BVB siegt 8:4 - Verrückter Abend bei Reus-Comeback

Champions League

Eigentlich hatten sich 55.094 Fußball-Fans zum Champions-League-Gucken im Signal Iduna Park verabredet. Doch das, was sie am Dienstagabend geboten bekamen, hatte mit der Königsklasse maximal die Sportart gemeinsam: Borussia Dortmund besiegte Legia Warschau in einem rekordverdächtigen Spaß-Kick mit 8:4 (5:2) - und bejubelte das äußerst gelungene Comeback von Marco Reus.

DORTMUND

, 22.11.2016, 22:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB siegt 8:4 - Verrückter Abend bei Reus-Comeback

Doppel-Torschützen unter sich: Marco Reus (r.) und Shinji Kagawa.

Der Pay-TV-Sender Sky verlost in jedem Jahr ein sogenanntes „Spiel des Jahres“ unter Deutschlands Kreisliga-Klubs. Die beiden Siegerteams treffen aufeinander und bekommen eine spektakuläre Inszenierung geboten. Es gibt TV-Experten, Kommentatoren, eine Hymne und sogar eine Live-Übertragung im Fernsehen. Alles ist wie in der Königsklasse - von der sportlichen Klasse einmal abgesehen.

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Champions League, 5. Spieltag: BVB - Legia Warschau 8:4 (5:2)

Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Legia Warschau.
22.11.2016
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Legia Warschau.© Foto: dpa
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Fußball Champions League Gruppenphase 5. Spieltag Borussia Dortmund - Legia Warschau am 22.11.2016 im Signal Iduna Park in Dortmund Torjubel zum 3:1 durch Nuri Sahin ( Dortmund ) xRx

Football Champions League Group stage 5 Matchday Borussia Dortmund Legia Warsaw at 22 11 2016 in Signal Iduna Park in Dortmund goal celebration to 3 1 through Nuri Sahin Dortmund xRx© Foto: imago
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Wer am Dienstagabend das Spiel des BVB gegen den polnischen Double-Sieger Legia Warschau eingeschaltet hat, dürfte sich zwischenzeitlich so vorgekommen sein, als sei er versehentlich in die Übertragung der aktuellen Ausgabe des „Spiel des Jahres“ geraten. Beide Teams übertrafen sich zu Beginn der Partie in ihren tölpelhaften Abwehraktionen und Slapstick-Einlagen. Sieben Toren fielen allein in den ersten 32 Minuten, fünf für den BVB, zwei für Legia. Das war zwar ein neuer Champions-League-Rekord - mit der Königsklasse hatte das aber eigentlich nichts zu tun.

Fan-Lieblinge treffen

Die Dortmunder Zuschauer bekamen sich nicht mehr ein vor Lachen - und freuten sich nebenbei noch über den Seelenbalsam für einige Fan-Lieblinge. So traf der zuletzt kaum berücksichtigte Shinji Kagawa gleich doppelt (17., 18.), nachdem Aleksandar Prijovic unter gütiger Mithilfe der BVB-Innenverteidiger Matthias Ginter und Marc Bartra die Polen in Führung geschossen hatte (10.). Dann gelang auch noch dem gewöhnlich ebenfalls außen vor stehenden Nuri Sahin ein Slapstick-Treffer (20.). Schon jetzt war es ein runder Abend für den BVB.

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Doch es ging ja noch viel besser weiter: Nach Prijovic‘ zweitem Treffer (24.) - wieder ermöglicht durch das katastrophale Abwehrverhalten der Dortmunder - erhöhte zunächst Ousmane Dembele auf 4:2 (29.), bevor der Mann traf, auf den alles schaute: 185 Tage nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern feierte Marco Reus gegen Warschau sein Comeback und erzielte dabei nach 32 Minuten das 5:2. Es war bereits seine dritte Torbeteiligungen des Spiels nach seinen Assists zum 3:1 und 4:2 - und das mit nur neun Ballkontakten.

Kurioser Seitfallzieher

Der einzige Borusse, der sich nicht so recht freuen konnte, war der fast bemitleidenswerte Roman Weidenfeller. Seine Rückkehr ins BVB-Tor - bedingt durch den Mittelhandbruch des inzwischen operierten Roman Bürki - hatte er sich sicher anders vorgestellt - auch wenn sein kurioser Seitfallzieher nach Prijovic‘ Lattentreffer (29.) zu den Highlights eines völlig verrückten Spiels gehörte.

Immerhin: Es blieb vor der Pause bei den zwei Gegentoren für Weidenfeller, denn seine Vorderleute merkten nach einer halben Stunde, dass ihre Defensiv-Vorstellung bis dahin maximal als Sendematerial für „Upps! Die Pannenshow“ genügte. Sie verabredeten sich fortan zu einem normalen Fußballspiel, hielten das aber nur bis zur 57. Minute durch. Dann traf Micha Kucharczyk zum 3:6, nachdem zuvor erneut Reus das sechste BVB-Tor erzielt hatte (52.).

Passlack trifft erstmals

Doch diese Partie wäre nicht dieselbe wie in der ersten Hälfte gewesen, wenn es bis zum Schluss dabei geblieben wäre: Erst erzielte Felix Passlack mit seinem ersten Champions-League-Tor das 7:3 (81.), dann verkürzte der eingewechselte Nemanja Nikolic wieder (83.).

Dem bekanntlich extrem akribischen und ehrgeizigen BVB-Trainer Thomas Tuchel war das vermutlich ebenso wenig egal wie Weidenfeller, der Rest des Stadions aber freute sich über die vielen Tore und die gute Unterhaltung. Reus setzte mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt zum 8:4 (90.+2)

Entscheidung fällt in Madrid

Durch den vierten Dreier im fünften Spiel hat sich der BVB die Chance auf den Gruppensieg bewahrt. Die Entscheidung fällt in zwei Wochen bei Real Madrid (7. Dezember, 20.45 Uhr) - mutmaßlich in einem Champions-League-Spiel, das dieses Prädikat auch verdient.

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