BVB-Spiel gegen Hoffenheim: Signal Iduna Park wird zum Testobjekt

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Zum BVB-Saisonfinale gegen Hoffenheim avanciert der Signal Iduna Park zum Testobjekt für den Kampf gegen das Coronavirus. Dazu wird jede Menge Hightech außerhalb des Spielfeldes ausprobiert.

Dortmund

, 17.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Getestet wird zum letzten Saisonspiel des BVB vor allem künstliche Intelligenz, um in Menschengruppen etwaige Corona-Patienten zu identifizieren und das Infektionsrisiko im Stadion zu minimieren. Sie gilt als elementares Hilfsmittel, um eine teilweise Zulassung von Zuschauern in der ersten und zweiten Liga in der nächsten Saison theoretisch möglich zu machen.

Das Berliner Unternehmen „G2K“ rückt zum Duell der Borussia mit Hoffenheim am 27. Juni in Dortmund an, um den ersten Testlauf zu absolvieren. „Es wäre ja fahrlässig, wenn wir uns nicht schon jetzt darauf vorbereiten würden, dass Zuschauer wieder zugelassen werden könnten“, erklärt BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.

Wärmebildkameras werden an den Stadioneingängen installiert

Noch sei zwar längst nicht absehbar, wie lange die Bundesliga-Partien noch als Geisterspiele ausgetragen werden müssten oder wie viele Zuschauer womöglich mittelfristig wieder in die Stadien dürfen. Aber die Borussia wolle sich eben mit dem Testlauf gegen Hoffenheim wappnen. „Ob die eingesetzte Technik am Ende zielführend und hilfreich für die deutschen Profiklubs sein wird, müssen wir abwarten“, so Cramer.

„G2K“ installiert für den Test an zwei Stadioneingängen spezielle Wärmebildkameras, die kontaktlos die Körpertemperatur der Personen vor Eintritt ins Stadion messen. Registriert die Kamera auffällige Werte, wird das Sicherheitspersonal automatisch darüber informiert und kann die betreffende Person isolieren.

Sensoren sollen die BVB-Fans im Stadion zählen

Zudem kommen Sensoren zum Einsatz, die die Besucher zählen - an den Stadioneingängen und an den Eingängen zu den jeweiligen Tribünenblöcken. Damit die erlaubte Zuschauerzahl je Block nicht überschritten wird - und Abstandsregeln eingehalten werden. Wird ein Grenzwert überschritten, werden die Stadionordner zum Einsatz angepiept.

Laut „Sport Bild“ soll nach dem Hoffenheim-Spiel zudem ein Test mit Statisten in einem Stadionblock vollzogen werden, um möglichst reelle Werte zu erhalten, derzeit dürfen auf den Tribünen nur wenige Ersatzspieler, Vereinsfunktionäre und Journalisten Platz nehmen. Gelingen die Tests in Dortmund, sollen die Ergebnisse der Deutschen Fußball Liga vorgestellt werden und womöglich dann ligaweit in der nächsten Saison zum Einsatz kommen.

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