmal ticken ließ und dann formvollendet im Knick unterbrachte.

Weigls Traumtor war das Sahnehäubchen auf der Torte der Schwarzgelben, die an diesem 23. September 2017 generell einen Sahnetag hingelegt hatten. Gegen eine Wiederholung am Freitagabend hätte zumindest der BVB nichts einzuwenden.

Der RN-BVB-Podcast

Der BVB-Podcast der Ruhr Nachrichten - einmal in der Woche Experten-Talk zum BVB. Jetzt hier, bei Spotify oder bei Apple Podcasts hören.

BVB-Newsletter

Täglich um 18 Uhr berichtet unser Team über die wichtigsten schwarzgelben Neuigkeiten des Tages.

Lesen Sie jetzt