BVB-Sechser Salih Özcan: Wie das Ringen ihm noch heute hilft

Redakteur
Salih Öczan im Trikot von Borussia Dortmund.
Vom Neuzugang zum Anführer: Salih Özcan ist beim BVB gleich ein wichtiger Eckpfeiler. © IMAGO/Moritz Müller
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Ausgiebig fahndete Borussia Dortmund in der vergangenen Saison nach einem neuen Sechser. Nach einem giftigen, kompromisslosen Abräumer. Warum die Wahl auf Salih Özcan fiel und weshalb der ehemalige Kölner ein guter Griff zu sein scheint, dafür liefert der 24-Jährige im Interview mit den Ruhr Nachrichten reichlich Argumente.

Salih Özcan: Vom Ringerclub Ehrenfeld bis zu Borussia Dortmund

Mit acht Jahren spielte Özcan bereits für den 1. FC Köln, die Karriere im Profifußball schien vorgezeichnet. Parallel dazu raufte er sich mit seinen zwei älteren Brüdern und 15 Jahre lang mit den Gegnern auf der Matte beim Ringer-Club Ehrenfeld. „Eine gewisse Härte auch mir selbst gegenüber und eine gute körperliche Stabilität habe ich sicherlich dem Ringen zu verdanken“, sagt der Deutsch-Türke. Den Fleiß für das notwendige Training und noch dazu reichlich Bewegungsdrang habe er immer in sich gehabt. „Das“, sagt Özcan, „ist mein Naturell.“ Der Kampfsport habe ihm auch den Respekt vor dem Gegenüber eingeschärft. Hart, aber fair.

So will Özcan auch auf dem Fußballplatz agieren. „Sexy Fußball ist Hacke, Spitze, eins-zwei-drei. Das ist Fußball für die Galerie, vielleicht auch manchmal für die Fans. Für mich ist es auf dem Feld wichtiger, die Zweikämpfe zu gewinnen, kein Gegentor zu kassieren. Im Spiel gibt es wichtige Momente, wo man dagegenhalten muss. Dafür bin ich da.“ Den BVB-Fans verspricht er, wie man es von einer echten Nummer 6 erwarten mag, dass er sich in jeden Zweikampf reinwerfen will. „Darauf habe ich richtig Bock.“

BVB-Neuzugang Özcan: „Es war eine Ehre, als das Angebot kam“

Um Widerstandsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und beharrlichen Antrieb sei es auch im „Bewerbungsgespräch“ mit BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl gegangen. „Er hat mir unter anderem zu verstehen gegeben, dass der BVB Spieler sucht, die auch in schweren Zeiten ihren Mann stehen, die im Training und im Spiel alles geben“, berichtet Özcan. „Es war eine Ehre, als das Angebot kam.“ Offensichtlich sehen die Klubbosse in ihm ein wichtiges Puzzlestück beim Neuaufbau der Borussia. „Dagegenhalten – dafür bin ich da.“

Wie Salih Özcan als Jugendlicher spektakulär zum Lebensretter wurde, warum er sich nach mehr als 50 U-Länderspielen beim DFB für die türkische A-Nationalmannschaft entschieden hat und wie er den langen Weg von der Fritz-Walter-Medaille als bester Nachwuchsspieler 2017 bis zum endgültigen Durchbruch in der Bundesliga erlebt hat, schildert er ausführlich und auskunftsfreudig im großen Exklusiv-Interview mit den Ruhr Nachrichten am Montagmorgen unter www.RN.de/bvb.