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BVB-Sieg gegen Union: Elf Gegentore in fünf Spielen - Hummels wird deutlich

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund liefert beim 4:2 gegen Union Berlin das nächste Spektakel ab. Die Punkteausbeute passt, doch die Gegentorflut geht weiter. BVB-Abwehrchef Mats Hummels wird deutlich.

Dortmund

, 19.09.2021, 20:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) im Zweikampf mit Unions Taiwo Awoniyi.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) im Zweikampf mit Unions Taiwo Awoniyi. © imago / Uwe Kraft

Borussia Dortmund gewinnt das Heimspiel gegen Union Berlin mit 4:2 und schließt die Englische Woche mit einem weiteren Sieg ab. BVB-Abwehrchef Mats Hummels ist zufrieden mit dem Ergebnis - übt im DAZN-Interview aber auch deutliche Kritik.


Herr Hummels, wie zufrieden sind Sie mit diesem Sieg gegen Union Berlin?

Bis zum 3:0 bin ich sehr zufrieden, das können wir auch sein. Wir haben das sehr gut gemacht gegen einen guten Gegner. Leider sind wir danach wieder in ein Muster verfallen.

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Was muss besser laufen?

Ich finde, unser Problem liegt beim Spiel mit dem Ball. Wir müssen den Gegner dann totspielen und die Räume besser besetzen. Wir machen das Spiel oft zu klein. Eigentlich waren die Dinge nach dem 3:0 klar und Union hatte akzeptiert, dass wir das Spiel gewinnen. Dann bringen wir sie wieder rein, weil wir ein bisschen unseriös und nicht erfolgsorientiert Fußball spielen. So machen wirdie Gegner leider immer wieder stark. Wir kennen die Probleme - seit zwei Jahren und drei Monaten ungefähr, die ich wieder hier bin. Aber wir tun uns sehr schwer damit, sie abzustellen.

Was zeichnet Jude Bellingham und Erling Haaland aus?

Ich fange mal mit Jude an. Er ist der reifste und seriöseste 18-jährige Spieler, den ich je gesehen habe. Ich habe Mario Götze gesehen, der auch in jungen Jahren schon ein großartiger Fußballer war und auch von der Art her Fußball zu spielen schon sehr seriös war. Aber Jude ist vor allem jetzt schon einer, der vorangeht und er ist auch einer der Lautesten im Team. Er ist ein großartiger Junge - ich glaube, ich habe ihm jetzt schon 25 Mal gesagt, dass ich ihn einfach nur liebe. Er wird seinen Weg gehen, ohne dass es einen Zweifel daran gibt.

Erling ist einfach eine Torjägermaschine. Sobald es darum geht, den Ball ins Netz zu jagen, hat er ein Leuchten in den Augen und so ein Feuer. Er wird ebenfalls über die nächsten 15 Jahre, behaupte ich mal, einer der drei besten Stürmer der Welt sein. Den Kopfball habe ich ihm übrigens nicht beigebracht, aber er hatt es sehr viel geübt. Dadurch bekommen wir mal eben zehn Saisontore mehr, wenn der Junge jetzt auch noch mit dem Kopf trifft. Erling hat viele Stärken und arbeitet auch noch an seinen Schwächen.

Der BVB trifft nun auf Mönchengladbach, anschließend steht die nächste Englische Woche an. Was haben Sie sich vorgenommen?

Wir wollen alles gewinnen, was jetzt kommt. Wir wollen in der Liga auf 18 Punkte erhöhen und den perfekten Champions-League-Start hinlegen. Wir sind heiß drauf und haben eine gute Art, die Dinge anzugehen. Aber wir müssen in diesen Spielen immer scharf bleiben. Wenn man das mit dem FC Bayern München vergleicht: Da sind immer elf Spieler über 90 Minuten scharf und gehen auf Erfolg - durchgehend.

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