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BVB-Sportdirektor Zorc vor dem Bayern-Spiel: Wir müssen Männerfußball spielen

Borussia Dortmund

BVB-Sportdirektor Michael Zorc macht seinen Profis vor dem Ligagipfel am Samstag gegen den FC Bayern eine klare Ansage - denn die Bilanz der Dortmunder in München ist unterirdisch.

Dortmund

, 07.11.2019, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Sportdirektor Zorc vor dem Bayern-Spiel: Wir müssen Männerfußball spielen

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat nach vier klaren Liga-Niederlagen in Serie keine Lust mehr auf eine Packung in München © dpa

Vier Spiele in München, vier Niederlagen, 2:20 Tore. Das ist schlicht desaströs. Oder wie Michael Zorc es treffend ausdrückte: „Eine Horrorbilanz.“ Aber: Der Sportdirektor des BVB will jetzt endlich das Schreckensabo im Ligagipfel und und frustvolle Heimreisen danach abstreifen.

Zorc: „Wir müssen Männerfußball spielen“

Im aktuellen Duell mit Bayern am Samstag (18.30 Uhr/Sky) soll deshalb eine andere Borussia aus Dortmund zu sehen sein. Eine, die den Bayern in deren Wohnzimmer Allianz Arena massive Probleme bereitet. Und zwar dank dieses Rezepts: „Wir müssen Männerfußball spielen, wir müssen Kerle sein“, betonte Michael Zorc, „das wird das Entscheidende sein.“

Eine klare Forderung an die Borussen, das Gegenteil von dem Angsthasenfußball zu zeigen, den der BVB bei den jüngsten vier Ligaspielen in München ablieferte und im Schnitt fünf Gegentreffer kassierte. „Wir müssen dagegenhalten, das haben wir zuletzt in München nicht getan“, sagte Zorc.

Die zweiten 45 BVB-Minuten gegen Mailand sind der Maßstab

Es gilt also, die Leidenschaft, Gier und unbändige Attacke aus der spektakulären zweiten Halbzeit gegen Inter Mailand vom Dienstag jetzt mit gen Süden zu tragen.

Und bevor auch nur einer der Borussia-Profis auf den Gedanken kommt, der Trainerwechsel in München könne nun noch mehr Unruhe oder gar Chaos in der derzeit schwächelnden bayerischen Elf auslösen, warnte Zorc eindringlich: „Wir werden am Samstag nichts geschenkt bekommen.“

Es geht für Dortmund und Bayern um die Meisterschaft

Schließlich gehe es vor den Augen der Fußballwelt im sicher intensiven Kampf der beiden besten deutschen Teams nicht nur um Prestige und Punkte. „Das Ergebnis dieses Spiels hat oft eine Wirkung auf den Verlauf der Saison“, erklärte Zorc.

Soll also heißen: Es geht am Samstag ein Stück weit schon um die Deutsche Meisterschaft. Auch wenn es erst der elfte Spieltag ist – triumphiert der BVB, hält er den großen Titelrivalen auf Distanz. Verliert er, beschert er den Bayern frischen Rückenwind.

BVB-Sportdirektor Zorc vor dem Bayern-Spiel: Wir müssen Männerfußball spielen

Lucien Favre ist vor dem Gastspiel in München selbstbewusst: „Wir haben keine Angst vor Bayern“, sagte der BVB-Trainer am Donnerstagmittag. © dpa

Keine Frage, es ist Druck auf dem Gipfel-Kessel. „Aber wir haben keine Angst vor Bayern“, lässt Cheftrainer Lucien Favre wissen, dem das Studium des Münchner Königsklassen-Spiels gegen Piräus am Mittwochabend „keine neuen Erkenntnisse“ lieferte.

Hinter BVB-Stürmer Alcacer stehen immer noch Fragezeichen

Beim Blick auf grünes Licht aus dem Lazarett vom eigenen Personal muss sich Favre weiter in Geduld üben. Ob Marco Reus (verletzt am Sprunggelenk) am Samstag auflaufen kann, bleibt offen. Der Einsatz des Kapitäns dürfte sich frühestens im Abschlusstraining am Freitag entscheiden.

Gleiches gilt für Dribbelkünstler Jadon Sancho, der sich mit einer Zerrung im Oberschenkel herumplagt. Fragezeichen stehen zudem hinter Dortmunds Torjäger. Paco Alcacer „hat nicht viel trainiert“, erklärte Lucien Favre.

Favre: „Die Unentschieden waren nicht das Ende der Welt“

Ob Alcacers Kraft erneut nur für einen Teilzeiteinsatz oder diesmal für 90 Minuten reicht? „Wir werden sehen“, gab sich Favre äußerlich entspannt - und verriet, warum es nach ernüchternden Wochen nun wieder deutlich besser läuft beim BVB: „Weil wir immer positiv geblieben sind. Unentschieden, die wir erzielt haben, waren nicht das Ende der Welt, sie waren nicht so schlecht, wie sie gemacht wurden.“

Widersprechen würde Favre wohl niemand mehr, wenn er es schafft, jetzt auch noch die Horrorbilanz von München zu beenden.

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